Menü
Andere Konsultationsservices antivirale Mittel Frau Buch Lesen
  • Antibiotika
  • Sonstige Dienste

Antibiotika

Antibiotika sind Medikamente zur Bekämpfung von Bakterien, die eine Infektion im Körper verursacht haben. Antibiotika wirken nur bei bakteriellen Infektionen; Infektionen, die durch ein Virus verursacht werden, können damit nicht bekämpft werden. Darüber hinaus gibt es verschiedene Arten von Antibiotika für verschiedene Arten von Bakterien.

Weltweit steht der (übermäßige) Einsatz von Antibiotika zunehmend im Brennpunkt. Der Grund ist das Risiko einer Resistenz gegen diese Medikamente. Das derzeitige Angebot in dieser Kategorie wurde abermals geprüft und entsprechend den jüngsten Erkenntnissen neu zusammengestellt.

Wie funktioniert Dokteronline.com?

  1. 1
    Sie wählen Ihre Behandlung

    Lernen Sie die Möglichkeiten kennen und wählen Sie eine Behandlung, die zu Ihnen passt.

  2. 2
    Wir stehen Ihnen zur Seite

    Ein Arzt prüft Ihren ärztlichen Fragebogen und leitet Ihr Rezept an eine der angeschlossenen Apotheken weiter.

  3. 3
    Bequeme Lieferung

    Ihr Päckchen wird schnell und einfach zu Ihnen nach Hause geliefert.

Lesen Sie mehr

Was sind Antibiotika?

Antibiotika sind Medikamente, die verwendet werden, um Bakterien abzutöten oder zu hemmen, die sich in unserem Körper vermehrt und dort eine Infektion verursacht haben. Bakterien sind mit bloßem Auge nicht zu sehen, aber wir infizieren uns jeden Tag mit ihnen. Trotzdem werden wir nicht immer krank. Denn unser Immunsystem schützt uns und nicht immer sind diese Eindringlinge bösartig. In unserem Körper befinden sich auch permanent Bakterien, die für uns nützliche Arbeiten verrichten. So verdauen sie Nahrung in unserem Darm und stoppen schädliche Eindringlinge auf der Haut. Wenn aber pathogene Bakterien in den Körper gelangen und Ihre Abwehrkräfte nicht ausreichen, um diese zu bekämpfen, werden Sie krank. Dann können sich die Erreger sehr schnell vermehren und eine Infektion wie zum Beispiel eine Lungenentzündung verursachen, die oft mit Fieber einhergeht. Lungenentzündungen oder Herzklappeninfektionen können tödlich sein, wenn keine Antibiotika verabreicht werden. Der Körper ist in diesem Fall nämlich kaum in der Lage, sich aus eigenen Kräften von dieser Krankheit zu erholen. Antibiotika können daher lebensrettend sein. Sie wirken jedoch nur bei bakteriellen Infektionen- Infektionen durch ein Virus, wie z. B. eine Erkältung oder Magen-Darm-Grippe, können damit nicht bekämpft werden. Und manchmal reichen Bettruhe oder andere einfache Maßnahmen aus, um wieder gesund zu werden. Dann verschreibt der Arzt/die Ärztin keine Antibiotika.

Es hängt von den Symptomen und der Art der Bakterien ab, welches Antibiotikum zur Bekämpfung einer Entzündung geeignet ist. Manchmal ist es notwendig, Urin oder Eiter an ein Labor zu schicken, um feststellen zu lassen, welches Bakterium die Infektion verursacht und welches Antibiotikum benötigt wird, denn jedes Bakterium ist anders aufgebaut.

Beispiele für Antibiotika sind:

  • Penizillin;
  • Minocyclin;
  • Doxycyclin;
  • Ciprofloxacin;
  • Claritromycin.

Im Allgemeinen lassen sich Antibiotika in Schmalband- und Breitbandantibiotika unterteilen. Schmalbandantibiotika sind spezifisch gegen Infektionen mit einer bestimmten Bakteriengruppe indiziert. Breitbandantibiotika bekämpfen dagegen mehrere Arten von Bakterien gleichzeitig. Ärzte verschreiben lieber Schmalbandantibiotika, weil sie während der Behandlung weniger nützliche Bakterien abtöten. Dadurch wird die Anzahl der Nebenwirkungen reduziert. Sie können aber nur verschrieben werden, wenn die Art der Bakterien, welche die Entzündung verursachen, bekannt ist. Anderenfalls sind Breitbandantibiotika eine gute Alternative, da sie mehrere verschiedene Arten von Bakterien abtöten. Der Nachteil dabei ist, dass mehr Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden auftreten können, weil damit auch die nützlichen Bakterien in der Darmflora bekämpft werden.

Auch der Ort der Entzündung im Körper ist für die Wahl des richtigen Antibiotikums ausschlaggebend. Beispielsweise sind bestimmte Gewebe gegenüber einer spezifischen Art von Antibiotika mehr oder weniger empfindlich. Der Arzt/Die Ärztin sollte ein Antibiotikum wählen, das in das Gewebe eindringen kann.

Wann werden Antibiotika angewendet?

Eine antibiotische Behandlung wird unter anderem verschrieben bei:

  • Blasenentzündung;
  • Entzündung der Harnwege;
  • Halsentzündung;
  • Chlamydieninfektion;
  • Pneumonie.

Antibiotika werden immer von Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin verschrieben und nur dann eingesetzt, wenn es wirklich notwendig ist. Zum Beispiel, weil Sie nicht genügend Abwehrkräfte haben, um die Infektion selbst zu bekämpfen. Ärzte vermeiden es, Antibiotika zu schnell zu verschreiben, weil sie Resistenzen dagegen verhindern wollen. Dies bedeutet, dass sich das Bakterium an die Wirkung des Medikaments anpassen und dagegen resistent werden könnte. Dadurch könnte diese spezifische Art von Antibiotikum auch bei anderen Patienten nicht mehr gegen dieses Bakterium eingesetzt werden.

Abgesehen davon können Bakterien auch nach und nach resistent werden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die gleiche Art von Antibiotikum wiederholt oder über einen längeren Zeitraum verwendet wird. Antibiotikaresistenzen führen zu gefährlichen Situationen. Im schlimmsten Fall können bakterielle Infektionen künftig nicht mehr behandelt werden, was lebensbedrohlich sein kann.

Da Antibiotika nur Bakterien und keine Viren abtöten, verschreibt der Arzt/die Ärztin diese Art von Medikament nicht, wenn Sie eine Grippe, eine Erkältung oder Windpocken haben. Nehmen Sie das Medikament immer nach den Anweisungen Ihres Arztes/Ihrer Ärztin ein und beenden Sie die Behandlung nicht eigenständig, auch wenn Sie sich nach ein paar Tagen besser fühlen. Andernfalls ist es möglich, dass die Infektion zurückkehrt, da noch nicht alle Bakterien abgetötet sind. Eine Behandlung mit Antibiotika dauert je nach Art der Infektion etwa 5 bis 10 Tage.

Wie werden Antibiotika angewendet?

Wann, wie oft und wie viele Antibiotika Sie einnehmen sollten, hängt von der Art des Antibiotikums, der Schwere der Erkrankung, der Stelle der Infektion im Körper und von Ihrem Körpergewicht ab. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin und die Packungsbeilage werden Ihnen hierzu weitere Auskünfte geben. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren behandelnden Arzt/Ihre behandelnde Ärztin.

Die Antibiotika-Tabletten oder -Kapseln werden am besten im Sitzen oder Stehen mit etwas Wasser eingenommen. Wenn Sie Schwierigkeiten beim Schlucken großer Tabletten oder Kapseln haben, halten Sie Ihren Kopf leicht nach vorne. Nach der Einnahme des Medikaments trinken Sie ein großes Glas Wasser, damit es schnell den Magen erreicht. Einige Antibiotika können bei längerem Verbleiben in der Speiseröhre Schäden verursachen. Wenn Sie Antibiotika in Form einer Brausetablette erhalten haben, lösen Sie diese in etwas Wasser auf. Trinken Sie danach ebenfalls ein großes Glas Wasser. Antibiotika in Form von Getränken werden oft Kindern verschrieben. Einige dieser Getränke enthalten Zucker. In diesem Fall sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Kind nach der Einnahme vor dem Schlafengehen seine Zähne putzt.

Sie reduzieren das Risiko, die Einnahme zu vergessen, wenn Sie das Antibiotikum täglich zur gleichen Zeit einnehmen. Wenn Sie trotzdem einmal eine Dosis ihres Medikaments vergessen, holen Sie diese nach, sobald es Ihnen wieder einfällt, sofern die nächste Einnahme nicht schon kurz bevorsteht. In diesem Fall nehmen Sie die vergessene Dosis nicht mehr ein. Nehmen Sie einfach die nächste zur normalen Zeit. Die vergessene Dosis wird am Ende der Behandlung hinzugefügt, wodurch sich der Behandlungszeitraum verschiebt. Wie bereits erwähnt, ist es sehr wichtig, dass Sie die Behandlung immer ganz abschließen. Es kann verlockend sein, die Einnahme von Antibiotika einzustellen, wenn Sie sich nach 2 oder 3 Tagen besser fühlen, aber das ist gefährlich, da bis dahin möglicherweise nicht alle Bakterien abgetötet wurden. Die hartnäckigsten Bakterien überleben und können Sie wieder krank machen. Darüber hinaus könnten sich die Bakterien anpassen und daher in Zukunft möglicherweise gegen dieses Antibiotikum resistent sein. Das hätte nicht nur Folgen für Sie selbst, sondern für alle Menschen, die diese Antibiotika in Zukunft benötigen. Setzen Sie daher die Behandlung immer bis zum Ende fort.

Für wen sind Antibiotika geeignet?

Antibiotika können sowohl für Kinder als auch für Erwachsene verschrieben werden. Sie werden in bei Babys meist in Form einer Spritze und bei älteren Kindern als Getränk verabreicht.

In welcher Dosierung müssen Antibiotika eingenommen werden?

Einige Antibiotika müssen nur einmal täglich, andere bis zu viermal täglich eingenommen werden. Wenn Ihnen das Antibiotikum mehrmals täglich verschrieben wurde, ist es wichtig, dass Sie das Medikament gleichmäßig über den Tag verteilt einnehmen, damit im Verlauf des Tages die Menge des Antibiotikums in Ihrem Körper gleich bleibt. Verwenden Sie zum Beispiel folgendes Schema:

  • Einmal täglich:
    Jeden Tag zur gleichen Zeit.
  • Dreimal täglich:
    Zur selben Zeit, zu jeder Mahlzeit, zum Beispiel um 09.00, 13.00 und 18.00 Uhr.
  • Viermal täglich:
    Zur selben Zeit, zu jeder Mahlzeit, zum Beispiel um 09.00, 13.00, 18.00 und 22 Uhr.

Bitte beachten Sie, dass einige Antibiotika auf nüchternen Magen eingenommen werden müssen. Diese Anweisung erhalten Sie von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin. Sie ist außerdem auf dem Etikett ersichtlich, z. B.: Einnahme eine halbe Stunde vor oder zwei Stunden nach einer Mahlzeit. Bei anderen Antibiotika spielt es keine Rolle, ob Sie sie vor, während oder nach dem Essen einnehmen. In diesem Fall fehlt auf dem Etikett eine entsprechende Anweisung.

Welche Nebenwirkungen haben Antibiotika?

Im Allgemeinen haben Antibiotika, insbesondere Schmalbandantibiotika, nur wenige Nebenwirkungen. Bei der Anwendung von Breitbandantibiotika sind Nebenwirkungen häufiger, da in diesem Fall auch die guten Bakterien im Darm abgetötet werden. Wässriger Stuhl ist jedoch nicht immer eine Nebenwirkung des Medikaments, er kann auch eine Nebenwirkung der Infektion sein.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Antibiotika sind:

  • Durchfall oder wässriger Stuhl;
  • Überempfindlichkeit oder allergische Reaktion.

Eine Überempfindlichkeit gegen ein bestimmtes Antibiotikum kann zu roten Flecken auf der Haut, Juckreiz oder Fieber führen. Das kann ein Anzeichen für eine Allergie sein, muss es aber nicht. In diesem Fall wenden Sie sich an Ihren Arzt/Ihre Ärztin. Er oder sie wird feststellen, ob es sich um die Folge einer Überempfindlichkeit gegen das von Ihnen eingenommene Antibiotikum handelt.

Antibiotika aus der Gruppe der Tetracycline, wie Doxycyclin und Minocyclin, können eine Überempfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht verursachen. Dadurch können Sie schneller einen Sonnenbrand bekommen, wenn Sie in der Sonne sitzen, auch wenn Ihre Haut normalerweise nicht sonnenempfindlich ist. Dies ist in der Packungsbeilage angegeben. Vermeiden Sie in diesem Fall wenn immer möglich direkte Sonne und schützen Sie Ihre Haut, auch bei bewölktem Himmel, mit einem hochwirksamen Sonnenschutz.

Wenn Sie wissen, dass Sie gegenüber einem Antibiotikum überempfindlich sind, informieren Sie Ihren Arzt/Ihre Ärztin. Auch wenn Sie an anderen Symptomen leiden, die nach 1 bis 2 Tagen nicht abklingen, ist es ratsam, Ihren Arzt/Ihre Ärztin zu konsultieren.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Einige Medikamente können die Wirkung von Antibiotika abschwächen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin immer genau angeben, welche anderen Medikamente Sie einnehmen. Informieren Sie ihn nicht nur über die von einem Spezialisten verschriebene Medikamente, sondern auch über rezeptfrei gekaufte Medikamente wie Abführmittel, Ibuprofen oder Säureblocker.

Darüber hinaus können einige Antibiotika die Zuverlässigkeit der Antibabypille beeinträchtigen. Es ist auch möglich, dass Sie durch ein bestimmtes Antibiotikum Durchfall bekommen, was gleichfalls die Zuverlässigkeit der Pille beeinträchtigen kann. Verwenden Sie in diesem Fall vorübergehend ein zusätzliches Verhütungsmittel, wie z. B. ein Kondom.

Einnahme während der Schwangerschaft, Autofahren und Alkohol.

Einige Antibiotika wie Penicilline können während der Schwangerschaft und Stillzeit unbedenklich eingenommen werden. Aber es gibt auch Antibiotika, die für Ihr ungeborenes Kind schädlich sein können und bei denen die genaue Auswirkung noch nicht bekannt ist. Wenn Sie schwanger sind, den Verdacht haben, dass Sie schwanger sind oder wenn Sie stillen, besprechen Sie dies immer mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin. Er oder sie wird dies bei der Verschreibung von Antibiotika berücksichtigen.

Wenn Sie mit Antibiotika behandelt werden, können Sie normalerweise Auto fahren. Es wird jedoch empfohlen, nicht zu fahren, wenn Sie unter Nebenwirkungen wie starker Übelkeit oder Durchfall leiden, da dies Ihre Konzentrationsfähigkeit beim Fahren beeinträchtigen kann.

Der Konsum von Alkohol ist bei den meisten Antibiotika erlaubt. Dies bedeutet jedoch eine zusätzliche Belastung für die Leber, da nicht nur das Antibiotikum, sondern auch der Alkohol von der Leber abgebaut werden muss. Trinken Sie daher in Maßen.

Wo kann man Antibiotika kaufen?

Antibiotika sind rezeptpflichtig. Sie können diese Medikamente nicht einfach über das Internet oder in einer Apotheke kaufen. Vereinbaren Sie daher immer zuerst einen Arzttermin. Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Ihnen ein Rezept für Antibiotika ausstellen, wenn er oder sie der Meinung ist, dass gegen Ihre Infektion Antibiotika erforderlich sind.

Kann ich Antibiotika rezeptfrei kaufen?

Nein.

Quellen

Drogeninformationszentrum des KNMP (2017). Antibiotika (online). Apotheek.nl. Verfügbar unter: https://www.apotheek.nl/themas/antibiotica#uw-apotheek-en-antibiotica (Gesehen am 23.11.2018).

Ziekenhuis.nl (2018) Welche Arten von Antibiotika gibt es? (online). Ziekenhuis.nl. Verfügbar unter: https://www.ziekenhuis.nl/dossiers/werking-en-bijwerkingen-van-antibiotica-bij-bacteriele-infecties/soorten- antibiotica/item29426 (Gesehen am 22.11.2018).

KNMP (2018). Antibiotika (pdf-Datei). Mijnapotheker.nl. Verfügbar unter: https://www.mijnapotheker.nl/write/Bestanden/400003_antibiotica.pdf (Gesehen am 23.11.2018).

Zurück zum Seitenanfang