Transgender-Therapie

Transgender-Therapie

Transsexuelle sind Menschen, die das Gefühl haben, im falschen Körper geboren zu sein. Sie kamen als Junge zur Welt, fühlen sich aber wie ein Mädchen, oder umgekehrt. Dieser Gefühlszustand wird auch als Geschlechtsidentitätsstörung (GIS) oder Gender-Dysphorie genannt. Für viele transsexuelle Menschen reicht es nicht aus, sich wie das andere Geschlecht anzuziehen und zu verhalten. Oft sehnen sich diese Menschen auch nach den körperlichen Merkmalen des anderen Geschlechts. Diese können mit Hilfe einer Transgender-Therapie (Hormontherapie) und letztlich einer Geschlechtsumwandlung erreicht werden.

Medikamente bei einer Transgender-Therapie
Bei einer Transgender-Therapie wird in den natürlichen Hormonhaushalt des Körpers eingegriffen. Einer Frau, welche gern zum Mann werden möchte werden unter anderem männliche Geschlechtshormone (Testosteron) verabreicht. Diese Medikamente bewirken, dass die sekundären weiblichen Geschlechtsmerkmale (Brustformung, Menstruation, hohe Stimme) unterdrückt werden und stattdessen eine stärkere Ausprägung der männlichen sekundären Geschlechtshormone (Bartwuchs, Vergrößerung des Adamsapfels, tiefere Stimme) erfolgt. Eine Umwandlung vom Mann zur Frau geschieht durch die Gabe weiblicher Geschlechtshormone (Östrogene), sodass der Körper eine weibliche Gestalt annimmt.

Hormonelle Medikamentengabe ist – im Anschluss an einige psychologische Untersuchungen – der erste Schritt im körperlichen Veränderungsprozess von transsexuellen Menschen. Der finale Schritt ist dann eine Geschlechtsoperation. Transsexuelle Kinder bekommen Geschlechtshormone übrigens erst ab ihrem 16. Lebensjahr verschrieben. Diese Medikamente müssen dann für den Rest des Lebens eingenommen werden.

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