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Oxybugamma

Oxybugamma

Oxybugamma ist ein Medikament gegen bestimmte Arten unfreiwilligen Harnverlustes infolge einer überaktiven Blase. Der Wirkstoff Oxybutynin entspannt die Muskulatur der Blase, wodurch der Harndrang reduziert wird. Die Tabletten sind auch für Kinder ab 5 Jahren geeignet. 

Oxybugamma 

Oxybugamma ist ein Medikament gegen bestimmte Arten unfreiwilligen Harnverlustes infolge einer überaktiven Blase. Der Wirkstoff Oxybutynin entspannt die Muskulatur der Blase, wodurch der Harndrang reduziert wird. Die Tabletten sind auch für Kinder ab 5 Jahren geeignet. 

 

Inhalt 

Was ist Oxybugamma? 

Wann wird Oxybugamma angewendet? 

Wie wird Oxybugamma angewendet? 

Welche Dosierungen gibt es? 

Welche Nebenwirkungen hat Oxybugamma? 

Wann darf Oxybugamma nicht angewendet werden? 

Kann Oxybugamma in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet werden? 

Wo ist Oxybugamma erhältlich? 

Ist Oxybugamma rezeptfrei erhältlich? 

Quellenangaben 

 

Was ist Oxybugamma? 

Oxybugamma-Tabletten enthalten Oxybutynin. Dieser Arzneistoff gehört zu den muskelentspannenden Mitteln (Muskelrelaxantien). Oxybugamma entspannt die Muskulatur der Blase. Dadurch kann die Blase mehr Urin fassen, bevor Harndrang entsteht. Sie haben weniger schnell das Gefühl, urinieren zu müssen. 

 

Wann wird Oxybugamma angewendet? 

Oxybugamma wird u. a. bei einer überaktiven Blase verschrieben. Zu den Symptomen dieser Erkrankung gehören: 

  • Dranginkontinenz. Sie müssen oft mit geringen Volumina urinieren, während die Blase noch (lange) nicht voll ist. Der Harndrang tritt häufig so plötzlich und stark auf, dass Sie es manchmal nicht mehr bis zu einer Toilette schaffen. 
  • vermehrter nächtlicher Harndrang, Bettnässen. 

 

Oxybugamma wirkt nicht bei anderen Inkontinenzarten wie Urinverlust durch Bücken, Lachen oder Niesen (Belastungsinkontinenz) oder bei Problemen beim Wasserlassen, die von einer Prostatavergrößerung, einer Nervenerkrankung oder einem Harnwegsinfekt (Blasenentzündung) verursacht werden. 

 

Wie wird Oxybugamma angewendet? 

Richten Sie sich bei der Anwendung von Oxybugamma immer nach den Anweisungen Ihres Arztes. Die allgemeine Richtlinien für die Anwendung von Oxybugamma lauten wie folgt: 

  • Die Tablette wird mit etwas Wasser eingenommen. Dieses Medikament kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. 
  • Schlucken Sie die Tablette unzerkaut. 
  • Haben Sie eine Einnahme vergessen? Nehmen Sie die Tablette, sobald Sie sich daran erinnern und solange es nicht schon fast Zeit für die nächste Dosis ist. Nehmen Sie nie eine doppelte Dosis dieses Medikaments, um die verpasste Dosis auszugleichen. 
  • Haben Sie versehentlich zu viel Oxybugamma eingenommen, setzen Sie sich unverzüglich mit Ihrem Arzt in Verbindung. 
  • Führen Sie keine riskanten Tätigkeiten aus (wie Autofahren oder das Bedienen von Maschinen), solange Sie Nebenwirkungen wie Schwindel und Verschwommensehen bei sich feststellen. Diese Nebenwirkungen treten vor allem während der ersten Tage der Behandlung und zwischenzeitlich bei einer Dosiserhöhung auf. 
  • Alkoholische Getränke verstärken die Nebenwirkungen dieses Arzneimittels. Deshalb ist mit Alkohol Vorsicht geboten. 

Auf dem Beipackzettel finden Sie weitere Informationen zur Anwendung von Oxybugamma. 

 

Welche Dosierungen gibt es? 

Oxybugamma ist in Tabletten von 2,5 mg und 5 mg erhältlich. Ihr Arzt legt fest, welche Wirkstärke und Anwendungsdauer für Sie erforderlich sind. Die üblichen Dosierungsrichtlinien lauten wie folgt: 

  • Erwachsene: Die Anfangsdosis beträgt dreimal täglich 1 Tablette à 2,5 mg; 
  • ältere Menschen und Kinder über 5 Jahre: Die Anfangsdosis beträgt zweimal täglich 1 Tablette à 2,5 mg. 

Nach der Anfangsdosis sollte nach Absprache mit Ihrem Arzt die niedrigste wirksame Erhaltungsdosis gewählt werden. Für Kinder über 5 Jahre wird das Arzneimittel entsprechend dem Körpergewicht dosiert. 

Auf dem Beipackzettel finden Sie zusätzliche Informationen über die Dosierung von Oxybugamma. Fragen Sie im Zweifel Ihren Arzt oder Apotheker. 

 

Welche Nebenwirkungen hat Oxybugamma? 

Während der Behandlung mit Oxybugamma können bei manchen Patienten Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören u. a.: 

  • Mundtrockenheit 
  • Kopfschmerzen 
  • Übelkeit 
  • Verstopfung (Obstipation) 
  • trockene Augen 
  • Schwierigkeiten beim Wasserlassen 
  • Verschwommensehen 
  • Schwindel 

Eine vollständige Übersicht über die möglichen Nebenwirkungen finden Sie auf dem Beipackzettel. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn ernste, starke oder länger anhaltende Nebenwirkungen auftreten. 

 

Wann darf Oxybugamma nicht angewendet werden? 

Dieses Arzneimittel ist nicht für jedermann geeignet. Wenden Sie Oxybugamma u. a. nicht an bei: 

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Oxybutynin oder einen der Hilfsstoffe in der Tablette (siehe Packungsbeilage für die Bestandteile); 
  • der Augenkrankheit Engwinkelglaukom; 
  • der Muskelerkrankung Myasthenia gravis; 
  • einem Verschluss der Harnwege, der Schwierigkeiten beim Wasserlassen auslösen kann; 
  • Verengung oder schweren Entzündungen im Magen-Darm-Trakt. 

In einigen Situationen ist mit der Anwendung dieses Arzneimittels besondere Vorsicht geboten. Dazu gehören u. a. Leber- oder Nierenfunktionsstörungen, Schilddrüsenüberfunktion, bestimmte Herz- und Gefäßerkrankungen, bestimmte Magen- und/oder Speiseröhrenbeschwerden, die Parkinson-Krankheit oder eine Prostatavergrößerung. 

Sind Sie schwanger oder stillen Sie? Wenden Sie Oxybugamma dann ausschließlich nach Absprache mit Ihrem Arzt an. 

Zusätzliche Warnhinweise zur Anwendung von Oxybugamma finden Sie auf dem Beipackzettel. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Oxybugamma für Sie geeignet ist. 

 

Kann Oxybugamma in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet werden? 

Bei Oxybugamma kann eine Wechselwirkung mit u. a. den folgenden Medikamenten auftreten: 

  • bestimmten Arzneimitteln gegen die Parkinson-Krankheit (z. B. Biperiden, Levodopa); 
  • bestimmten Antihistaminen (Medikamente gegen Allergien); 
  • bestimmten Medikamenten gegen psychische Erkrankungen (Neuroleptika); 
  • bestimmten Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen (z. B. Chinidin); 
  • bestimmten Arten von Antidepressiva; 
  • bestimmten Arzneimitteln, die die Magen-Darm-Bewegung beeinflussen (z. B. Domperidon); 
  • bestimmten Antibiotika (Erythromycin). 

Eine umfassende Übersicht aller Medikamente, bei denen es zu Wechselwirkungen mit Oxybugamma kommen kann, finden Sie auf dem Beipackzettel. Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie Ihre Medikamente mit Oxybugamma kombinieren können. 

 

Wo ist Oxybugamma erhältlich? 

Oxybugamma ist ausschließlich in Apotheken oder Online-Apotheken erhältlich. 

 

Ist Oxybugamma rezeptfrei erhältlich? 

Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig, es ist also nur mit einem ärztlichen Rezept erhältlich. 

 

Quellenangaben 

 

Apotheken Umschau. (2018, 02. August). OXYBUGAMMA – Anwendung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen. https://www.apotheken-umschau.de/Medikamente/Beipackzettel/OXYBUGAMMA-5-Tabletten-106939.html 

Niederländischer Apothekerverband. (2016, 18. Oktober). Oxybutynin-zur-Einnahme. Apotheek.nl. Verfügbar unter https://www.apotheek.nl/medicijnen/oxybutynine-om-in-te-nemen?product=oxybutynine 

Institut für Gesundheitsleistungen Niederlande. (s.d.). Oxybutynin. FK Online. Verfügbar unter https://www.farmacotherapeutischkompas.nl/bladeren/preparaatteksten/o/oxybutynine [28. Januar 2021]