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Bluthochdruck und Viagra

Letzte Aktualisierung:

Kann Viagra in Verbindung mit blutdrucksenkenden Mitteln eingenommen werden?

Ja, Viagra kann im Allgemeinen in Verbindung mit Mitteln gegen Bluthochdruck eingenommen werden. Viagra darf jedoch NICHT zusammen mit blutdrucksenkenden Nitraten eingenommen werden. Die Kombination von Nitraten und Sildenafil (dem Wirkstoff in Viagra) kann einen plötzlichen, gefährlichen Blutdruckabfall verursachen. Auch die Sexdroge „Poppers“ enthält Nitrate. Diese Verbindung kann darum ernste Gesundheitsrisiken mit sich bringen.

In Verbindung mit welchen anderen Medikamenten kann Viagra gefährlich sein?

Die Einnahme von Viagra in Verbindung mit bestimmten anderen Medikamenten kann ernste Nebenwirkungen verursachen. Hier finden Sie eine Liste mit Stoffen in Arzneimitteln, die in Kombination mit Viagra Gesundheitsrisiken mit sich bringen können. In der Packungsbeilage Ihrer Medikamente können Sie nachschauen, ob diese Stoffe in den Arzneimitteln enthalten sind. Diese Information finden Sie unter der Rubrik „Zusammensetzung“.

  • Medikamente mit Nitraten:
    Beispiele dazu: gefäßerweiternde Mittel mit Nitroglycerin, Isosorbidenitrat und Isosorbidemononitrat. Eine Kombination mit diesen Mitteln birgt ernste Gesundheitsrisiken;
  • Bosentan:
    Ein Wirkstoff zur Behandlung der pulmonalen arteriellen Hypertonie. Es kann zu verstärktem Auftreten der Nebenwirkungen von Bosentan kommen;
  • Medikamente gegen Prostatavergrößerung mit folgenden Wirkstoffen: Alfuzosin, Doxazosin und Terazosin. Es besteht die Gefahr eines gefährlichen Blutdruckabfalls.
  • Bestimmte Medikamente gegen HIV:
    Atanazavir, Darunavir, Fosamprenavir, Indinavir, Lopinavir, Nelfinavir, Ritonavir, Saquinavir und Tipranavir. Der Sildenafilspiegel im Blut kann dadurch ansteigen. Diese Wechselwirkung kann auch mit den Wirkstoffen Mittel Telaprvir und Boceprevir in Medikamenten gegen Hepatitis C auftreten. Für Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie ist der gleichzeitige Gebrauch von diesen Mitteln und Viagra daher sehr gefährlich;
  • Die Antibiotika Ciprofloxacin, Clarithromycin und Erythromycin:
    Der Sildenafil-Spiegel kann dadurch ansteigen und die Nebenwirkungen verstärken. Dasselbe gilt für die Antimykotika Itraconazol, Ketoconazol und Voriconazol und das Magenschutzmittel Cimetidin. Sind Sie unsicher, ob die Wechselwirkung zwischen Viagra und einem der genannten Mittel in Ihrem Fall von Bedeutung ist? Konsultieren Sie in diesem Fall Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin.

Weitere Kontraindikationen

Nehmen Sie kein Viagra ein, wenn Sie:

  • Allergisch auf einen der Stoffe reagieren, die in Viagra enthalten sind:
    Dazu gehören: Sildenafil, mikrokristalline Cellulose, wasserfreier Calciumphosphat-Wasserstoff, Croscarmellose-Natrium, Magnesiumstearat, Hypromellose, Titandioxid (E171), Lactose-Monohydrat, Triacetin, Indikogarmin (E132) Aluminium Lake;
  • Ernste Herz- oder Leberprobleme haben;
  • Einen niedrigen Blutdruck haben;
  • Vor kurzem einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben;
  • Retinitis pigmentosa (eine seltene erbliche Augenerkrankung) haben;
  • Jemals als Folge von NAION (nichtarteriitischer anteriorer ischämischer Optikusneuropathie) einen Teil Ihres Sehvermögens verloren haben.

Viagra ist ausschließlich mit einem Rezept erhältlich

Sicher ist Ihnen bewusst, dass Viagra nicht für jeden geeignet ist. In Verbindung mit bestimmten Medikamenten und Krankheiten darf dieses Erektionsmittel nicht angewendet werden. Deshalb ist Viagra auch rezeptpflichtig. Sie können das Medikament über Ihren Hausarzt/Ihre Hausärztin verschrieben beziehen oder online bestellen. In diesem Fall ist jedoch besondere Vorsicht geboten. Es gibt nämlich viele unseriöse Websites, die nicht Original-Viagra verkaufen. Vergewissern Sie sich deshalb vor dem Bestellen unbedingt, dass der Anbieter seriös und vertrauenswürdig ist, besonders wenn Viagra „ohne Rezept“ angeboten wird.

Wirkt Viagra immer und bei jedermann?

Nein, Viagra wirkt nicht immer und auch nicht bei jedermann. Viagra hat keine positive Wirkung auf die Sexualität von Frauen. Viagra ist ausschließlich für Männer mit Erektionsstörungen geeignet. Hierunter versteht man Männer, die keine Erektion bekommen oder diese nicht lange genug aufrechterhalten können, um befriedigenden Geschlechtsverkehr zu haben. Viagra wirkt nur, wenn der Mann sexuell erregt wird. Es entsteht also nicht automatisch eine Erektion. Viagra ist ebenso kein lust- oder potenzsteigerndes Arzneimittel.

Viagra wirkt bei 4 von 5 Männern

Im Durchschnitt hat Viagra bei 4 von 5 Männern den gewünschten Effekt. Warum das Mittel bei manchen Männern nicht wirkt, ist leider nicht bekannt. Wenn Sie Viagra zum ersten Mal einnehmen, kann Viagra möglicherweise nicht direkt seine ganze Wirkung entfalten und demnach keine harte Erektion entstehen. Dies ist oft auf Stress oder Versagensangst zurückzuführen, die als Folge dieser neuen Herangehensweise an die Erektionsprobleme aufkommen. Sie müssen Viagra aus diesem Grund öfter einnehmen, um festzustellen, wie das Mittel bei Ihnen wirkt.

Die Wirkung hängt auch von der Dosierung ab

Die Wirkung von Viagra hängt auch von der Dosierung ab, die Sie einnehmen. Die gebräuchliche Anfangsdosis ist eine Tablette à 50 mg. Wenn die gewünschte Wirkung zwar eintritt, jedoh mit Nebenwirkungen verbunden ist, kann stattdessen eine Tablette à 25 mg verschrieben werden. Wenn die 50 mg Tablette dagegen nicht ausreichend wirkt, ist möglicherweise die Tablette à 100 besser für Sie geeignet. Überschreiten Sie bei der Einnahme von Viagra nie die vorgeschriebene Tagesdosierung!

Beginn und Dauer der Wirkung

Im Durchschnitt beginnt Viagra nach etwa 25 Minuten zu wirken. Dann ist die Erektion steif genug zur Penetration. Die genaue Dauer bis zum Eintreten der Wirkung ist jedoch bei jedem Mann unterschiedlich. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigten einen Beginn der Wirkung nach 12 bis 37 Minuten. Infolge der individuellen Unterschiede empfehlen wir Ihnen jedoch trotzdem, die Viagra Tablette bereits eine Stunde vor dem gewünschten Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs einzunehmen. Die Wirkung von Viagra hält etwa vier bis fünf Stunden an.

Negative Faktoren

Faktoren wie z.B. schwere Mahlzeiten oder Alkoholkonsum können unter Umständen zur Folge haben, dass es länger dauert, bis Viagra seine Wirkung entfalten kann. Wenn Sie zu viel Alkohol konsumiert haben, kann dies die Wirkung von Viagra größtenteils oder sogar völlig zunichtemachen. Um eine optimale Wirkung des Erektionsmittels zu erzielen, empfehlen wir Ihnen deshalb, vor der Einnahme nicht zu viel zu essen und am besten keinen Alkohol zu trinken.

Wann wirkt Viagra nicht?

Viagra wirkt nicht bei Männern, die physisch nicht mehr dazu in der Lage sind, eine Erektion zu bekommen. Dies kann zum Beispiel bei Nervenschäden infolge von Operation der Fall sein. Hierum müssen Sie sich jedoch keine Sorgen machen, wenn Sie immer noch eine so genannte „Morgenlatte“ oder nächtliche Erektionen bekommen oder wenn Ihr Penis durch Masturbation noch steif wird.

Versagensangst und Leistungsanforderungen

Außerdem können sexologische Faktoren wie Versagensangst oder Leistungsanforderungen im Bett einen negativen Einfluss auf die Wirkung von Viagra haben. Wenn diese Faktoren bei Ihnen eine Rolle spielen, dann kann eine Therapie mit einem Sexologen sicherlich helfen. Solche Behandlungen bestehen aus Übungen, die darauf gerichtet sind, sexuell einschränkende Gedanken zu überwinden. Sie packen so die Ursache Ihrer Erektionsstörungen an der Wurzel an. Hier erfahren Sie mehr zu allen verfügbaren medizinischen Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen.

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