Emla Creme (tube)
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Was ist Emla Creme?


Emla Creme gehört zu den Lokalanästhetika. Es handelt sich um eine in der Apotheke erhältliche Salbe zur örtlichen Betäubung der Haut und Schleimhaut, die vor kleinen Operationen sowie vor der Wundreinigung bei Ulcus Cruris angewendet wird. Die Creme enthält gleiche Anteile der Betäubungsmittel Lidocain und Prilocain. Beide Lokalanästhetika können in die Haut oder Schleimhaut eindringen und dort nach einer gewissen

Einwirkdauer die Nervenenden der lokalen Schmerzrezeptoren unempfindlich gegen äußere Reize machen. Auf diesem Effekt beruht die schmerzstillende Wirkung der Creme. Emla Creme wird vom Pharmaunternehmen AstraZeneca hergestellt. Die Salbe ist sicher in der Anwendung, Nebenwirkungen treten nur ausgesprochen selten auf.

Was sind die Anwendungsgebiete von Emla Creme?


Emla Creme reduziert das Schmerzempfinden und kommt bei kleineren chirurgischen Eingriffen an der Haut und an den genitalen Schleimhäuten zum Einsatz, etwa bei der Entfernung von Warzen. Beim Tätowierungen und Piercings oder bei der Haarentfernung mit einem Laser werden oft auch größere Hautpartien mit Emla Creme betäubt. Ferner wird Emla Creme zur lokalen Anästhesie vor der Wundreinigung bei Ulcus Cruris (das sogenannte „offene Bein“) benutzt. Abgesehen vom Ulcus Cruris darf Emla Creme nicht auf offenen Wunden angewendet werden.

Nicht als Anwendung auf dem Beipackzettel angegeben, aber verbreitet und auch in der medizinischen Fachliteratur beschrieben ist der Off-Label Gebrauch von Emla Creme bei vorzeitiger Ejakulation.

In welchen Formen ist Emla Creme erhältlich?


Sehr verbreitet – und ebenfalls in der Apotheke erhältlich – sind sogenannte Emla Pflaster (Anästhesie-Pflaster), bei denen der Verband bereits mit dem Betäubungsmittel behandelt ist. Emla Pflaster werden beispielsweise verwendet, um die Haut vor dem Einstich mit einer Kanüle oder eines Venenkatheters zu betäuben.

Wie wird Emla Creme angewendet?


Die Anwendung der anästhesierenden Salbe hängt vom konkreten Einsatzort ab. Bei der Anwendung auf der Haut ist zu beachten, dass das Medikament etwa eine Stunde vor dem Eingriff aufgetragen werden muss. Die volle Wirkung an der behandelten Stelle wird erst nach dieser Einwirkdauer erreicht. Emla Creme sollte nicht mehr als fünf Stunden einwirken – danach kehrt die Schmerzempfindlichkeit langsam wieder, auch wenn die Creme weiterhin auf der Haut verbleibt. Aufgrund der langen Einwirkzeit von Emla Creme müssen Sie die Salbe vor einem Eingriff eventuell bereits zu Hause auftragen. Ihr Arzt wird Sie diesbezüglich beraten.

Um eine optimale Wirkung zu erzielen, wird die Salbe in einer dicken Schicht auf die zu behandelnden Bereiche der Haut aufgetragen und während der Einwirkdauer von einer Stunde mit einem sogenannten Okklusivverband versiegelt. Dafür wird ein Tegaderm Pflaster ausreichender Größe so über die Stelle geklebt, dass keine Creme nach außen dringen kann. Vor dem geplanten Eingriff wird das Pflaster abgenommen und die noch verbliebene Salbe entfernt. Die Haut an dieser Stelle bleibt danach noch etwa eine Stunde lang betäubt.
Bei der Anwendung auf der genitalen Schleimhaut beträgt die Einwirkdauer nur fünf bis zehn Minuten. Ein Okklusivverband erübrigt sich hier. Die geplante Behandlung sollte sofort nach dem Ende der Einwirkzeit beginnen.

Emla Creme bei Ejaculatio praecox


Männer, die unter vorzeitiger Ejakulation leiden, können durch das Auftragen von Emla Creme die Empfindlichkeit des Penis herabsetzen und so ihren Höhepunkt hinauszögern. Die Creme wird 5 bis 20 Minuten (die individuell benötigte Einwirkdauer kann innerhalb dieser Zeitspanne variieren) vor dem Geschlechtsverkehr dünn auf die Eichel, eventuell auch noch auf den äußersten Teil des Penisschafts aufgebracht. Bei der Anwendung von Emla gegen vorzeitigen Samenerguss muss ein Kondom benutzt werden – alternativ wird die Creme nach der Einwirkzeit gründlich abgewaschen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass auch die genitalen Schleimhäute der Partnerin betäubt werden.

In Fachblättern veröffentlichte medizinische Studien bescheinigen dem Arzneimittel eine deutliche Wirkung bei der Verlängerung der Zeit vom Eindringen in die Vagina bis zur Ejakulation. Durchschnittlich konnte die Zeit bis zum Samenerguss von unter 1,5 Minuten durch Anwendung von Emla Creme auf 9-12 Minuten verlängert werden.

Welche Nebenwirkungen und Wechselwirkungen treten mit Emla Creme auf?


Bei der Anwendung von Emla auf Haut und Schleimhaut treten als Nebenwirkungen während der Einwirkdauer relativ häufig vorübergehende lokale Reaktionen auf, die von Rötungen oder Blässe über durch den Okklusivverband verursachte Schwellungen bis hin zu leichtem Brennen oder Jucken reichen können. Selten kommt es zu allergischen Reaktionen. Wird Emla Creme auf von Neurodermitis betroffener und geschädigter Haut angewendet, treten die genannten Überempfindlichkeitsreaktionen häufiger auf. Auch kann es hier bei regelmäßiger Anwendung zu Läsionen (Hauteinrissen und anderen Hautschäden) kommen.

Emla Creme sollte in der Nähe der Augen nur mit äußerster Vorsicht angewendet werden, da das Arzneimittel die Hornhaut des Auges reizt.

Gibt es noch Alternativen?


Ein ähnliches Medikament, das die Haut betäubt ist Lidocain. Dies wird auch als Creme auf das männliche Glied aufgetragen und macht die Haut unempfindlicher. Als Alternative zur Emla Creme ist zum Beispiel auch das Medikament Priligy geeignet. Es wird in Tablettenform eingenommen. Wenn weder Cremes noch Tabletten etwas für Sie sind können Sie es auch mit Xylocain probieren. Dieses Medikament ist als Spray erhältlich und enthält ebenfalls den Wirkstoff Lidocain.

Quellen
[1] Medikament information Emla Creme
[2] Vorzeitiger Samenerguss de.Wikipedia.org
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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage oder fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.