8 mögliche Ursachen für eine Erektionsstörung

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    Was ist eine Erektionsstörung?

    Eine Erektionsstörung liegt vor, wenn ein Mann Schwierigkeiten hat, eine Erektion zu bekommen oder zu halten. Und das passiert jedem schon mal. In der Regel besteht kein Grund zur Panik und lösen sich die Probleme von selbst.

    Erektionsschwierigkeiten können in jedem Alter auftreten, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Erektionsstörung mit dem Alter zunimmt.

    Eine Erektionsstörung kann in jedem Alter auftreten

    Es passiert jedem Mann schon mal: Das beste Stück will nicht recht. Der Grund ist meistens ein vorübergehendes Problem, wie z. B. übermäßiger Alkoholgenuss. Auch Übermüdung kann dazu führen, dass es im Bett einfach nicht klappen will. Kein Problem: In den meisten Fällen kommt die Erektionsfähigkeit wieder in Gang.

    Manchmal allerdings halten die Beschwerden an, und das kann einem befriedigenden Sexualleben im Wege stehen. In diesem Fall liegt tatsächlich ein Erektionsproblem vor. Bei der Entwicklung einer Erektionsstörung können mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Einer davon ist das Lebensalter. Es gibt jedoch noch weitere psychische und körperliche Probleme, die – auch in jungen Jahren – zu Impotenz führen können.

    Ist die Wahrscheinlichkeit von Erektionsproblemen ab 50 größer?

    Es ist also ein Mythos, dass eine Erektionsstörung altersbedingt ist. Allerdings stimmt es, dass Erektionsschwierigkeiten mit zunehmendem Alter häufiger auftreten. Logisch eigentlich: Der Körper altert und damit gestalten sich alle möglichen körperlichen Vorgänge schwieriger. Auch die Erektion.

    Dies liegt vor allem daran, dass die Blutgefäße im Alter ihre Elastizität verlieren, z. B. aufgrund von Arteriosklerose oder Diabetes.

    Blutgefäße und Erektion – wie hängt das zusammen?

    Wenn es um die Erektion geht, spielt die Blutversorgung des männlichen Glieds eine wichtige Rolle. Bei sexueller Stimulation erweitern sich die Blutgefäße im Penis. Das zusätzlich einströmende Blut wird zu den Schwellkörpern gepumpt, sodass der Penis anschwillt und steif wird. Und vorübergehend wird das Blut auch nicht mehr abtransportiert, sodass die Erektion für die Dauer der sexuellen Stimulation anhält.

    Haben jedoch die Blutgefäße an Elastizität eingebüßt, können sie sich nicht so gut erweitern und gelangt weniger Blut zum Penis. Dieser wird unzureichend steif und richtet sich weniger oder gar nicht auf. Auch fließt das Blut schneller wieder aus den Schwellkörpern ab, sodass die Erektion schneller abklingt.

    Körperliche Ursachen für eine Erektionsstörung

    Eine verminderte Blutzufuhr gehört zu den Hauptursachen von Impotenz. Es gibt allerdings noch weitere körperliche Ursachen für Erektionsstörungen. Hier die wichtigsten:

    1. Arteriosklerose
      Aufgrund der Verengung der Blutgefäße wird zu wenig Blut zum Penis gepumpt, um eine Erektion zu ermöglichen.
    2. Hoher Cholesterinspiegel/Bluthochdruck
      Diese Erkrankungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer Arteriosklerose.
    3. Diabetes
      Zuckerkrankheit verringert die Elastizität der Blutgefäße. Auch besteht die Gefahr, dass die an der Erektion beteiligten Nervenbahnen geschädigt werden.
    4. Verminderte Testosteronproduktion
      Ein Mangel an Testosteron senkt das Verlangen nach Sex. Und mit zunehmendem Alter nimmt die Testosteronproduktion ab.
    5. Schilddrüsenunterfunktion
      Auch diese Gesundheitsstörung kann zu einer verminderten Libido führen.
    6. Adipositas
      Bei starkem Übergewicht (BMI über 30) ist die Wahrscheinlichkeit von Erektionsproblemen viermal höher als bei normalgewichtigen Männern.
    7. Rauchen, Alkohol- oder Drogenkonsum
      Langfristig können Rauchen, Alkohol und Drogen die Blutgefäße schädigen und die Erektionsfähigkeit verringern. Außerdem können Drogen und Alkohol das Verlangen nach Sex dämpfen.
    8. Medikamente
      Zu den Arzneimitteln, die Erektionsschwierigkeiten verursachen können, gehören Antidepressiva und Betablocker.

    Körperliche Leiden treten bei älteren Menschen nun einmal häufiger auf. Das erklärt, warum das Lebensalter bei der erektilen Dysfunktion eine wichtige Rolle spielt.

    Das Durchschnittsalter bei Erektionsstörungen

    Selbstverständlich kann man auch nach dem 50. Geburtstag noch eine Erektion bekommen. Erektionsstörungen entwickeln sich ganz allmählich. Viagra-Hersteller Pfizer nennt folgende Zahlen zum Durchschnittsalter von Männern mit Erektionsstörungen:

    • Alter 20 bis 40 Jahre: 5 % der Männer haben eine Erektionsstörung.
    • Alter 40 bis 70 Jahre: 14 % der Männer haben eine Erektionsstörung.
    • Alter 70 bis 80 Jahre: 42 % der Männer haben eine Erektionsstörung.

    Das Durchschnittsalter für Erektionsstörungen ist also recht hoch.

    Unter 50 und Erektionsschwierigkeiten?

    Erektionsschwierigkeiten in jungen Jahren haben häufig andere Ursachen. Natürlich kommt es vor, dass ein 20- oder 30-Jähriger aufgrund körperlicher Störungen keine Erektion bekommt. Oft spielen allerdings auch psychische Faktoren eine Rolle. Hier die wichtigsten:

    • Leistungsdruck
    • Versagensangst
    • Unsicherheit über den eigenen Körper im Allgemeinen oder den Penis im Besonderen
    • Kommunikationsprobleme mit der Partnerin bzw. dem Partner, oder Beziehungsprobleme
    • Erziehung – wenn Sex im Elternhaus als „schlecht“ oder „schmutzig“ galt
    • falsche Vorstellungen – etwa dass ein Mann immer „kann“ und dass zum Sex ein Koitus gehört
    • Depression oder Burnout

    Ist die Behandlung der Erektionsstörung altersabhängig?

    Erektionsstörungen kommen häufig vor. Und man kann viel dagegen tun, egal ob man jung oder alt ist. Ein Besuch beim Hausarzt ist immer empfehlenswert. Ihr Arzt kann die Ursache Ihrer Erektionsschwierigkeiten feststellen und Sie ggf. an einen Spezialisten überweisen (z. B. einen Urologen, einen Psychologen oder einen Sexualtherapeuten).

    Auch können Ärzte Potenzmittel verschreiben – selbst für jüngere Betroffene. Erektionspillen beseitigen zwar nicht die Ursache der Impotenz, können jedoch (zeitweise) die Erektionsfähigkeit wiederherstellen, sodass Sexualverkehr wieder möglich ist.

    Kann man einer Erektionsstörung entgegenwirken?

    Natürlich: Vorbeugen ist besser als heilen. Mit der richtigen Lebensweise können Sie viel zur Vorbeugung von Erektionsschwierigkeiten tun. Gesunde Ernährung, mehr Bewegung, ausreichend Schlaf und Entspannung sind wichtig.

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