Telmisartan

Telmisartan gehört zur Arzneimittelgruppe der RAS-Hemmer. Es senkt den Blutdruck und wird zur Behandlung von Patienten mit hohem Blutdruck eingesetzt. Bei Risikopatienten, die älter sind als 55 Jahre und keine ACE-Hemmer einnehmen dürfen, wird Telmisartan auch zur Senkung des Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos eingesetzt. Mehr Info

Ein Arzt beurteilt Ihre Anfrage und stellt gegebenenfalls ein Rezept aus. Das Rezept wird an eine Apotheke weitergeleitet. Die wiederum schickt Ihnen das Medikament innerhalb von 1 bis 3 Arbeitstagen zu. Hier finden Sie weitere Informationen zur Abwicklung.

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Gesamtbetrag (beinhaltet die Rezept- und Servicegebühr)
Produkt – Gesamtbetrag (beinhaltet die Rezept- und Servicegebühr)

Was ist Telmisartan und wie wird es verwendet?

Telmisartan gehört zur Arzneimittelgruppe der RAS-Hemmer. Es senkt den Blutdruck und wird zur Behandlung von Patienten mit hohem Blutdruck eingesetzt. Bei Risikopatienten, die älter sind als 55 Jahre und keine ACE-Hemmer einnehmen dürfen, wird Telmisartan auch zur Senkung des Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos eingesetzt.

Wie wirkt Telmisartan?

Telmisartan und andere RAS-Hemmer blockieren die Wirkung von Angiotensin-II, eine vom Körper gebildete Substanz, welche die Blutgefäße verengt. Telmisartan entspannt diese Blutgefäße, sodass der Druck darin absinkt. Diese Wirkung wird allmählich in einem Zeitraum von 4 bis 8 Wochen aufgebaut. Danach kann festgestellt werden, wie stark der Blutdruck gesunken ist.

Wie wenden Sie Telmisartan an?

Telmisartan ist nur als Tablette für die orale Anwendung erhältlich. Sie können die Tablette auch zerschneiden oder zerstampfen und mit oder ohne Nahrung einnehmen.

Während der ersten Wochen könnten Sie Schwindelgefühle beim Stehen bemerken. Nehmen Sie das Medikament in den ersten Tagen am Abend ein, während Sie auf dem Bett sitzen. So können Sie sich hinlegen, wenn sich Schwindelgefühle einstellen.

Es kann eine Weile dauern, bis Sie die Wirkung von Telmisartan bemerken. Es empfiehlt sich, den eigenen Blutdruck regelmäßig zu überprüfen und dazu ein Blutdruckmessgerät anzuschaffen. Diese Geräte sind in Apotheken erhältlich.

Telmisartan wird üblicherweise für einen längeren Zeitraum verschrieben. Wenn eine Verbesserung der Symptome eintritt, wird es Ihnen möglicherweise auch in Zukunft verordnet.

Wichtig

Halten Sie sich genau an die ärztlichen Anordnungen. Wenn Sie die Einnahme plötzlich absetzen oder das Medikament nicht einnehmen, kann Ihr Blutdruck steigen und damit auch das Risiko eines sogenannten „kardialen Ereignisses“ (z.B. eines Herzinfarkts).

Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, so holen Sie diese schnellstmöglich nach, es sei denn, es ist fast Zeit für die Einnahme der nächsten Tablette. In diesem Fall nehmen Sie die nächste Dosis zur üblichen Zeit. Nehmen Sie niemals die doppelte Dosis ein, wenn Sie eine Einnahme vergessen haben. Versuchen Sie, das Medikament immer zur gleichen Zeit einzunehmen, da ansonsten die Wirksamkeit beeinträchtigt werden könnte und Ihr Bluthochdruck unzureichend unter Kontrolle wäre.

Dosierung

De übliche Dosis ist einmal täglich 80 mg. Telmisartan wird nur Patienten im Alter von über 55 Jahren verschrieben. Patienten, die älter sind als 65 Jahre, wird möglicherweise eine niedrigere Dosis verordnet. Bei Telmisartan treten Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auf. Wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, erkundigen Sie sich bei Ihrem Arzt oder in Ihrer Apotheke, ob Sie Telmisartan unbedenklich anwenden können. Erwähnen Sie auch die rezeptfreien Medikamente, die Sie ggf. einnehmen.

Lagerung

Telmisartan muss trocken, bei Zimmertemperatur und für Kinder unzugänglich gelagert werden. Achten Sie darauf, dass das Medikament vor Feuchtigkeit geschützt ist.

Nebenwirkungen

Bei 1 von 100 Patienten treten die folgenden Nebenwirkungen auf:

  • Schwindel;
  • Übelkeit;
  • Abgeschlagenheit;  
  • Beschwerden im Bauchbereich;
  • erhöhte Kaliumwerte, was zu Nierenfunktionsstörungen führen kann;
  • grippeähnliche Symptome;
  • Schlaflosigkeit;
  • Mundtrockenheit;
  • verschwommenes Sehen;
  • niedrige Blutzuckerwerte mit darauffolgendem „Hypo“;
  • kalte Hände und Füße, besonders bei Patienten mit dem Reynaud-Syndrom;
  • Leberfunktionsstörungen und veränderte Blutwerte.

Einige Patienten sind allergisch gegen dieses Medikament. Suchen Sie beim ersten Anzeichen für eine allergische Reaktion – z.B. bei Hautausschlag, Nesselsucht, Schwellungen in Mund oder Kehle, erhöhtem Herzschlag – unverzüglich einen Arzt auf.

Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Apotheke über jede festgestellte Nebenwirkung. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit.  

Wann dürfen Sie dieses Medikament nicht verwenden?

Verwenden Sie Telmisartan nicht, wenn Sie schwanger sind oder schwanger werden wollen, sowie während der Stillzeit.

Bei Telmisartan treten mit über 550 Medikamenten Wechselwirkungen auf. Die Liste finden Sie im Kästchen mit den weiterführenden Informationen. Besondere Vorsicht bei der Einnahme dieses Medikaments ist auch bei den folgenden Erkrankungen geboten:  

  • Angioödem;
  • Herzinsuffizienz;
  • Diabetes;  
  • erhöhter Kaliumspiegel im Blut;  
  • niedriger Blutdruck;
  • Nierenarterienstenose;  
  • Nierenfunktionsstörungen;
  • Nieren-/ Lebererkrankungen.

Alkohol/Fahrtüchtigkeit/Nahrungsmittel

Häufig treten zu Beginn der Einnahme von Telmisartan Schwindelgefühle auf. Lenken Sie kein Fahrzeug und trinken Sie keinen Alkohol, wenn Sie diese Nebenwirkung feststellen. Nachdem dieses Symptom abgeklungen ist, dürfen Sie Fahrzeuge lenken und ist auch gegen maßvollen Alkoholkonsum nichts einzuwenden. Hinsichtlich der Ernährung brauchen keine Hinweise beachtet zu werden.