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Thrombose

Thrombosen können sich bei 

Thrombosen können sich bei Männern, wie auch bei Frauen entwickeln, und auch bei jungen, sportlichen Menschen kommen sie vor. Da ist es gut zu wissen, wie man eine Thrombose erkennt. Denn wenn schnell eingegriffen wird, lässt sie sich gut behandeln.  

Behandlungen gegen thrombose

Was ist eine Thrombose? 

Eine Thrombose ist ein Blutpfropf, der eine Vene oder eine Arterie blockiert. Normalerweise findet eine Blutgerinnung in Wunden statt, um diese zu verschließen. Bei einer Thrombose gerinnt das Blut, ohne dass es eine Wunde gibt. Der Blutpfropf, der nur zum Verschließen einer Wunde dient, wird zu groß und wächst weiter. Wenn er sich löst, kann es an der betreffenden Stelle, oder auch anderswo in dem Blutgefäß zu einer Blockade kommen. 

Thrombose-Ursachen 

Drei Faktoren können zu Thrombosen führen und den Gerinnungsprozess aus dem Gleichgewicht bringen. Man bezeichnet diese drei Faktoren auch als Virchowsche Trias. Eine Thrombose bildet sich, wenn sich der Blutfluss verlangsamt oder sich die Zusammensetzung des Blutes durch eine Vorschädigung eines Blutgefäßes verändert. Einige der Bedingungen, die diese Faktoren begünstigen: 

  • Rauchen
  • Schwangerschaft, 
  • die Einnahme der Antibabypille
  • vorgeschädigte Blutgefäße, 
  • Operationen unter Narkose, 
  • erbliche Blutgerinnungsstörung, 
  • fortgeschrittenes Lebensalter, 
  • Krebs, 
  • May-Thurner-Syndrom, 
  • Vorhofflimmern, 
  • langes Stillsitzen (z. B. im Flugzeug), 
  • längere Ruhigstellung der Arme oder Beine. 

Thrombosen treten schneller auf, wenn zwei oder mehr der oben genannten Bedingungen vorliegen. 

Welche Thromboseformen gibt es? 

Bei Thrombosen werden zwei Hauptformen unterschieden:  

  • arterielle Thrombosen bzw. Arterienthrombosen, in Arterien (Schlagadern);  
  • venöse Thrombosen bzw. Venenthrombosen, in Venen. 

Bei Arterienthrombosen entstehen Blutgerinnsel. Die Arterien versorgen den Herzmuskel mit Blut. Arterienthrombosen treten hauptsächlich in den Herzkranzgefäßen auf; es kommt dann zu einem Herzinfarkt. Bei einer Lungenembolie ist eine Schlagader der Lunge verstopft. Eine Thrombose in den Halsschlagadern kann zu einem Hirninfarkt führen. 

Bei einer Venenthrombose bildet sich ein großer Blutpfropf. Es gibt zwei Varianten der Venenthrombose: 

  • die oberflächliche Venenthrombose (OVT); 
  • die tiefe Venenthrombose (TVT). 

Im Körper gibt es oberflächliche und tiefe Venen. Bei der oberflächlichen Venenthrombose befindet sich ein Blutpfropf direkt unter der Hautoberfläche (meistens handelt es sich dabei um Beinvenenthrombosen). Die dabei entstehende Entzündung erkennen Sie an einer Hautrötung, Schwellung und an Schmerzen in der Vene. 

Bei einer tiefen Venenthrombose haben sich Blutgerinnsel in Venen gebildet, die sich tiefer im Körper befinden. Diese Venen liegen in den Muskelschichten und leiten das Blut zum Herzen. Entsprechend ist diese Thromboseform nicht ungefährlich: Der Blutstrom kann in die Lunge gelangen und dort zu einer Lungenembolie führen. 

Die Symptome einer Thrombose 

Es gibt verschiedene Arten von Thrombosen, die alle mit unterschiedlichen Beschwerden einhergehen. 

 Thrombose im Bein / Thrombose im Arm: 

  • gespannte Haut, 
  • lokale Schmerzen, 
  • plötzliche Schwellung, 
  • warmes oder schweres Gefühl, 
  • rote, weiße oder blaue Flecken, 
  • Krämpfe, 
  • glänzende Haut.  

Lungenembolie: 

  • Kurzatmigkeit, 
  • Schmerzen zwischen den Schulterblättern, 
  • Atemnot, 
  • hohe Körpertemperatur, 
  • Husten (auch mit Blut), 
  • Brustschmerzen, 
  • Herzrasen. 

Wie können Sie selbst vorbeugen? 

Vermeiden Sie langes Sitzen oder Liegen. Ganz wichtig ist auch eine gesunde Lebensweise. Dazu gehören z. B.: 

  • eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, 
  • nicht rauchen, 
  • Übergewicht vorbeugen, 
  • zu enge Kleidung vermeiden, 
  • beim Stillsitzen die Beine hochlegen, 
  • viel Wasser trinken, 
  • ausreichend Bewegung. 

Damit helfen Sie Ihren Blutgefäßen, gesund zu bleiben. 

Es gibt auch Übungen, mit denen sich das Thromboserisiko senken lässt. Am besten machen Sie diese Übungen mehrmals täglich: 

  • Zehen beugen und strecken, 
  • auf der Stelle gehen, 
  • Beine anheben. 

Wie wird eine Thrombose festgestellt? 

Wenn Sie Beschwerden haben, die auf eine Thrombose hinweisen, geht Ihr Arzt oder Ihre Ärztin zunächst einen Fragebogen mit Ihnen durch. Auch findet eine Blutuntersuchung statt. Das Ergebnis eines solchen Bluttests ist entscheidend für die weitere Untersuchung. Erhärtet sich der Thromboseverdacht, wird eine Ultraschall- bzw. Duplexuntersuchung oder eine Angiographie durchgeführt. Bei Verdacht auf eine Lungenembolie gehört ein Lungenscan zu den Möglichkeiten.

Welche Behandlungen gibt es? 

Bei Thrombosen gibt es zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten, z. B. den Einsatz von Gerinnungshemmern und eventuell von elastischen Kompressionsstrümpfen (auch Thrombosestrümpfe genannt). Gerinnungshemmer sind Ihnen wahrscheinlich unter der Bezeichnung „Blutverdünner“ bekannt. Diese können das Thromboserisiko senken, oder auch verhindern, dass eine Thrombose sich weiterentwickelt. Letztendlich muss sich das Gerinnsel selbst auflösen. 

Medikamente 

Wurde eine Thrombose festgestellt, werden immer Medikamente eingesetzt. 
Einige Beispiele: 

  • Heparin: wird unter die Haut gespritzt und wirkt sofort gerinnungshemmend. 
  • Cumarine: hemmen die Funktion von Vitamin K. Dieses Vitamin ist für die Produktion von Gerinnungsprotein zuständig. 
  • Thrombozytenaggregationshemmer: milde Gerinnungshemmer (Antikoagulanzien). 
  • DOAK (direkte orale Antikoagulanzien): hemmen die Wirkung von Gerinnungsproteinen. 
    – Lixiana
    – Eliquis
    – Pradaxa
    – Xarelto

Wenn Sie an einer Thrombose im Bein leiden, werden Ihnen elastische Strümpfe (Kompressions- bzw. Thrombosestrümpfe) angepasst. Diese Strümpfe wirken Schwellungen und Krampfadern entgegen. Abends und nachts brauchen die Strümpfe nicht getragen zu werden. Ärzte empfehlen in der Regel, Kompressionsstrümpfe über einen längeren Zeitraum zu tragen. 

Veränderungen im Lebensstil 

Wenn Sie eine Thrombose hatten, werden Sie ärztlich überwacht (es sei denn, Sie nehmen DOAK-ähnliche Arzneimittel ein). Dabei wird der Gerinnungswert Ihres Blutes gemessen und die Medikamentendosis immer wieder neu bestimmt. Kurzum: Der Alltag verändert sich. Die Behandlung kann sich über einen längeren Zeitraum erstrecken, und auch für die Zeit danach empfehlen sich besondere Maßnahmen. Einige Beispiele: 

  • Lassen Sie sich weiterhin ärztlich überwachen. 
  • Geben Sie bei jedem Eingriff an, dass Sie Thrombosepatient sind. Das gilt nicht nur für Operationen, sondern auch für den Zahnarztbesuch. 
  • Lassen Sie sich in Abstimmung mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin eine internationale Bescheinigung für Urlaubsreisen ausstellen. Darin steht, dass Sie wegen einer Thrombose in Behandlung sind. 
  • Bleiben Sie in Bewegung. 
  • Vermeiden Sie Sportarten, die zu Verletzungen führen können. Verringern Sie das Risiko von Blutungen. 
  • Ernähren Sie sich gesund und hören Sie auf Ihren Körper. 

 Zusätzliche Risiken und Nebenwirkungen

Jedes Mittel gegen Thrombosen hat eigene Nebenwirkungen. Weitere Informationen finden Sie auf den Original-Packungsbeilagen.

Vorbeugen – aber wie? 

Manche Menschen haben ein erhöhtes Thromboserisiko. Dies kann angeboren sein, aber auch mit der Art, wie man sich bewegt, zusammenhängen. So können Muskeln über längere Zeit auf die Blutgefäße drücken und Gerinnsel verursachen. Das kann auch beim Sport passieren, oder durch einen Babybauch.  

Grundsätzlich hilft es, gesund zu leben und nicht zu lange in derselben Position zu stehen oder zu sitzen. Ein letzter Tipp: Es kann mehrere Thrombose-Ursachen geben. Passen Sie am besten so viele Lebensbereiche wie möglich so an, dass das Risiko begrenzt wird.