Möglicherweise kann Desirett in Ihrem Land derzeit nicht geliefert werden. Sie können jedoch eine Arztkonsultation wegen Verhütungsmittel in die Wege leiten.

Desirett

Desirett ist ein Verhütungsmittel. Diese Minipille enthält nur ein einziges Hormon und wird Frauen im fruchtbaren Alter verschrieben, die (noch) keinen Kinderwunsch haben. Mehr Info

Ein Arzt beurteilt Ihre Anfrage und stellt gegebenenfalls ein Rezept aus. Das Rezept wird an eine Apotheke weitergeleitet. Diese wiederum schickt Ihnen das Medikament innerhalb von 1 bis 3 Arbeitstagen zu. Hier finden Sie weitere Informationen zur Abwicklung.

Packungsbeilage(n)

Desirett ist eine Antibabypille mit dem Wirkstoff Desogestrel, einem Progestagen. Da sie nur einen einzigen Wirkstoff enthält, zählt Desirett zu den Minipillen. Desirett darf auch in der Stillzeit angewendet werden. 

Was ist Desirett? 

Desirett ist ein Verhütungsmittel. Diese Minipille enthält nur ein einziges Hormon und wird Frauen im fruchtbaren Alter verschrieben, die (noch) keinen Kinderwunsch haben. 

Wann wird Desirett angewendet? 

Die Antibabypille verhütet Schwangerschaften. Der Wirkstoff in Desirett, Desogestrel, verhindert die Reifung von Eizellen. Auch gelangen die Spermien nicht in die Gebärmutter. Desirett enthält nur ein Progestagen und eignet sich damit für Frauen, die eine Antibabypille ohne Östrogene einnehmen wollen. Das Hormon Desogestrel hat keinen Einfluss auf die Produktion von Muttermilch. Darum ist diese Minipille auch für Frauen in der Stillzeit geeignet. 

Wie wird Desirett angewendet? 

Desirett wird auf Blisterstreifen à 28 Filmtabletten geliefert. Bei anweisungsgemäßer Einnahme schützt Desirett zuverlässig vor Schwangerschaft. Die Anwendungsrichtlinien lauten wie folgt: 

  • Auf der Rückseite des Blisterstreifens sind die Wochentage aufgedruckt. Nehmen Sie jeden Tag eine (1) Tablette aus der Blisterzelle, die dem jeweiligen Wochentag entspricht. Gehen Sie dann in Pfeilrichtung vor, bis Sie die letzte Tablette eingenommen haben. 
  • Danach machen Sie mit einem neuen Streifen weiter. Bei der Minipille gibt es keine 7-tägige Einnahmepause. Sie haben weiterhin Ihre Monatsblutung, wenn diese auch unregelmäßiger auftreten kann oder auch mal ganz ausfällt.  
  • Nehmen Sie die Pille täglich zur gleichen Zeit ein, d. h. alle 24 Stunden. 
  • Haben Sie eine Einnahme vergessen? Wenn Sie die Pille bis maximal 12 Stunden verspätet einnehmen, sind Sie noch vor einer Schwangerschaft geschützt. 
  • Haben Sie den Einnahmezeitpunkt um mehr als 12 Stunden überschritten? in diesem Fall schützt die Pille möglicherweise nicht mehr optimal. Je mehr Einnahmen Sie vergessen, desto größer ist das Risiko einer Empfängnis. Verwenden Sie dann während der nächsten 7 Tage ein zusätzliches nicht hormonelles Verhütungsmittel bei gleichzeitiger täglicher Einnahme der Pille. Haben Sie in Woche 1 eine oder mehrere Einnahmen vergessen und hatten Sie in der Woche davor Geschlechtsverkehr? Dann kann es zu einer Befruchtung gekommen sein. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, um eine Schwangerschaft auszuschließen, bevor Sie mit der Einnahme von Desirett fortfahren. 
  • Hatten Sie innerhalb von 3 bis 4 Stunden nach der Einnahme Magen-Darm-Beschwerden? Dann gelten dieselben Ratschläge wie bei einer vergessenen Einnahme. 
  • Beginnen Sie mit Desirett und haben Sie zuvor keine Pille genommen und kein anderes hormonelles Verhütungsmittel verwendet? Legen Sie in diesem Fall die erste Einnahme am besten auf den ersten Tag Ihrer Periode. Sie sind dann sofort vor einer Schwangerschaft geschützt.  
  • Wenn Sie von einer anderen Verhütungspille, einem Vaginalring oder einem Verhütungspflaster auf Desirett umsteigen, können Sie am Tag nach der Einnahme der letzten Tablette (oder dem Entfernen des Vaginalrings oder Verhütungspflasters) sofort die erste Desirett Filmtablette einnehmen. Auch in diesem Fall ist der Empfängnisschutz sofort gegeben. 
  • Beginnen Sie an einem anderen Tag mit Desirett, sind Sie in den ersten 7 Tagen nicht vor einer Schwangerschaft geschützt. Verwenden Sie daher in der betreffenden Woche zusätzlich ein nicht hormonelles Verhütungsmittel (z. B. ein Kondom), um eine Schwangerschaft zu verhindern. 

Auf dem Beipackzettel finden Sie weitere Informationen über die Anwendung von Desirett. 

Welche Dosierungen gibt es? 

Eine Filmtablette Desirett enthält 75 Mikrogramm Desogestrel. Die Dosierungsempfehlung lautet wie folgt: 

  • Frauen im fruchtbaren Alter: täglich eine (1) Tablette 

Welche Nebenwirkungen hat Desirett? 

Bei der Anwendung von Desirett können Nebenwirkungen auftreten. Dazu können die folgenden Beschwerden gehören: 

  • Kopfschmerzen; 
  • unregelmäßige oder ausbleibende Regelblutung; 
  • Akne; 
  • Übelkeit; 
  • Gewichtszunahme; 
  • schmerzende, geschwollene oder empfindliche Brüste;  
  • Stimmungsschwankungen. 

Auf dem Beipackzettel steht eine vollständige Übersicht über die möglichen Nebenwirkungen. Dort finden Sie auch Informationen über seltene, aber schwerwiegende Nebenwirkungen, wie z. B. ein leicht erhöhtes Risiko für Thrombose und bestimmte Krebsarten. Nebenwirkungen können Sie Ihrem Arzt oder Apotheker melden. Bei schwerwiegenden oder anhaltenden Nebenwirkungen lassen Sie sich bitte sofort ärztlich beraten. 

Wann darf Desirett nicht angewendet werden? 

Desirett ist nicht für jede Frau das geeignete Verhütungsmittel. Verwenden Sie Desirett nicht bei: 

  • Überempfindlichkeit gegen Desogestrel oder einen der Hilfsstoffe in der Tablette (Zusammensetzung siehe Beipackzettel); 
  • Thrombose (Blutgerinnsel in einem Blutgefäß); 
  • Gelbsucht oder einer schweren Lebererkrankung, bei der sich die Leberfunktion noch nicht normalisiert hat, jeweils auch in der Vorgeschichte; 
  • einer hormongesteuerten Krebsart; 
  • ungeklärten vaginalen Blutungen. 

Besondere Vorsicht ist geboten bei:  

  • Brust- oder Leberkrebs oder Thrombose, auch in der Vorgeschichte; 
  • Diabetes, Epilepsie oder Tuberkulose; 
  • Bluthochdruck; 
  • Chloasma (Pigmentflecken), auch in der Vorgeschichte. 

Trifft eine dieser Situationen auf Sie zu? Dann fragen Sie Ihren Arzt, ob Desirett für Sie unbedenklich ist. Weitere Informationen über Gegenanzeigen sowie weitere Warnhinweise finden Sie auf dem Beipackzettel. 

Kann Desirett in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet werden? 

Einige Arzneimittel können die Wirkung von Desirett beeinflussen (und umgekehrt). Bei Desirett kommt es zu Wechselwirkungen mit u. a.: 

  • Medikamenten gegen Epilepsie; 
  • Medikamenten gegen Tuberkulose; 
  • Johanniskraut (Kräuterpräparat gegen Depressionen); 
  • Blutdrucksenkern; 
  • Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen oder Angina Pectoris; 
  • Mitteln gegen Pilz-, Virus- oder Bakterieninfektionen. 

Auf dem Beipackzettel finden Sie eine Übersicht über die betreffenden Medikamente. Wenn Sie eines dieser Medikamente einnehmen, fragen Sie Ihren Arzt, ob und wie Sie es mit Desirett kombinieren können. 

Wo ist Desirett erhältlich? 

Desirett ist in Apotheken erhältlich. 

Ist Desirett rezeptfrei erhältlich? 

Desirett ist nur mit einem ärztlichen Rezept erhältlich. 

Quellenangaben 

Belgische Föderale Agentur für Arzneimittel und Gesundheitsprodukte. (2019, 31. Mai). Beipackzettel Desirett 75 Mikrogramm Filmtabletten Desogestrel. FAGG. Verfügbar unter http://bijsluiters.fagg-afmps.be/?localeValue=nl [08. Mai 2020] 

Niederländischer Apothekerverband. (s.d.). Minipille mit Desogestrel. Apotheek.nl. Verfügbar unter https://www.apotheek.nl/medicijnen/minipil-met-desogestrel [08. Mai 2020] 

Niederländische Gesellschaft der Allgemeinmediziner. (s.d.). Ich will die Minipille nehmen. Thuisarts. Verfügbar unter https://www.thuisarts.nl/anticonceptiepil/ik-wil-minipil-gaan-gebruiken [08. Mai 2020] 

Institut für Gesundheitsleistungen Niederlande. (s.d.). Desogestrel. Pharmakotherapeutischer Kompass. Verfügbar unter https://www.farmacotherapeutischkompas.nl/bladeren/preparaatteksten/d/desogestrel#samenstelling [09. März 2020] 

Beurteilt von:

Wouter Mol, Allgemeinmediziner
Registrierungsnummer: BIG: 9057675501

Wouter Mol studierte Medizin an der Reichsuniversität Groningen (Niederlande). Von 2002 bis 2003 war er Assistent für Neurologie, anschließend bis 2005 Assistent für Innere Medizin und Notfallmedizin. Seit 2005 ist Wouter Mol als Hausarzt tätig.