Erektionsstörungen im Alter

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    Jeder Mann leidet gelegentlich an Erektionsstörungen, mit 20, 25, 30 oder 50. Häufig ist das kein Grund für Panik und die Schwierigkeiten verschwinden von selbst. Erektionsprobleme kommen in jedem Alter vor, auch wenn das Risiko von Erektionsstörungen mit zunehmendem Alter des Manns steigt.

    Eine Erektionsstörung kann in jedem Alter auftreten.

    Jeder erwachsene Mann leidet gelegentlich unter einem schlaffen Penis. Meist ist das Problem von kurzer Dauer, beispielsweise bei übermäßigem Alkoholkonsum. Aber auch Übermüdung kann ein Grund dafür sein, dass es im Bett nicht so recht klappen will. Kein Problem; in den meisten Fällen stellt sich die Erektionsfähigkeit von selbst wieder ein.

    Manchmal halten die Probleme jedoch an. Wenn dies längerfristig der Fall ist, kann dies ein befriedigendes Sexleben verhindern. In diesem Fall sprechen wir von einem Erektionsproblem. Bei der Entstehung von Erektionsstörungen können diverse Faktoren eine Rolle spielen. Alter ist nur einer davon. Aber auch andere psychologische und körperliche Probleme können – auch in jungen Jahren – zu Impotenz beitragen.

    Größeres Risiko für Erektionsprobleme ab 50

    Dass Erektionsstörungen an das Alter gebunden sind, ist also ein Mythos. Es stimmt jedoch, dass Männer mit zunehmendem Alter ein höheres Risiko für Erektionsprobleme haben. Das ist nicht angenehm, aber logisch: Der Körper altert und somit laufen viele Prozesse im Körper mühsamer ab. Auch das Erhalten einer Erektion. Das ist dadurch bedingt, dass die Adern im Alter an Flexibilität verlieren. Beispielsweise durch Arterienverkalkung oder eine Krankheit wie Diabetes können Erektionsstörungen mit 50 auftreten.

    Weshalb der Zustand der Adern wichtig ist

    Um eine Erektion zu bekommen, ist die Blutzufuhr zum Penis eine wichtige Rolle. Durch sexuelle Stimulation öffnen sich die Blutgefäße im Penis. Das zusätzlich einströmende Blut wird in die Schwellkörper geleitet, so dass der Penis anschwillt und hart wird. Das Blut wird vorübergehend nicht abgeleitet, so dass die Erektion erhalten bleibt, solange die sexuelle Stimulation anhält.

    Wenn die Blutgefäße an Elastizität verlieren, können sie sich nicht mehr so gut weiten. So gelangt weniger Blut in den Penis. Dadurch fühlt sich die Erektion weniger steif an und der Penis richtet sich weniger (oder gar nicht) auf. Außerdem fließt das Blut schneller wieder aus den Schwellkörpern. Die Erektion hält also weniger lang an.

    Körperliche Risikofaktoren für Erektionsstörungen

    Eine verminderte Blutzufuhr ist eine der wichtigsten Ursachen für Impotenz. Aber es gibt noch mehr körperliche Risikofaktoren für Erektionsstörungen. Wir führen die wichtigsten Ursachen auf:

    1. Arterienverkalkung. Hierdurch verengen sich die Blutgefäße und es kann nicht ausreichend Blut in den Penis fließen, um eine Erektion zu bekommen;
    2. Hohes Cholesterin / hoher Blutdruck. Diese Erkrankungen erhöhen das Risiko auf Arterienverkalkung.
    3. Diabetes. Die Zuckerkrankheit verringert die Flexibilität der Blutgefäße. Sie erhöht auch das Risiko, dass die an der Erektion beteiligten Nervenfasern geschädigt werden;
    4. Verminderte Testosteronproduktion. Bei einem Testosteronmangel sinkt die Lust auf Sex. Die Testosteronproduktion nimmt mit zunehmendem Alter ab;
    5. Eingeschränkte Schilddrüsenfunktion. Auch diese Erkrankung kann zu einer verringerten Libido führen;
    6. Fettleibigkeit. Starkes Übergewicht (BMI >30) vervierfacht das Risiko auf Erektionsprobleme im Vergleich zu Normalgewicht;
    7. Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum. Langfristig können Rauchen, Alkohol und Drogen die Blutgefäße beschädigen, wodurch die Erektionsfähigkeit abnimmt. Darüber hinaus können Drogen und Alkohol die Lust auf Sex verringern;
    8. Medikamente. Zu den Arzneimitteln, die zu Erektionsproblemen führen können, gehören unter anderem Antidepressiva und Betablocker.

    Körperliche Beschwerden kommen bei älteren Personen natürlich häufiger vor. Das erklärt, weshalb Erektionsstörungen im Alter eine große Rolle spielen.

    Erektionsstörung mit 30, Erektionsstörung mit 50 – Durchschnittliches Alter für Erektionsprobleme

    Natürlich ist es nicht so, dass Sie ab Ihrem fünfzigsten Geburtstag keine Erektion mehr bekommen können. Dieser Vorgang schreitet sehr allmählich voran. Der Viagra-Hersteller Pfizer gibt die folgenden Zahlen für das Durchschnittsalter von Männern mit Erektionsstörungen an:

    • Alter 20-40 Jahre: 5 % der Männer haben Erektionsstörungen
    • Alter 40-70 Jahre: 14 % der Männer haben Erektionsstörungen
    • Alter 70-80 Jahre: 42 % der Männer haben Erektionsstörungen

    Das Durchschnittsalter für Erektionsstörungen ist also relativ hoch.

    Erektionsstörung mit 20: psychische Faktoren

    Erektionsprobleme bei jungen Männern haben häufig andere Ursachen. Natürlich kommt es gelegentlich vor, dass eine Erektionsstörung mit 20, 25 oder 30 aufgrund von körperlichen Problemen auftritt. Aber in vielen Fällen spielen psychische Faktoren hier eine Rolle. Wir führen die wichtigsten Faktoren auf:

    1. Leistungsdruck;
    2. Versagensangst;
    3. Unsicherheit bezüglich des Körpers im Allgemeinen oder des Penis im Besonderen;
    4. Kommunikationsprobleme mit dem Partner und/oder Beziehungsprobleme;
    5. Erziehung: Aufwachsen mit dem Gedanken, dass Sex schlecht oder schmutzig ist;
    6. Falsche Vorstellungen, beispielsweise: Männer haben immer Lust auf Sex und Sex ohne Geschlechtsverkehr ist kein echter Sex;
    7. Depression oder Burn-out.

    Behandlung von altersbedingter Erektionsstörung?

    Erektionsstörungen kommen häufig vor. Glücklicherweise lassen sie sich gut behandeln, unabhängig davon, ob Sie jung oder alt sind. Ein Besuch beim (Haus-)Arzt ist immer ratsam. Ein Arzt kann untersuchen, woher die Erektionsprobleme stammen und kann Sie bei Bedarf an einen Facharzt, beispielsweise einen Urologen, einen Psychologen oder einen Sexualmediziner überweisen.

    Ärzte können darüber hinaus Potenzpillen verschreiben. Auch wenn Sie in jungen Jahren unter Erektionsproblemen leiden. Diese Erektionspillen beheben allerdings nicht die Ursache der Impotenz. Jedoch können sie dafür sorgen, dass die Erektionsfähigkeit (vorübergehend) wiederhergestellt wird, damit Sie wieder wie gewohnt Sex haben können.

    Halten Sie Ihre Erektion jung

    Vorbeugen ist besser als heilen. Mit einer angepassten Lebensweise können Sie Erektionsprobleme größtenteils vorbeugen. Gesunde Ernährung, mehr Bewegung und ausreichend Schlaf und Entspannung sind wichtig. Falls Sie zu schwer sind, versuchen Sie, Gewicht zu verlieren. Achten Sie auch auf Cholesterin und Blutdruck. So bleiben Sie fit und können länger von einer guten Erektion ohne Hilfsmittel profitieren. Auch in höherem Alter!

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