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Was ist Needle Spiking?

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Seit einigen Monaten taucht er immer wieder in den Medien auf: der Begriff „Needle Spiking“. Viele Clubgänger und Festivalbesucher haben Angst, selbst Opfer zu werden. Bisher musste man aufpassen, dass einem niemand Pillen, Tropfen oder Pulver ins Getränkt mischt. Beim Needle Spiking werden die betäubenden Substanzen mit Spritzen verabreicht.

Warum Needle Spiking?

Möglich ist, dass das Opfer beraubt oder – vor allem, wenn es junge Frauen betrifft – gefügig gemacht werden soll, um es letztendlich zu vergewaltigen. Mit einer Spritze jedenfalls können Drogen besonders unauffällig und schnell verabreicht werden.

Wie kann ich mich schützen?

Leider kann man sich kaum schützen. Halten Sie die Augen offen, bleiben Sie in der Nähe von Freunden und Bekannten und geben Sie aufeinander acht. Auf sein Getränk kann man meistens noch aufpassen; einer Needle-Spiking-Attacke hingegen kann man kaum vorbeugen.

Schützen Sie sich präventiv vor HIV

Dass man unter Drogen gesetzt, beraubt oder – noch schlimmer – sexuell missbraucht wird, ist nur eines der Probleme. Hinzu kommt noch die Gefahr einer HIV-Infektion durch kontaminierte Nadeln.
Daher wird verstärkt dazu geraten, sich präventiv mit PrEP-Medikamenten zu schützen. PrEP-Medikamente senken das Risiko einer HIV-1-Infektion. Möchten Sie mehr darüber erfahren? Dann klicken Sie hier für weitere Infos zur Anwendung dieser Medikamente. *

Was tun, wenn Sie unter Drogeneinfluss stehen?

Sie sind ansprechbar, haben aber den Eindruck, unter Drogen zu stehen? Informieren Sie dann sofort Ihre Freunde oder Ihre Eltern. Untersuchen Sie sich selbst auf Einstichstellen. Ganz wichtig: ein Urintest, um Betäubungsmittelspuren nachweisen zu können. Melden Sie sich am besten zuerst in einem Krankenhaus. Handeln Sie schnell, denn innerhalb von zwölf Stunden sind die Substanzen in Ihrem Körper vielleicht schon nicht mehr nachweisbar. Gehen Sie zur Polizei und erstatten Sie Anzeige. Und informieren Sie den Club- oder Festival-Betreiber; vielleicht können Sie gemeinsam die Kameraaufnahmen sichten.

Wenn Sie sich regelmäßig in belebten Kneipen, Clubs oder auf Festivals aufhalten, ist Vorsicht geboten. Das ist schade, aber Sie kommen kaum drum herum.
Halten Sie nicht nur Ihr Getränk im Auge, sondern seien Sie möglichst auch auf der Hut vor Nadelstichen. Vielleicht wäre es auch sinnvoll für Sie, sich präventiv gegen eine HIV-Infektion zu schützen. Denn Vorbeugen ist immer noch besser als Heilen.

* Dieses Medikament ist verschreibungspflichtig. Bei Dokteronline können Sie die passende Behandlung anfordern. Ein Arzt oder eine Ärztin beurteilt Ihre Bestellung anhand des von Ihnen ausgefüllten ärztlichen Fragebogens.

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