Wie man Hämorrhoiden behandeln kann


Jeder Mensch hat sie in seinem Enddarm, doch nicht jeder leidet unter ihnen: Hämorrhoiden. Sie dichten zusammen mit den Schließmuskeln den Darmausgang ab. Beschwerden verursachen sie immer erst dann, wenn sie vergrößert sind und sich nach unten in Richtung Darmausgang verlagert haben.
Menschen, die an Hämorrhoiden leiden, haben oft etwas hellrotes Blut oder Schleim im Stuhlgang. Flüssiger Stuhl geht unbemerkt ab - was ihnen oft peinlich ist. Das Jucken und Brennen rund um den After ist oft unerträglich. Haben sich die Schwellkörper noch weiter vergrößert, kommen noch Schmerzen im Analbereich und ein Fremdkörpergefühl im Enddarm hinzu.
Die meisten Betroffenen vertrauen sich - wenn überhaupt - erst sehr spät ihrem Arzt an. Problematisch ist, dass das Hämorrhoiden Behandeln nur dann wirklich effizient ist, wenn man früh damit beginnt.

Welche Ursachen haben Hämorrhoiden?


Von Hämorrhoiden sind Patienten aller Altersgruppen betroffen. Mit zunehmendem Alter erhöht sich jedoch das Risiko, daran zu erkranken, deutlich. Warum sich die aus einem Geflecht von Blutgefäßen bestehenden Schwellkörper oberhalb der Schließmuskeln nach unten verlagern, ist noch ungeklärt.
Um Hämorrhoiden behandeln zu können, muss man zuerst die Ursachen der quälenden Beschwerden ergründen. Vermutlich lässt das längere starke Pressen beim Stuhlgang die Blutgefäße anschwellen. Auch zu starker Druck im Bauchraum, bedingt durch starkes Übergewicht, häufige Verstopfung und Schwangerschaft, kann zur Vergrößerung führen.
Manche Menschen, die ihre Hämorrhoiden behandeln müssen, haben auch eine erbliche Veranlagung zu Venenschwäche oder schwachem Bindegewebe.

Möglichkeiten um Hämorrhoiden zu behandeln


Die Behandlung des unangenehmen Leidens erfolgt entsprechend dem Krankheitsstadium und den Beschwerden. Zuerst erfolgt immer eine medikamentöse Therapie. Erst dann, wenn das konservative Hämorrhoiden Behandeln versagt, ist ein operativer Eingriff erforderlich.
Zur kurzfristigen Behandlung von Schmerzen und Juckreiz verordnet der Arzt Ihnen ein Gel, eine Salbe oder Zäpfchen zur lokalen Anwendung. Sie werden auf den zuvor gründlich gesäuberten After und mithilfe des beigefügten Applikators auch innerhalb des Enddarms aufgetragen. Alternativ kann man sich auch mit Hämorrhoiden-Salbe behandelte Analtampons besorgen.
Hämorrhoiden Mittel enthalten Lidocain oder Quinisokain, das die schmerzende Region betäubt und Inhaltsstoffe, die Juckreiz und Brennen lindern. In vielen von ihnen ist Hydrocortison enthalten, das entzündungshemmend wirkt. Xyloproct beispielsweise ist noch Zinkoxid beigemischt, das die Hämorrhoiden schrumpfen lässt. Weitere Medikamente zum konservativen Hämorrhoiden Behandeln sind Proctofoam, Sperti, Anugesic, Perinal und Hemodin.

Ein probates Mittel zur natürlichen Hämorrhoiden Behandlung ist beispielsweise eine Salbe mit Eichenrinden-Extrakt. Auch Sitzbäder lindern die Beschwerden. Dazu gießen Sie 3 Liter Eichenrinden-Tee in Ihr Badewasser. Ringelblumen-Salbe wird mit Honig 1:1 vermischt und aufgetragen. Nach einigen Minuten wischen Sie sie einfach wieder ab. Für die Sitzbäder können Sie natürlich auch Zinnkraut, Steinklee, Arnika und Schafgarben-Tee bzw. Teebaumöl verwenden. Wichtig ist, dass Sie keine Seife und auch keine parfümierten Waschlotionen einsetzen.
Zäpfchen mit Hamamelis-Blätter Extrakt helfen ebenfalls, die Entzündung zu lindern und das Nässen und Jucken zu beseitigen. Ein dreimal pro Tag in kleinen Schlucken getrunkener Tee aus Kamille und Steinklee bildet die Schwellungen zurück. Um ihn zuzubereiten, mischen Sie 1 TL Kamille und 1 TL Steinklee und gießen die Kräuter mit 250 ml heißem Wasser auf (Ziehzeit: 10 Minuten).
Heilpraktiker empfehlen außerdem eine Apfelkur zur Hämorrhoiden Therapie. Dazu trinken Sie täglich mindestens 250 ml naturtrüben Apfelsaft.

Hämorrhoiden in den Stadien 2 und teilweise 3 können auch mit einer Gummiband-Ligatur behandelt werden. Dafür werden sie an ihrer Basis abgeschnürt. So werden sie nicht mehr ausreichend durchblutet und fallen ab. Zum Hämorrhoiden Veröden injiziert der Arzt eine Lösung in die geschwollenen Hämorrhoiden, sodass sie zusammenschrumpfen. Im fortgeschrittenen Stadium 3 und im vierten Stadium können sie nur noch operativ entfernt werden. Mitunter ist sogar ein mehrmaliger Eingriff notwendig.

Wie Sie Hämorrhoiden vorbeugen können


Um keine Hämorrhoiden zu bekommen, gehen Sie am besten genauso vor wie Sie das zur Unterstützung Ihrer Hämorrhoiden Behandlung tun. Sie stellen Ihre Ernährungsweise auf viel Rohkost, Obst und ballaststoffreiche Lebensmittel um und reduzieren Süßigkeiten und stark verarbeitete Nahrungsmittel. Außerdem empfiehlt es sich, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen - am besten mehrere Liter stilles Mineralwasser täglich.

Auf diese Weise vergrößert sich die Stuhlmenge und Sie haben einen weichen, geformten Stuhl, der beim Stuhlgang keine Schmerzen bereitet. Und kommt es doch einmal zur Verstopfung, sollten Sie sich natürliche Abführmittel wie Leinsamen, Weizenkleie und Indische Flohsamenschalen besorgen und mit viel Flüssigkeit (sie quellen stark auf!) zusammen einnehmen.

Eine weitere Möglichkeit, die Behandlung von Hämorrhoiden noch zu unterstützen, besteht darin, sich bessere Stuhlgewohnheiten anzugewöhnen. Verspüren Sie Stuhldrang, sollten Sie unbedingt schnellstmöglich zur Toilette gehen, damit der Darminhalt nicht wieder verhärtet.

Wenn Sie Sport betreiben möchten, sollten Sie bei stark ausgeprägten und schmerzenden Hämorrhoiden auf keinen Fall joggen, Tennis spielen oder eine Ballsportart ausüben, da damit Ihr Beckenboden zu stark erschüttert und Ihr Enddarm übermäßig belastet wird. Empfehlenswert ist auch das tägliche Schließmuskel-Training: Sie ziehen alle 2 bis 3 Sekunden die Schließmuskeln zusammen, halten sie und lassen sie dann wieder los. Diese Übung sollten Sie mindestens 30 Mal und mehrmals täglich durchführen.

 

Ähnliche Artikel