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Corona und Asthma: Das wissen wir bisher

Letzte Aktualisierung:

Europaweit sinkt die Zahl der Coronavirus-Infektionen. Langsam finden wir in ein „normales“ Leben zurück. Viele Patienten mit Asthma bleiben jedoch auf der Hut. Ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie Corona bekommen? Ist eine Infektion für Sie riskanter? Und wie können Sie einer Infektion möglichst vorbeugen? Dies vorab: Es sieht gar nicht so schlecht aus.

Was ist Asthma?

Sowohl Corona (COVID-19) als auch Asthma haben es auf die Lunge abgesehen. Asthma ist eine vorübergehende oder auch dauerhafte (chronische) Lungenerkrankung, bei der die Lunge verstärkt auf Außenreize wie Rauch, kalte Luft, Parfüm und Tierhaare reagiert. Dadurch verengen sich die Atemwege. Es bildet sich mehr Schleim, was u. a. zu Atemnot, Husten, Abgeschlagenheit und selbst zu einem starken Engegefühl in der Brust führen kann. Glücklicherweise gibt es verschiedene Behandlungen, um die Beschwerden abzumildern oder sogar Anfällen entgegenzuwirken.

Was ist Corona (COVID-19)?

Das Coronavirus (SARS-CoV-2) kann die Krankheit COVID-19 („Corona“) verursachen. Oft bleibt es bei erkältungsähnlichen Symptomen; bei anderen Patienten jedoch führen Atemwegsbeschwerden und Fieber zu schwerer Luftnot. Das Coronavirus ist ansteckend und verbreitet sich hauptsächlich über kleine Tröpfchen in der Luft. In diesem Fall erfolgt die Infektion über das Einatmen, doch auch eine Ansteckung über die Hände ist möglich. Die geltenden Hygieneregeln bieten hier einen gewissen Schutz.

Höheres Coronarisiko bei Asthma?

Asthmapatienten gehören zur Risikogruppe, da eine Infektion der oberen Atemwege Asthmabeschwerden hervorrufen oder verschlimmern kann. Da ist es verständlich, dass Betroffene wissen möchten, ob sie sich schneller mit dem Coronavirus anstecken. Glücklicherweise liegen den Medizinern mittlerweile mehr Informationen über das Virus vor. Und es gibt sogar eine vorsichtig positive Nachricht: Das Risiko von Asthmapatienten auf eine Corona-Infektion scheint nicht größer zu sein als das von Menschen ohne Grunderkrankung.

Ist Corona für Asthmatiker gefährlicher?

Angenommen, Sie erkranken an Corona: Ist für Sie als Asthmapatient ein schwerer Verlauf wahrscheinlicher? Noch liegen keine Forschungsergebnisse vor, doch bisher scheinen COVID-19 und Asthma keine gefährliche Kombination zu sein. Während einfache Erkältungen oder Grippe-Erkrankungen oft mit einem verstärkten Engegefühl in der Brust einhergehen, ist dies bei COVID-19 meist nicht der Fall. Nach Meinung der Lungenärzte stellt das Virus für die Lungen keinen Reiz dar, der einen Asthmaanfall auslösen kann. Und das ist ein beruhigender Gedanke ...

Wenige Asthmapatienten mit COVID-19 im Krankenhaus

Wie Lungenärzte festgestellt haben, werden relativ wenige Asthmapatienten nach einer Corona-Infektion ins Krankenhaus eingewiesen. Exakte Zahlen liegen noch nicht vor, aber es gibt drei mögliche Ursachen:

Einhaltung der Hygienemaßnahmen

Das Corona-Virus hat eine Vorliebe für krankheitsanfällige Personen. Asthmapatienten wissen das und halten sich sorgfältig an die Schutz- und Hygienemaßnahmen. Auf diese Weise bleibt das Virus auf Distanz.

Schützender Inhalator

Die wissenschaftliche Unterbauung muss noch folgen, aber eine mögliche Erklärung könnte der Inhalator sein, den viele Asthmatiker verwenden. Ein Inhalator enthält oft Steroide: Entzündungshemmer, die den Anwender möglicherweise weniger anfällig für das Coronavirus machen.

Anderes Immunsystem

Die Forschung ist noch im Gange, doch einiges weist darauf hin, dass Asthmatiker ein anderes Immunsystem haben. Das Virus scheint sich bei dieser Personengruppe nicht so schnell an die Bronchialschleimhaut zu heften. Das macht Menschen mit Asthma möglicherweise weniger anfällig.

Gesundheitsbeschwerden nach Corona

Oft treten nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung noch Beschwerden auf. Welche dies sind und wie lange sie andauern, ist von Person zu Person verschieden. Auch bei den Asthmatikern gibt es hier Unterschiede. Am häufigsten wird von Atemnot, Abgeschlagenheit sowie Konzentrations- und Schlafproblemen berichtet. Nach erfolgreicher Genesung werden diese Beschwerden oft als Rückschlag empfunden. Finden Sie sich nicht damit ab, sondern lassen Sie sich ärztlich beraten.

Sorgen Sie gut für sich selbst

Wenn Sie Asthma haben, gibt es mehrere Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern und ihnen vorzubeugen. So halten Sie das Asthma unter Kontrolle und verringern Sie die Wahrscheinlichkeit einer Corona-Infektion.

  1. Halten Sie sich an die Hygieneregeln: Abstand, Hände waschen, nicht ins Gesicht fassen und nach Möglichkeit eine Maske tragen.
  2. Verwenden Sie Ihre Asthma-Medikamente genau so, wie verordnet, ganz gleich, ob es um ein Inhalationsmedikament, um Tabletten oder beides geht. Einige Beispiele:
    • Atemwegserweiterer wie Ventolin und Atrovent entspannen die Atemwegsmuskulatur und bewirken, dass diese sich weiter öffnet. Dadurch können Sie wieder leichter atmen.
    • Medikamente wie u. a. Pulmicort und Symbicort gehören zu den Entzündungshemmern. Weniger Entzündung, das bedeutet: weniger Schleim, Schwellungen und Atemwegsverengung. Das wiederum erleichtert das Atmen.
    • Medikamente zum Schutz der Atemwege, z. B. Bricanyl und Qvar, enthalten Nebennierenrindenhormone und machen die Atemwege weniger empfindlich für Reize. Diese inhalativen Medikamente werden in der Regel täglich verwendet, um Asthmaanfällen entgegenzuwirken.
  3. Achten Sie auf sich und bleiben Sie fit. Treiben Sie Sport – zu Hause oder an der frischen Luft. Das stärkt Ihr Immunsystem!
  4. Lernen Sie, die Reize zu erkennen, die Asthmaanfälle auslösen. So können Sie schnell reagieren und Beschwerden vorbeugen.
  5. Rauchen Sie noch? Rauchen kann Asthmaanfälle auslösen und die Wirkung einiger Asthmapräparate herabsetzen. Lassen Sie sich beim Aufhören helfen.

Bleiben Sie vor allem vorsichtig. Bei Unsicherheit oder Fragen finden Sie hier weitere Informationen. Auch ist es immer empfehlenswert, mit anderen über eventuelle Sorgen zu sprechen.

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Quellen

Allgemeine Fragen zu Corona | Lungenfonds. (2020, 14. Oktober). www.longenfonds.nl. Https://www.longfonds.nl/corona/vragen-over-corona/algemeen#:%7e:text=ff%3a%20’Nee%2C%20onderzoek%20laat,hebben%20met%20een%20ernstiger%20beloop.

Ich habe Asthma; muss ich auch einen Mundschutz tragen? (2020, 09. Oktober). RTL Nieuws. https://www.rtlnieuws.nl/nieuws/nederland/artikel/5189340/coronavirus-mondkapjesplicht-mondkapje-astma-benauwdheid

Erstaunlich wenige Asthmapatienten mit Corona auf der Intensivstation: „Weniger als man erwarten würde.“ (2020, 30. Oktober). RTL Nieuws. https://www.rtlnieuws.nl/nieuws/nederland/artikel/5193704/corona-astma-covid-19-risicopatienten-rivm-longartsen

Risikogruppen und COVID-19. (2021, 04. Februar). RIVM. https://www.rivm.nl/coronavirus-covid-19/risicogroepen

Was Menschen mit Asthma und COPD über das Coronavirus wissen müssen. (2021, 03. April). Wehale.Life. https://www.wehale.life/nl/feiten/wat-mensen-met-astma-en-copd-moeten-weten-over-het-coronavirus/

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