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Corona

Alles über Corona (COVID-19)

Das Coronavirus hält Europa und den Rest der Welt in Atem. Nie zuvor hatte eine Pandemie solche Auswirkungen! Das Virus, das die Krankheit COVID-19 verursacht, fordert viele Opfer. Weltweit sind in kurzer Zeit über 200.000 Menschen erkrankt und gibt es viele Tote zu beklagen.  

Erschwert wird die Situation dadurch, dass die COVID-19-Symptome denen einer „normalen“ Grippe ähneln, mit Fieber und Atembeschwerden. So ist nicht leicht zu erkennen, wer an COVID-19 leidet und wer nicht, und kann das Virus sich schneller verbreiten.  

Diese Unsicherheiten wecken Fragen und Ängste. Auf dieser Seite lesen Sie mehr über COVID-19: über Symptome, Medikamente und wie Sie COVID-19 vorbeugen und Beschwerden behandeln können. 

Was ist die Ursache der Corona-Pandemie? 

Wie auch SARS und MERS gehört dieser neue Erreger zur Gruppe der Coronaviren: eine Virusart, die unter dem Mikroskop einer Krone ähnelt. Da es sich um eine neue Variante handelt, ist noch nicht ganz deutlich, wie sich das Virus genau verhält. Sicher ist jedenfalls, dass es sehr krank machen kann. Das Virus dringt in den Körper ein, wo es sich vermehrt. Dies kann zu u. a. Atemwegsbeschwerden führen und sogar zu einer Lungenentzündung.  

Das Virus stammt wahrscheinlich von Tieren. Der Ausbruch von COVID-19 begann in China, wo exotische Tiere – Fledermäuse z. B. – auf Märkten zum Kauf angeboten werden. Einige dieser Arten können Viren auf den Menschen übertragen. Dies war bei SARS und MERS der Fall und ist wahrscheinlich auch die Ursache für COVID-19. Das Virus wird jedoch auch von Mensch zu Mensch übertragen. Ein Infizierter steckt im Durchschnitt zwei bis drei andere Personen an. Die Verbreitung erfolgt hauptsächlich durch winzige Speicheltröpfchen, die in die Luft gelangen, wenn ein Infizierter hustet oder niest. 

Wie kann ich das Coronavirus erkennen? 

Nicht alle Corona-Infizierte werden krank. Meistens sind die Beschwerden mild, ähnlich wie bei einer Erkältung oder einer leichten Grippe. Nach einer Analyse der Beschwerden von Coronapatienten in China hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Liste mit Coronasymptomen erstellt. Die häufigsten Symptome der Coronavirus-Erkrankung sind: 

  • Fieber; 
  • trockener Husten; 
  • Müdigkeit; 
  • Husten mit Auswurf; 
  • Atemnot; 
  • Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen. 

In geringerem Maße kamen Übelkeit, eine verstopfte Nase, Durchfall und Bluthusten vor. 

Ist das Coronavirus tödlich? 

In den weitaus meisten Fällen klingen die Beschwerden von selbst wieder ab. Es reicht in der Regel, sich ein paar Tage zu schonen. Tritt jedoch z. B. eine schwere Lungenentzündung mit Atemnot auf, ist eine Krankenhausaufnahme notwendig. Diese schwerwiegenden Symptome entwickeln sich vor allem bei Menschen mit einer Vorerkrankung sowie bei Älteren.  

Nur ein sehr kleiner Teil der schwerkranken Patienten stirbt an den Folgen von COVID-19. Auch dieses Risiko ist bei sehr alten Menschen oder Patienten mit einer (schweren) Vorerkrankung größer. Junge, gesunde Menschen sind weitaus weniger gefährdet, an der Coronavirus-Erkrankung zu sterben. 

Gehöre ich zu einer Risikogruppe? 

Gesunde Menschen mit normalem Widerstand sind gut vor dem Coronavirus geschützt. Bei einer Infektion treten oft keine oder nur sehr milde Beschwerden auf. Andere sind gefährdeter, z. B. wegen einer Vorerkrankung oder wegen ihres hohen Alters. Bei dieser Gruppe kann die Krankheit einen schwereren Verlauf haben.  

Zur Risikogruppe gehören: 

  • Menschen ab 70 Jahren; 

Menschen mit den folgenden Erkrankungen:  

  • Anomalien und Funktionsstörungen der Atemwege und der Lunge; 
  • chronische Herzkrankheit; 
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit); 
  • schwere Nierenerkrankung, bei der eine Dialyse oder Nierentransplantation erforderlich ist; 
  • Menschen mit vermindertem Widerstand gegen Infektionen, z. B. infolge von:  
  • medikamentöser Behandlung von Autoimmunerkrankungen; 
  • Organtransplantation; 
  • Bluterkrankungen; 
  • einer Behandlung angeborener oder später erworbenen Immunschwächekrankheiten; 
  • Chemotherapie oder Bestrahlung; 
  • einer HIV-Infektion. 

Wenn Sie zu dieser Risikogruppe gehören, so vermeiden Sie persönliche Begegnungen. Bleiben Sie möglichst zu Hause und empfangen Sie auf keinen Fall Besucher mit Erkältungsbeschwerden. Bei Fieber (38 Grad oder höher) in Kombination mit Atemnot oder Atembeschwerden wenden Sie sich bitte an einen Arzt. 

Wie kann ich einer Corona-Infektion vorbeugen?  

Sie können selbst einiges tun, um das Risiko einer Corona-Infektion zu verringern. Befolgen Sie vor allem die Richtlinien der Bundesregierung und der zuständigen Gesundheitsbehörden. Seit einiger Zeit gilt Maskenpflicht in weiten Teilen des öffentlichen Lebens. Mit der Schutzstufe KN95 bzw. FFP2 entsprechen unsere Atemschutzmasken der europäischen Norm. 

  • Achten Sie auf räumliche Distanz zu anderen Menschen. Schränken Sie persönliche Begegnungen ein und halten Sie in Geschäften mindestens ein bis zwei Meter Abstand voneinander. 
  • Waschen Sie sich regelmäßig die Hände. 
  • Niesen und husten Sie in die Armbeuge. So kann das Virus nicht auf Ihre Hände gelangen und Oberflächen (z. B. Türklinken) kontaminieren oder andere Personen (bei Berührung) infizieren. 
  • Beim Naseputzen gilt: Papiertaschentücher verwenden, sofort wegwerfen und die Hände waschen. 

Und natürlich ist es wichtig, für einen guten eigenen Widerstand zu sorgen. Schlafen Sie ausreichend, ernähren Sie sich gesund und bleiben Sie in Bewegung. Gegen einen eventuellen Vitaminmangel empfiehlt sich ggf. ein Nahrungsergänzungsmittel. 

Was kann ich selbst gegen die Corona-Erkrankung tun? 

Bemerken Sie trotz aller Vorsicht bei sich COVID-19-Symptome? Bei eher milden Beschwerden können Sie die Infektion wie eine normale Erkältung oder Grippe behandeln. Es gibt rezeptfreie Produkte, mit denen sich die Beschwerden lindern lassen. Auch ein gesunder Lebensstil hilft bei der Genesung. Ein paar Tipps:  

  • Schmerzmittel senken das Fieber und lindern die Schmerzen. Verwenden Sie vorzugsweise Paracetamol, da bei diesem Mittel nur selten Nebenwirkungen auftreten.  
  • Nasenspray hilft bei einer verstopften Nase. Versuchen Sie es jedoch zuerst mit einer Kochsalzlösung. Die kann über einen längeren Zeitraum verwendet werden und ist auch für Kinder unbedenklich. Medizinisches Nasenspray sollte nur wenige Tage lang verwendet werden. 
  • Hustensaft und Halstabletten lindern Halsschmerzen und den Hustenreiz, doch auch ein Lakritz oder Lutschbonbon können vorübergehend schon helfen. 
  • Trinken Sie viel Wasser und ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich. 
  • Achten Sie auf ausreichend Erholung; gerade jetzt braucht Ihr Körper viel Schlaf. 

Ganz wichtig: Vermeiden Sie persönliche Begegnungen, solange Sie Beschwerden haben. So verringern Sie das Risiko, andere zu infizieren. Bleiben Sie im Haus und halten Sie auch Mitbewohner weitestgehend auf Distanz. Wechseln und waschen Sie regelmäßig Handtücher, Geschirrtücher und Bettwäsche. Wenn Sie mindestens einen Tag lang beschwerdefrei sind, können Sie davon ausgehen, dass Sie niemanden mehr infizieren werden.  

Solange eine Corona-Infektion nicht durch einen Test bestätigt wurde, ist es jedoch auch möglich, dass Sie eine gewöhnliche Grippe hatten. Halten Sie sich sicherheitshalber auch dann an die behördlichen Maßnahmen (Abstand halten, persönliche Begegnungen einschränken, Niesen in die Armbeuge, Händewaschen), wenn Sie grippeähnliche Beschwerden hatten. 

Wann sollte ich bei Coronasymptomen den Arzt anrufen? 

Wenn die Symptome zunehmend schwerer werden, sollten Sie sich an einen Arzt wenden. Das gilt auf jeden Fall, wenn sich Ihr Zustand verschlechtert und Sie Atembeschwerden haben. Wer zu einer Risikogruppe gehört (70 Jahre oder älter, chronisch Kranke und Personen mit geschwächtem Immunsystem), muss bei Fieber mit Husten oder Atembeschwerden den Arzt anrufen. Gehen Sie nicht zur Arztpraxis, sondern melden Sie sich telefonisch. Falls nötig, kommt ein Arzt zu Ihnen ins Haus. 

Wie wird COVID-19 behandelt? 

Wenn Sie nicht krank, aber (möglicherweise) infiziert sind, z. B. nach einem Kontakt mit einer Person, die COVID-19 hat oder hatte, müssen Sie sich in Heimquarantäne begeben. Sie bleiben dann ab Tag 1 der möglichen Infektion 14 Tage zu Hause. So ist das Risiko, dass Sie andere anstecken, minimal. 

Auch wenn Sie nur milde Beschwerden haben, sollten Sie zu Hause bleiben. Nur bei starken Beschwerden werden Patienten manchmal ins Krankenhaus eingeliefert. Wer COVID-19 zu Hause auskuriert, muss allerdings isoliert bleiben. Sie dürfen das Haus nicht verlassen, bis Sie vollständig geheilt sind und das Virus nicht mehr weitergeben können. Davon können Sie erst ausgehen, wenn mindestens 24 Stunden keine Symptome aufgetreten sind. 

Welche Medikamente gibt es gegen COVID-19? 

Zurzeit steht noch kein offizielles Medikament gegen COVID-19 zur Verfügung. Auch ein Impfstoff ist noch nicht in Sicht, obwohl unter Hochdruck daran gearbeitet wird. Voraussichtlich dauert es noch Monate, bis ein solcher Impfstoff erhältlich ist. 

Die Symptome der Coronavirus-Erkrankung können Ärzte mit fiebersenkenden Medikamenten und Entzündungshemmern bekämpfen. Es wird jedoch auch mit anderen Medikamenten experimentiert. Wie zum Beispiel;

  • Malariamittel; Chloroquin  
  • Virushemmer; Remdesivir
  • Plaquenil; entzündungshemmendes Medikament, das auch bei rheumatischen Erkrankungen eingesetzt wird
  • Hydroxychloroquin; mittel gegen Autoimmunkrankheiten
  • Ritonavir/Lopinavir; antivirale Mittel gegen HIV-Infektionen 

Diese antiviralen Mittel haben sich bereits bei den Coronavirus-Erkrankungen SARS und MERS bewährt und scheinen nun auch bei COVID19 eine mögliche Lösung zu sein. 

Der Einsatz von Chloroquin gegen das Coronavirus 

Derzeit werden das Malariamittel Chloroquin und der Virushemmer Remdesivir noch ausschließlich bei sehr schweren Fällen auf der Intensivstation eingesetzt. Offiziell ist die Wirksamkeit dieser Arzneimittel gegen COVID-19 nämlich noch nicht erwiesen. In den Labors laufen die Tests auf Hochtouren, doch um eine Wirksamkeit gegen COVID-19 zuverlässig nachzuweisen, müssen die Medikamente auch umfassend an Menschen erprobt werden.  

Somit stehen Virushemmer und Chloroquin trotz vielversprechender Ergebnisse dem Verbraucher vorläufig nicht als Medikament gegen die Coronavirus-Erkrankung zur Verfügung. Als Malariamittel ist Chloroquin natürlich weiterhin erhältlich. 

Welche alternativen Behandlungsmethoden gibt es? 

Derzeit können wir nicht viel mehr gegen COVID-19 tun als die Symptome zu bekämpfen und auf ein offizielles Medikament zu warten. Vielleicht erweist sich das Malariamittel Chloroquin als das ersehnte Heilmittel oder entdecken Forscher eine andere Arznei. An Beschäftigten des Gesundheitswesens soll nun ein alter TBC-Impfstoff getestet werden, der das Immunsystem gegen eine Infektion aktivieren könnte. Letzten Endes müssen wir jedoch auf den Impfstoff warten, der vor Infektionen schützt, und das kann nach Meinung der Fachleute noch anderthalb Jahre dauern.  

Bis dahin können wir selbst die Ausbreitung des Virus weitestgehend eindämmen, indem wir uns an alle Verhaltens- und Hygieneregeln halten. Auf diese Weise schützen wir auch ältere und schwächere Mitbürger. 

Quellenangaben

de Visser, E. (2020,19. März). Experimenteel medicijn beschikbaar voor coronapatiënten. [Experimentelles Medikament für Coronapatienten verfügbar.] Verfügbar unter https://www.volkskrant.nl/wetenschap/experimenteel-medicijn-beschikbaar-voor-coronapatienten~b0b975f8/  [19. März 2020]

Fang, L., Karakiulakis, G., & Roth, M. (2020). Are patients with hypertension and diabetes mellitus at increased risk for COVID-19 infection? [Sind Patienten mit Bluthochdruck und Diabetes mellitus einem höheren Risiko für eine COVID-19-Infektion ausgesetzt?] The Lancet Respiratory Medicine. https://doi.org/10.1016/s2213-2600(20)30116-8  

Keulemans, M. (2020, 20. Februar). Het middel tegen het coronavirus bestaat misschien al lang. [Das Mittel gegen das Coronavirus gibt es vielleicht schon lange.] Verfügbar unter https://www.volkskrant.nl/wetenschap/het-middel-tegen-het-coronavirus-bestaat-misschien-al-lang~b27d1816/?referer=https://www.google.com/  [19. März 2020]

Nederlands Huisartsen Genootschap. (2020, 18. März). Ik denk dat ik het nieuwe coronavirus heb [Ich glaube, habe mich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt] | Thuisarts. Verfügbar unter https://www.thuisarts.nl/nieuw-coronavirus/ik-denk-dat-ik-nieuwe-coronavirus-heb#ik-heb-klachten-wat-nu  [19. März 2020]

RIVM. (2020a, 18. März). Nieuw coronavirus (COVID-19). [Neuartiges Coronavirus (COVID-19).] Verfügbar unter https://www.rivm.nl/coronavirus/covid-19  [19. März 2020]

RIVM. (2020b, 18. März). Vragen & antwoorden nieuw coronavirus (COVID-19). [Fragen und Antworten zum neuartigen Coronavirus (COVID-19).] Verfügbar unter https://www.rivm.nl/coronavirus/covid-19/vragen-antwoorden#eigengezondheid  [19. März 2020]

RTL Nieuws. (2020, 18. März). Hoe weet je of je het coronavirus al hebt gehad? [Wie weiß man, ob man bereits mit dem Coronavirus infiziert war?] Verfügbar unter https://www.rtlnieuws.nl/nieuws/nederland/artikel/5061301/corona-update-coronavirus-testen-vraag-genezen-covid  [19. März 2020]