Directly go to the content
Hygrton

Hygroton

Hygroton ist ein Entwässerungsmittel (ein harntreibendes Medikament). Der Wirkstoff Chlortalidon sorgt dafür, dass mehr Flüssigkeit aus dem Körper ausgeschwemmt wird. Dies hat u. a. eine blutdrucksenkende Wirkung. 

Hygroton 

 

Hygroton ist ein Entwässerungsmittel (ein harntreibendes Medikament). Der Wirkstoff Chlortalidon sorgt dafür, dass mehr Flüssigkeit aus dem Körper ausgeschwemmt wird. Dies hat u. a. eine blutdrucksenkende Wirkung. 

 

Inhalt 

Was ist Hygroton? 

Wann wird Hygroton angewendet? 

Wie wird Hygroton angewendet? 

Welche Dosierungen gibt es? 

Welche Nebenwirkungen hat Hygroton? 

Wann darf Hygroton nicht angewendet werden? 

Kann Hygroton in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet werden? 

Wo ist Hygroton erhältlich? 

Ist Hygroton rezeptfrei erhältlich? 

Quellenangaben 

 

Was ist Hygroton? 

Hygroton gehört zu den Thiaziddiuretika (schwach wirkende Entwässerungsmittel). Dieses Arzneimittel regt die Harnproduktion in den Nieren an. Dadurch müssen Sie häufiger Wasser lassen und wird die überschüssige Flüssigkeit ausgeschwemmt. 

 

Wann wird Hygroton angewendet? 

Entwässerungsmittel wie Hygroton werden u. a. verschrieben bei: 

  • Bluthochdruck. Wenn der Körper zu viel Flüssigkeit zurückhält, kann der Druck auf die Blutgefäße zu hoch werden. Ein hoher Blutdruck wiederum erhöht das Herz-Kreislauf-Risiko. Entwässerungstabletten reduzieren die Wasseransammlungen. Dadurch wird auch der Blutdruck gesenkt. 
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche). Bei einer Herzinsuffizienz ist die Pumpleistung des Herzens herabgesetzt. Dies verursacht Beschwerden wie Abgeschlagenheit und Atemnot sowie Flüssigkeit hinter der Lunge oder in den Beinen. Hygroton senkt den Blutdruck, sodass das Herz weniger hart zu arbeiten braucht. Die Pumpleistung des Herzens wird verbessert und die Beschwerden klingen ab. 
  • Ödeme. Bei einem Ödem lagert der Körper Wasser ein. Die Ursache kann Herzinsuffizienz, eine eingeschränkte Nierenfunktion oder eine bestimmte Lebererkrankung sein. Doch auch Medikamente können zu vermehrten Wassereinlagerungen führen. Ödeme erkennen Sie an geschwollenen Füßen und Knöcheln. Auch Atemnot und Abgeschlagenheit können auf ein Ödem hinweisen. Die Flüssigkeit befindet sich in diesem Fall hinter der Lunge. Entwässerungs- bzw. harntreibende Tabletten sorgen dafür, dass Wasseransammlungen ausgeschieden werden.  

 

Wie wird Hygroton angewendet? 

Hinsichtlich der Anwendung richten Sie sich bitte nach den Anweisungen Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin. Halten Sie sich genau an die verschriebene Dosierung. Allgemeine Richtlinien für die Anwendung von Hygroton: 

  • Schlucken Sie die Tablette unzerkaut mit einem Glas Wasser. 
  • Nehmen Sie dieses Medikament einmal täglich ein? Legen Sie dann den Einnahmezeitpunkt auf den Morgen. 
  • Nehmen Sie dieses Medikament einmal täglich ein und haben Sie eine Einnahme vergessen? Dann holen Sie diese noch nach, wenn es nicht später ist als vier Uhr nachmittags (16:00 Uhr). Bei einer späteren Einnahme müssen Sie nachts zu oft Wasser lassen. 
  • Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören Schwindel, Müdigkeit und Augenbeschwerden. Nehmen Sie nicht am Verkehr teil und vermeiden Sie andere riskante Aktivitäten, solange Sie diese Beschwerden bei sich feststellen. 
  • Seien Sie vorsichtig mit Alkohol. Alkohol kann Nebenwirkungen wie Schwindel und Müdigkeit auslösen oder verstärken. 

Weitere Informationen über die Anwendung von Hygroton finden Sie auf dem Beipackzettel. 

 

Welche Dosierungen gibt es? 

Hygroton ist in Tabletten à 25 mg und 50 mg erhältlich. Ihr Arzt entscheidet, welche Wirkstärke Sie benötigen. Die üblichen Dosierungsrichtlinien für Hygroton: 

Bluthochdruck 

  • Erwachsene: einmal täglich 0,5 bis 2 Tabletten à 25 mg. Der Arzt kann diese Anfangsdosis nach einiger Zeit anpassen. Die übliche Erhaltungsdosis beträgt einmal täglich 0,5 bis 1 Tablette à 25 mg, sofern vom Arzt nicht anders verordnet. 

Ihr Arzt entscheidet, ob und in welcher Dosierung dieses Arzneimittel für Kinder geeignet ist. Für die Anwendung bei anderen Erkrankungen als Bluthochdruck gelten ggf. andere Dosierungsempfehlungen. Zusätzliche Informationen über die Dosierung von Hygroton finden Sie auf dem Beipackzettel. 

 

Welche Nebenwirkungen hat Hygroton? 

Medikamente können Nebenwirkungen verursachen, die aber nicht bei jedem Anwender auftreten. Zu den möglichen Nebenwirkungen von Hygroton gehören u. a.: 

  • Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung; 
  • Mundtrockenheit; 
  • Schwindel; 
  • Appetitlosigkeit; 
  • niedriger Blutdruck; 
  • Herzklopfen; 
  • Hautausschlag; 
  • verschwommene Sicht. 

Eine vollständige Übersicht über mögliche Nebenwirkungen steht auf dem Beipackzettel. Wenn diese oder andere Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt. 

 

Wann darf Hygroton nicht angewendet werden? 

Dieses Medikament ist nicht für jeden geeignet. Hygroton darf u. a. nicht angewendet werden: 

  • bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Chlortalidon oder einen der Hilfsstoffe in der Tablette (siehe Beipackzettel); 
  • bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen; 
  • bei erhöhtem Kalziumgehalt im Blut; 
  • bei Natrium- oder Kaliummangel im Blut; 
  • wenn Ihre Nieren keinen oder fast keinen Harn produzieren; 
  • bei Gicht (auch in der Vorgeschichte); 
  • wenn Sie schwanger sind oder stillen. 

In einigen Fällen ist besondere Vorsicht mit diesem Arzneimittel geboten. Informieren Sie z. B. Ihren Arzt, wenn Sie an Diabetes oder einem hohen Cholesterinspiegel leiden. 

Zusätzliche Warnhinweise zur Anwendung von Hygroton finden Sie auf dem Beipackzettel. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie nicht sicher sind, ob Hygroton für Sie geeignet ist. 

 

Kann Hygroton in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet werden? 

Einige Medikamente beeinflussen sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Man nennt dies auch Wechselwirkungen. Bei Hygroton kommt es zu Wechselwirkungen mit u. a.: 

  • bestimmten Medikamenten gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen (ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Rezeptorblocker); 
  • bestimmten Schmerzmitteln (NSAR wie Aspirin, Diclofenac und Ibuprofen); 
  • glukosesenkenden Medikamenten (Insulin oder andere Medikamente zur Behandlung von Diabetes); 
  • Colestyramin (ein Mittel zur Senkung der Blutfette). 

Eine Übersicht aller Medikamente, bei denen eine Wechselwirkung mit Hygroton auftreten kann, finden Sie auf dem Beipackzettel. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob Sie Ihre Medikamente mit Hygroton kombinieren dürfen. 

 

Wo ist Hygroton erhältlich? 

Hygroton ist nur in Apotheken und Online-Apotheken erhältlich.  

 

Ist Hygroton rezeptfrei erhältlich? 

Hygroton ist verschreibungspflichtig und somit nur mit einem ärztlichen Rezept erhältlich. 

 

Quellenangaben 

 

Apotheken Umschau. (2021, 16. Februar). Hygroton – Anwendung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen. https://www.apotheken-umschau.de/medikamente/beipackzettel/hygroton-25-mg-tabletten-3524910.html 

Niederländische Herzstiftung. (s.d.). Alles über harntreibende Medikamente. Herzstiftung. Verfügbar unter https://www.hartstichting.nl/hart-en-vaatziekten/behandelingen/medicijnen/plasmiddelen [26. April 2021] 

Niederländischer Apothekerverband. (2021, 14. April). Chlortalidon. Apotheek.nl. https://www.apotheek.nl/medicijnen/chloortalidon# 

Institut für Gesundheitsleistungen Niederlande. (s.d.). Chlortalidon. Pharmakotherapeutischer Kompass. Verfügbar unter https://www.farmacotherapeutischkompas.nl/bladeren/preparaatteksten/c/chloortalidon# [26. April 2021]