Bisoprolol

  • Bei Bluthochdruck und Angina Pectoris
  • Morgens einnehmen
  • Kann zu Schwindelgefühlen führen
  • Vorsicht mit Alkohol

Über Bisoprolol

Bisoprololfumarat gehört zur Arzneimittelklasse der sogenannten Betablocker. Diese Arzneimittel schützen das Herz vor zu viel Aktivität. Das Herz wird entlastet und der Blutdruck sinkt.

Bisoprolol wird eingesetzt bei Angina Pectoris (Brustschmerzen durch eine Verengung eines Blutgefäßes, das den Herzmuskel mit Sauerstoff versorgt) und bei Bluthochdruck (Hypertonie).

Anwendung/Wirkung

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Sind Sie sich nicht sicher, wie Sie es richtig verwenden? Fragen Sie dann bitte Ihren Arzt oder Apotheker.

Nehmen Sie die Tablette im Ganzen ein und legen Sie die Einnahme auf den Morgen.

Seien Sie vorsichtig mit Alkohol; dieser kann Nebenwirkungen wie Schwindel hervorrufen oder verstärken. Setzen Sie sich bei Schwindelgefühlen nicht an das Steuer eines Fahrzeugs und bedienen Sie keine schweren Maschinen.

Dosierung

Ihr Arzt wird Ihnen sagen, welche Dosierung für Sie geeignet ist, und in der Regel mit der niedrigsten Dosis (5 mg) beginnen. Die übliche Dosierungsempfehlung lautet:

  • Erwachsene: 10 mg einmal täglich mit einer empfohlenen Höchstdosis von 20 mg. Nehmen Sie die Tabletten jeden Tag etwa zur gleichen Zeit ein.

Leiden Sie unter einer Leber- oder Nierenerkrankung? Dann dürfen Sie die Dosis von 10 mg einmal täglich nicht überschreiten. Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen.

Für Kinder und Jugendliche ist dieses Arzneimittel nicht geeignet.

Verkehrstüchtigkeit/Alkohol

Bisoprolol kann Sie müde, schläfrig oder schwindelig machen. Setzen Sie sich nicht an ein Lenkrad und bedienen Sie keine Maschinen, wenn Sie diese Nebenwirkungen bemerken. Alkohol kann diese Nebenwirkungen auslösen oder verstärken. Also Vorsicht mit Alkohol.

Über- oder Unterdosierung/ Absetzen von Bisoprolol

Haben Sie eine Einnahme vergessen? Dann holen Sie diese spätestens 12 Stunden nach dem üblichen Einnahmezeitpunkt nach. Wenn mehr Zeit vergangen ist, lassen Sie die vergessene Dosis aus und fahren Sie danach mit der Einnahme wie gehabt fort.

Haben Sie eine größere Menge dieses Medikaments eingenommen als verordnet? Wenden Sie sich dann sofort an einen Arzt oder Apotheker.

Wenn Sie das Medikament absetzen möchten, so besprechen Sie dies erst mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Setzen Sie Bisoprolol nicht abrupt ab.

Wann darf das Medikament nicht angewendet werden

Bisoprolol ist nicht für jeden geeignet. Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie schon einmal an pfeifender Atmung oder schwerem Asthma gelitten haben;
  • wenn Sie an Herzerkrankungen leiden, bei denen die Herzfrequenz sehr niedrig oder der Herzschlag unregelmäßig ist;
  • wenn Sie einen sehr niedrigen Blutdruck haben, sodass Ihnen beim Aufstehen schwindlig werden kann;
  • bei schweren Durchblutungsstörungen;
  • wenn Sie allergisch gegen einen der Bestandteile dieses Arzneimittels sind (siehe unter dem Abschnitt „Zusammensetzung“);
  • bei akuter Herzinsuffizienz sowie bei sich verschlechternder Herzinsuffizienz, bei der Medikamente in eine Vene injiziert werden müssen, die die Kontraktionskraft des Herzens erhöhen;
  • bei kardiogenem Schock (eine zu niedrigem Blutdruck und Kreislaufversagen führende akute schwere Herzerkrankung);
  • wenn Sie an einem Zustand leiden, bei dem sich zu viel Säure im Blut befindet (metabolische Azidose);
  • bei einem unbehandelten Nebennierentumor.

Wann ist besondere Vorsicht mit diesem Medikament geboten?

Sprechen Sie vor der Anwendung von Bisoprolol mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin:

  • wenn Sie Leber- oder Nierenprobleme haben;
  • wenn Sie an Herzinsuffizienz leiden;
  • wenn Sie ein Arzneimittel gegen Ihren hohen Blutzuckerspiegel (Diabetes) einnehmen;
  • wenn Sie an Schuppenflechte leiden (oder gelitten haben);
  • wenn Sie wegen Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie) behandelt wurden;
  • wenn Sie wegen eines Phäochromozytoms (ein seltener Nebennierentumor) behandelt werden;
  • wenn Sie ein Problem mit Ihrer Schilddrüse haben;
  • wenn Sie unter pfeifender Atmung oder Atembeschwerden (Asthma) leiden;
  • wenn Sie keine feste Nahrung zu sich nehmen;
  • wenn Sie wissen, dass Sie an einem AV-Block 1. Grades leiden;
  • wenn Sie an einer Prinzmetal-Angina leiden;
  • wenn Sie Probleme mit der Blutzirkulation in den Gliedmaßen haben, z. B. in Händen und Füßen.
  • Ist bei einem Arzt-, Krankenhaus- oder Zahnarzttermin eine Betäubung notwendig? Dann informieren Sie den betreffenden Arzt oder die Ärztin darüber, welche Arzneimittel Sie einnehmen.

Schwangerschaft und Stillzeit

Bisoprololfumarat kann das ungeborene Kind gefährden. Es besteht ein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt, einer Fehlgeburt, eines niedrigen Blutzuckerspiegels und einer verminderten Herzfrequenz des Kindes. Auch das Wachstum des Babys kann beeinflusst werden. Daher sollte Bisoprololfumarat während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich. Diese Entscheidung trifft Ihr Arzt oder Ihre Ärztin.

Es ist nicht bekannt, ob Bisoprololfumarat in die Muttermilch ausgeschieden wird. Daher wird das Stillen während der Behandlung mit diesem Medikament nicht empfohlen.

Verwenden Sie noch andere Medikamente?

Bei Bisoprolol tritt eine Wechselwirkung mit einigen Medikamenten auf. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin daher immer darüber, welche Medikamente und/oder Nahrungsergänzungsmittel Sie verwenden. Bei u. a. den folgenden Arzneimitteln kommt es zu einer Wechselwirkung mit Bisoprolol:

  • Arzneimittel, die eingesetzt werden, um den Blutdruck zu kontrollieren, oder Arzneimittel zur Behandlung von Herzproblemen (z. B. Adrenalin, Bepridil, Clonidin, Diltiazem, Digoxin, Lidocain, Verapamil und andere Betablocker)
  • Arzneimittel gegen Depressionen und psychische Störungen wie trizyklische Antidepressiva, Phenothiazine, Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) und Barbiturate
  • Medikamente, die bei Operationen zur Anästhesie verwendet werden
  • Entzündungshemmer (sogenannte NSAID bzw. NSAR wie Ibuprofen, Naproxen)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Malaria (Mefloquin) und Migräne (Ergotamin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes
  • Arzneimittel gegen Asthma, Nasenverstopfung und bestimmte Augenkrankheiten wie Glaukom oder Pupillenerweiterung

Auf dem Beipackzettel finden Sie eine vollständige Übersicht über die Medikamente, bei denen eine Wechselwirkung mit Bisoprolol auftritt. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie diese oder andere Medikamente mit Bisoprolol kombinieren möchten.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch Bisoprololfumarat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten. Einige der möglichen Nebenwirkungen:

Häufig (bei mehr als 1 von 100 Behandelten, jedoch bei weniger als 1 von 10 Behandelten)

  • Müdigkeit, Schwindel, Kopfschmerzen (besonders zu Behandlungsbeginn; diese sind im Allgemeinen leicht und verschwinden oft innerhalb von 1 bis 2 Wochen)
  • Kälte oder Taubheitsgefühl in den Gliedmaßen (Finger oder Zehen) oder in Ohren und Nase; häufiger auftretende Beinkrämpfe beim Gehen
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung
  • Leichtigkeitsgefühl im Kopf aufgrund von niedrigem Blutdruck, insbesondere beim schnellen Aufstehen

Gelegentlich (bei mehr als 1 von 1.000 Behandelten, jedoch bei weniger als 1 von 100 Behandelten)

  • Schlafstörungen
  • Depressionen
  • langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag
  • Verschlechterung der Herzinsuffizienz
  • Atembeschwerden (bei Patienten mit Asthma oder einer Vorgeschichte von Atembeschwerden
  • Muskelschwäche, Krämpfe und Gelenkschmerzen

Auf dem Beipackzettel finden Sie eine Übersicht über weniger häufig auftretende Nebenwirkungen. Halten Sie Rücksprache mit einem Arzt oder einer Ärztin, wenn Sie schwerwiegende Nebenwirkungen bei sich feststellen, oder Nebenwirkungen, die nicht auf dem Beipackzettel angegeben sind.

Zusammensetzung

Der Wirkstoff in diesem Mittel ist Bisoprololfumarat.

  • Jede Tablette à 5 mg enthält 5 mg Bisoprololfumarat.
  • Jede Tablette à 10 mg enthält 10 mg Bisoprololfumarat.

Die sonstigen Bestandteile sind Lactose-Monohydrat, mikrokristalline Cellulose, Magnesiumstearat und Crospovidon.

  • Jede Tablette à 5 mg enthält außerdem einen gelben Farbstoff (der Lactose und gelbes Eisenoxid enthält).
  • Jede Tablette à 10 mg enthält außerdem einen beigen Farbstoff (der Laktose sowie rotes und gelbes Eisenoxid enthält).

Die Hersteller von Bisoprololfumarat-Tabletten sind:

Niche Generics Ltd

Unit 5

151 Baldoyle Industrial Estate

Dublin 13

Irland

Dexcel Pharma GmbH

Röntgenstr. 1

63755 Alzenau

Deutschland

Kwizda Pharma GmbH

Effingergasse 21

1160 Wien

Österreich

Beipackzettel

Lesen Sie vor der Anwendung den Beipackzettel. Den offiziellen Beipackzettel von Bisoprololfumarat-Tabletten können Sie hier herunterladen.

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