Haarausfall stoppen

Informationen: Haarausfall:

Ausfallende Haare sind nicht immer gleich ein Grund für Haarausfall. Jedem Menschen fallen täglich Haare aus. Nur wenn es täglich mehr als 100 Haare sind und der Zustand über mehrere Wochen anhält, sollten sie dringend einen Hautarzt aufsuchen. Denn Haarausfall kann zur Haarlosigkeit führen. Der Fachbegriff dafür lautet „Alopezie“. Haarverlust kann vorrübergehend sein. Werden allerdings Haarwurzeln geschädigt, bilden sich keine neuen Haare mehr.

Behandlung:

Die Behandlungsmöglichkeiten bei Haarausfall richten sich nach den Ursachen des Haarausfalls. Hierzu sollten Sie zunächst ärztlich abklären lassen, was diese Ursachen bei Ihnen sein könnten. Zu möglichen Ursachen können Krankheiten und Hormonstörungen zählen, die ärztlich behandelt werden müssen.

Androgenetisch bedingter Haarausfall:

Bei androgenetischem Haarausfall hat sich das Mittel Minoxidil als wirksam erwiesen. Es fiel auf, dass der Wirkstoff, der ursprünglich als Medikament gegen Bluthochdruck entwickelt wurde, die Haare am gesamten Körper wachsen ließ. Um den Effekt auf die Haare zu beschränken, wurde Minoxidil in eine flüssige Lösung zum Auftragen auf die Haare eingebracht. Die Substanz kann die Ausdünnung der Haare mindern und den Haarausfall stoppen oder einschränken. Besonders hoch ist der Effekt an Stellen, an denen noch Haare im näheren Umfeld wachsen. Bis die Wirkung eintritt, kann jedoch einige Zeit vergehen. Erste Ergebnisse können in der Regel erst nach 6 Monaten erwartet werden. Ein weiteres Medikament, das bei Männern mit androgenetisch bedingtem Haarausfall verwendet werden kann, ist Finasterid. In höhere Dosierung wird es auch bei gutartiger Prostatavergrößerung eingesetzt. Finasterid verlangsamt oder verhindert so die Zunahme des Haarausfalls, die noch vorhandenen Haare können dichter nachwachsen. Auch hier dauert es allerdings einige Monate, bis eine Wirkung einsetzt. Der Wirkstoff ist verschreibungspflichtig, Sie benötigen als ein Rezept von Ihrem Arzt. Für Frauen ist das Medikament nicht zugelassen. Bei Frauen besteht bei Haarausfall die Möglichkeit, bei gleichzeitigem Verhütungswunsch eine Antibabypille mit antiandrogener Wirkung zu nehmen. Dies kann unter Umständen eine positive Wirkung auf den Haarverlust haben. Außerdem können Frauen östrogenhaltige Tinkturen auf die Kopfhaut auftragen, die das Fortschreiten des Haarverlusts verhindern können.

Kreisrunder Haarausfall:

Kreisrunder Haarausfall bessern sich häufig nach ein paar Monaten von alleine, weshalb eine Behandlung meist nicht nötig ist. Erfolgt jedoch keine Besserung, ist eine Behandlung mit Kortison möglich. Dabei wird Kortison auf die Kahlen Stellen aufgetragen oder unter die Haut an den kahlen Stellen gespritzt. Bei starkem Haarausfall kann Kortison auch in Tabletten eingenommen werden.

Diffuser Haarausfall:

Bei diffusem Haarausfall richtet sich die Therapie ebenfalls nach den Ursachen. Medikamente können beispielsweise am Haarverlust schuld sein. In diesem kann ein Medikamentenwechsel Abhilfe schaffen. Diesen dürfen Sie jedoch keinesfalls eigenmächtig vornehmen, sondern immer nur auf Anweisung Ihres Arztes. Ein weiterer Grund kann zum Beispiel Eisenmangel sein. Hier kann der Haarausfall oft schon durch die Einnahme von Eisentabletten gemindert werden. Jedoch kann es auch hier einige Monate dauern bis Erfolge zu verbuchen sind. Stern.de, Lifestyle, Haarausfall, Nie mehr oben ohne?:Stern.de Apotheken-Umschau.de, Krankheiten, Haare, Haarausfall: Therapie: Apotheken-Umschau.de Haarausfall stoppen