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ADS Symptome

ypische Symptome von ADS sind Vergesslichkeit, bei weniger interessanten Aufgaben schnell die Aufmerksamkeit verlieren und chaotisch sein. Menschen mit ADS werden durch ihre Umgebung auch häufig als verträumt, ruhig, schüchtern und nachdenklich beschrieben.

Symptome von ADS werden häufig übersehen

Weil die Symptome häufig nicht als störend empfunden werden, wird ADS in vielen Fällen nicht diagnostiziert. Es ist jedoch wichtig, die Symptome der Krankheit so schnell wie möglich zu erkennen. Das Risiko ist nämlich groß, dass Betroffene hierunter leiden und nicht gut im Arbeitsleben teilhaben können. Wenn es nicht frühzeitig (in den Kinderjahren) behandelt wird, ist das Risiko groß, dass Fähigkeiten nicht gut entwickelt werden und ein negatives Selbstbild entsteht.

ADS: eine Variante von ADHS

ADS ist eine Form von ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung). Der Unterschied zwischen den beiden ist, dass man bei ADS von einer Aufmerksamkeitsstörung spricht, während Menschen mit ADHS gleichzeitig ein hyperaktives und impulsives Verhalten aufweisen. ADS wird auch ADHS Typ 1 genannt und die betroffenen Menschen werden häufig als „unaufmerksame Typen“ bezeichnet.

Was ist die Ursache?

Die Ursache liegt wie bei ADHS vermutlich im Gehirn. Wahrscheinlich tritt hier eine neurobiologische Störung auf, bei der „Kommunikationsprobleme“ zwischen verschiedenen Gebieten im Gehirn entstehen. Bei dieser Kommunikation spielen „Neurotransmitter“ (bestimmte Signalstoffe) eine wichtige Schlüsselrolle. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei AD(H)S-Patienten im vordersten Teil des Gehirns weniger Neurotransmitter (Noradrenalin und Dopamin) vorkommen. Diese Region ist bei vielen Aufgaben betroffen, bei denen AD(H)S-Patienten Probleme haben. Denken Sie hierbei beispielsweise an das Planen, Organisieren und langanhaltende Konzentration. Häufig sprechen Wissenschaftler von einer erblichen Anlage. Untersuchungen zeigten, dass Kinder mit einem Elternteil mit AD(H)S zwei bis achtmal so häufig selbst an der Störung leiden als Kinder, deren Eltern gesund sind.

Umgebungsfaktoren

Umgebungsfaktoren können bei der Entstehung eine Rolle spielen oder die Symptome verstärken. Beispiele von Umgebungsfaktoren sind:

  1. Eine chaotische Erziehungssituation;
  2. Beziehungsprobleme zwischen den Eltern;
  3. Mobbing;
  4. Ernährung – Es scheint, als ob eine Ernährung, die viele Farbstoffe und Zucker enthält, ADS verursachen kann;
  5. Pränatale Konfrontation mit Schadstoffen, beispielsweise durch das Rauchen, durch Drogen- und Alkoholkonsum oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente (Antidepressiva) während der Schwangerschaft.

ADS Merkmale

Merkmale sind im Allgemeinen Symptome, die durch Konzentrationsprobleme entstehen. Welche Beschwerden bei einem Patienten genau entstehen, hängt von vielen Faktoren ab. Wie Sie gerade gelesen haben, spielen Umgebungsfaktoren immer eine wichtige Rolle in der Entstehung von ADS und bestimmen teilweise auch den Grad der Symptome. Diese Einflüsse sind jedoch bei jedem Patienten unterschiedlich.

Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen

ADS äußerst sich außerdem bei Kindern anders als bei Erwachsenen. Dies kommt vor allem daher, dass Erwachsene mit ADS häufig „Tricks“ gefunden haben, mit ihren Symptomen so gut wie möglich umzugehen. Aufmerksamkeitsmangel bei Kindern fällt aus diesem Grund auch mehr auf, weil sie Probleme haben am Ball zu bleiben und im Unterricht aufzupassen, wodurch ihre Noten häufig unter dem Durchschnitt liegen. Viele Erwachsene haben gelernt, wie sie ihren Fokus halten können, beispielsweise indem sie mit strikten Deadlines arbeiten. Aus diesem Grund zählen wir Ihnen die Symptome der Krankheit getrennt für Kinder und Erwachsene auf.

Die Symptome bei Kindern

Betroffene Kinder haben Probleme sich zu konzentrieren, sind schnell abgelenkt und können Ihre Aufmerksamkeit nur schwer auf eine Aufgabe richten. Auch das Lernen von automatischen, täglichen Aufgaben (beispielsweise waschen, anziehen, essen, Tasche einpacken etc.) bereitet ihnen Mühe. Sie sind häufig still und verträumt und haben ein langsames Lerntempo. Wenn etwas sie wirklich interessiert, können sie häufig doch alle Aufmerksamkeit darauf richten. Durch ihr zurückgezogenes Verhalten haben sie jedoch oft nur wenige Freunde.

ADS Symptome laut DSM

Hierunter finden Sie eine Liste mit ADS-Symptomen laut DSM. Dies ist der internationale Leitfaden für psychiatrische Störungen. Wenn das Verhalten von einem Kind mindestens ein halbes Jahr sechs dieser neun Symptome aufweist, ist dies ein wichtiges Indiz, dass tatsächlich ADS vorliegt:

  1. Schnell abgelenkt sein durch äußere Reize;
  2. Probleme, die Aufmerksamkeit auf eine Aufgabe zu richten;
  3. Wenig Aufmerksamkeit für Details, viele achtlose Fehler;
  4. Das Kind scheint häufig nicht zuzuhören, wenn es direkt angesprochen wird;
  5. Das Kind rundet Aufgaben oft nicht ab. Anweisungen werden ignoriert;
  6. Probleme, Aktivitäten zu organisieren;
  7. Das Kind meidet Aufgaben, die viel Aufmerksamkeit bedürfen;
  8. Vergesslichkeit;
  9. Das Kind verlegt häufig Spielsachen.

Die Symptome bei Erwachsenen

ADS kann nicht im höheren Alter entstehen. Wenn ein Erwachsener vermutet ADS zu haben, dann müssen die Symptome bereits im Kindesalter aufgetreten sein. Im Laufe der Jahre wird er/sie wahrscheinlich verschiedene Tricks entwickelt haben, um mit seinen/ihren Aufmerksamkeitsproblemen umzugehen. So wird er/sie höchstwahrscheinlich einen Beruf ausüben, bei dem das Verhalten weniger störend oder sogar zugutekommend ist. Kreativität und das „Out of the Box“-Denken sind Vorteile von ADS, die bei bestimmten Berufen sehr gefragt sind.

Hierunter finden Sie eine Liste mit möglichen ADS-Symptomen bei Erwachsenen:

  1. Chaotisch;
  2. Vergesslich;
  3. Leicht abgelenkt;
  4. Kreatives Denken;
  5. Perfektionistisch;
  6. Bei Interesse Hyperfokus haben (in etwas völlig aufgehen);
  7. Unangenehme Aufgaben gerne aufschieben;
  8. Häufig zu spät kommen;
  9. Schnell gelangweilt;
  10. Depressiv;
  11. Stimmungsschwankungen;
  12. Ängste;
  13. Negatives Selbstbild;
  14. Neigung zur Abhängigkeit;
  15. Beziehungsprobleme;
  16. Probleme bei der Berufssuche.

Die Diagnose und Behandlung

Ausschließlich ein Mediziner kann mit Sicherheit feststellen, ob Ihre Vermutung, dass Sie oder Ihr Kind ADS hat, tatsächlich stimmt oder nicht. Andere psychische Krankheiten haben nämlich ähnliche Symptome. Die Untersuchung durch den Arzt wird unter anderem aus Gesprächen, einer körperlichen Untersuchung und aus Fragebögen bestehen.

Wenn die Diagnose ADS gestellt wurde, wird ein individueller Behandlungsplan aufgestellt. Dieser Plan kann unter anderem aus Aufklärung, Medikamenten und einer Verhaltenstherapie bestehen. Auch Erwachsene können mit einer Behandlung noch viel Erfolg haben. Diese kann ihre Arbeits- und Lernerfolge steigern. Dies kommt daher, dass sie lernen, ihre Probleme (jetzt und in der Vergangenheit) in der richtigen Perspektive zu sehen.