Haarausfall Ursachen


Ursachen von Haarausfall - was kann man dagegen tun?


Nicht jedes ausgefallene Haar ist ein Beinbruch. Jeder Mensch verliert im Durchschnitt ca. 100 Haare pro Tag. Im Normalfall wachsen diese rasch wieder nach. Ab einem gewissen Alter ist es jedoch oft nicht mehr zu leugnen: Die Haare werden weniger und kahle Stellen nehmen ihren Platz ein. Bis zu 80% aller Männer ab dem 20. Lebensjahr sind davon betroffen. Dokteronline.com bietet Männern mit Haarausfall die Möglichkeit, um eine Behandlung mit eventueller Rezeptprüfung online anzufragen. So sparen Sie sich die Wartezeit beim Hausarzt und das womöglich unangenehme Gespräch.

Haarausfall hat Ursachen der unterschiedlichsten Art. Bevor man die daraus resultierenden Behandlungsmöglichkeiten angeht, gilt es zunächst, die unterschiedlichen Ausprägungen des Haarausfalls zu kennen.
Dabei unterscheidet man im wesentlichen zwischen zwei Arten von Alopezien (=Haarausfall):
  • Vernarbende Alopezien
    Das Gewebe, welches die Haarwurzel umgibt und dem Haar Halt verleiht, nennt man Haarfollikel. Bei der vernarbenden Alopezie bauen diese immer mehr Substanz ab. Haare fallen aus und die nachwachsenden werden in der Folge dünner. Irgendwann stirbt die Haarwurzel ab und vernarbt, sodass an dieser Stelle kein neues Haar mehr wachsen kann.
    Diese Art des Haarausfalls ist häufig erblich bedingt oder kommt von einer entzündlichen Erkrankung und ist leider meistens unumkehrbar.
  • Nicht-vernarbende Alopezien
    Diese resultieren meistens aus Stoffwechselkrankheiten, der Einnahme von Medikamenten und anderen Substanzen. Der Haarzyklus wird gestört, das Wachstum des Haares wird unterbrochen.

Haarausfall - Die Ursachen


Es gibt zahlreiche mögliche Ursachen für Haarausfall.
  • Erblich
    Die genetische Veranlagung für Haarausfall kann sowohl von mütterlicher oder väterlicher Seite der Familie geerbt werden. Entgegen landläufiger Meinung scheint sie sogar häufiger von der Familie der Mutter vererbt zu werden. Sie besteht in einer Überempfindlichkeit für das Abbauprodukt des männlichen Sexualhormons Testosteron: das DHT (Dihydrotestosteron).
    Der medizinische Fachbegriff dafür lautet Androgenetische Alopezie. Der erblich bedingte Haarausfall zeigt sich meistens zunächst durch ein Ausbilden von Geheimratsecken.

  • Ernährung
    Haarausfall hat seine Ursachen manchmal in einer falschen Ernährungsweise. Vor allem eine einseitige Ernährung kann dazu führen, dass immer mehr Haare ihren Halt verlieren. Seltener ist in unseren Breiten der reine Mangel an Nährstoffen. Lediglich Eisenmangel sollte als möglich Ursache ausgeschlossen werden. Hiervon sind normalerweise nur Frauen während der Menstruation betroffen.
    Wesentlich häufiger kommt es zu Eiweißmangel als Folge von radikalen Diäten oder größeren Umstellungen, beispielsweise auf vegane Ernährung. Treten die Probleme nach einer solchen Umstellung auf, sollte man diese als mögliche Ursachen des Haarausfalls in Betracht ziehen.

  • Stress
    Stress und psychische Belastungen sind bei Haarausfall als Ursachen möglich.

  • Krankheit
    Manchmal kommen Krankheiten als Ursachen für Haarausfall in Frage. Manche Erkrankungen, welche die Aufnahme von bestimmten Vitaminen und Zink hemmen, können den Haarausfall verursachen. Chronische Darmerkrankungen können ebenso zu Haarausfall führen, wie Leber- und Nierenerkrankungen, Magersucht und Bulimie.
    Auch Syphilis, Pilzerkrankungen oder Hautkrankheiten sind mögliche Ursachen. Aber auch bei einer einfachen Grippe oder bei Scharlach kann sich das Haar etwas lichten.

  • Nebenwirkungen von Medikamenten
    Verschiedene Arzneimittel wie beispielsweise Cholesterinsenker, Blutverdünner oder Betablockern gegen Bluthochdruck können Haarausfall begünstigen.

  • Mechanische Ursachen
    Eng anliegende Mützen, straff gebundene Pferdeschwänze, oder auch zu viel heißes Föhnen strapazieren Haar und Kopfhaut und können zu weiterem Haarausfall beitragen.

Behandlungsmöglichkeiten


Es ist von großer Wichtigkeit, möglichst früh die Ursache des Haarausfalls herauszufinden. Nur so kann man gezielt den Haarausfall und die Ursachen angehen.
Gegebenenfalls kann bereits eine Umstellung der Ernährung erste Erfolge bewirken. Möglicherweise bleibt auch als letzte Möglichkeit nur eine Haartransplantation. Dazwischen gibt es jedoch zahlreiche andere Formen der Behandlung.


Get more information

Medikamente


Propecia
Der enthaltene Wirkstoff Finasterid hemmt die Wirkung von Testosteron, bzw. Dihydrotestosteron (DHT). Das männliche Sexualhormon ist einer der Hauptverursacher von Haarausfall bei Männern. Daher ist dieses Medikament ausschließlich für Männer geeignet. Durch die Hemmung wird der Haarausfall gestoppt und an kahlen Stellen können im Idealfall neue Haare wachsen.
Das Medikament ist verschreibungspflichtig. Für gewöhnlich wird einmal täglich eine Tablette eingenommen, das entspricht 1 mg Finasterid.

Aindeem (Finasterid)
Auch das Medikament Aindeem enthält Finasterid. Es unterdrückt den Effekt von DHT auf die Haarwurzel. Üblicherweise wird es vom Arzt zur Behandlung von Alopecia androgenetica, also dem erblich bedingten Haarausfall bei Männern verordnet. Ein Erfolg der Behandlung wird nach ca. 3-6 Monaten erwartet. Auch dieses Medikament ist verschreibungspflichtig und nicht für Frauen geeignet. Die übliche Dosierung besteht aus einer täglichen Tablette mit 1 mg Finasterid.

Priorin
Das Anwendungsgebiet von Priorin ist der erblich bedingte Haarausfall. Die Inhaltsstoffe bestehen hauptsächlich aus dem Eiweißbaustein L-Cystin, dem essentiellen Vitamin B5 und den natürlich Wirkstoffen der Hirse. Die Haarwurzel wird mit wichtigen Nährstoffen versorgt und der Zellstoffwechsel angeregt. Erfolge sollen sich etwa 3 Monate nach Beginn der Behandlung einstellen. Es wurde hauptsächlich für Frauen entwickelt. Es soll aber auch für Männer geeignet sein. Priorin ist ohne Rezept in der Apotheke erhältlich.
Vom Hersteller wird auch ein Shampoo mit den selben Inhaltsstoffen angeboten, welches die Wirkung des Medikaments unterstützen kann.

Regaine
Der Hersteller bietet sowohl eine auf Frauen abstimmte Produktlinie an, als auch speziell für Männer konzipierte Produkte. Regaine ist zur äußerlichen Anwendung. Es kann als Schaum in die Kopfhaut einmassiert werden, oder die Lösung wird mit den mitgelieferten Applikatoren auf die Haut aufgebracht. Diese Apllikatoren sind beispielsweise bei längerem Haar praktisch, um die Kopfhaut zu erreichen. Als Wirkstoff wird Minoxidil eingesetzt. Dieser kann zwar die häufig erblich bedingten Ursachen nicht beseitigen. Minoxidil wurde ursprünglich zur Bekämpfung des Bluthochdrucks entwickelt. Der Wirkstoff erweitert die Blutgefäße an den Haarwurzeln, dadurch wird die Versorgung der Haare mit Nährstoffen verbessert. Sowohl die Dichte, als auch die Dicke der Haare nehmen zu. Regaine ist rezeptfrei auf Dokteronline,com über eine unserer Partnerapotheken erhältlich.

Haartransplantation
Eine Haarverpflanzung sollte immer die letzte Möglichkeit sein, wenn alle anderen ausgeschöpft sind. Eine der gängigsten Methoden ist es, von behaarten Stellen der Kopfhaut Streifen mit gesunden Haaren operativ zu entfernen und an kahlen Stellen einzupflanzen. Diese Eigenhaartransplantation schafft also keine neuen Haare, sonder verteilt lediglich die vorhandenen um.

Fazit


Haarausfall trifft viele Betroffene unvorbereitet und scheint auf den ersten Blick ausweglos. Dabei ist es möglich, zahlreiche Maßnahmen zu ergreifen.
Entscheidend sind dabei zwei Dinge:
  • Eine genaue Diagnose ist wichtig, bevor man mit der Behandlung beginnt.
  • Je früher man die Gegenmaßnahmen startet, umso größer sind die Erfolgsaussichten