Voriconazole

Voriconazol ist ein Antimykotikum. Es wird zur Behandlung von Pilz- und Hefe-Infektionen (z.B. Candida) eingesetzt.  Mehr Info

Ein Arzt beurteilt Ihre Anfrage und stellt gegebenenfalls ein Rezept aus. Das Rezept wird an eine Apotheke weitergeleitet. Die wiederum schickt Ihnen das Medikament innerhalb von 1 bis 3 Arbeitstagen zu. Hier finden Sie weitere Informationen zur Abwicklung.

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Was ist Voriconazol? 

Voriconazol ist ein Antimykotikum. Es wird zur Behandlung von Pilz- und Hefe-Infektionen (z.B. Candida) eingesetzt. 

Wofür wird Voriconazol verwendet? 

Bestimmte Pilz- und Hefearten gedeihen auf Kosten „guter“ Bakterien. Pilze und Hefen können Infektionen im Gewebe und in Organen verursachen. Besonders anfällig dafür sind Menschen mit einem schwachen Immunsystem, wie z.B. HIV- oder AIDS-Patienten, gebrechliche ältere Menschen sowie Krebs- und Transplantationspatienten. 

Zur Behandlung von Pilzinfektionen werden in der Regel die Arzneimittel Fluconazol oder Itraconazol verschrieben. Wenn diese Medikamente nicht wirken oder bei schweren Infektionen in Gewebe, Blut oder Organen (z.B. bei einer Aspergillose-Infektion in den Lungen) kann Voriconazol verschrieben werden. Manchmal werden Candida-Infektionen in der Speiseröhre mit Voriconazol behandelt. 

Bei einem hohen Infektionsrisiko wegen eines geschwächten Abwehrsystems wird Voriconazol auch zur Vorbeugung angewendet.  

Wie wirkt Voriconazol?  

Voriconazol tötet Pilze und Hefen ab und lässt die Infektion abklingen. 

Nach einigen Tagen bis Wochen werden Sie feststellen, dass Ihre Beschwerden nachlassen. Die Heilung jedoch kann sich über mehrere Monate hinziehen. Es ist sehr wichtig, dass Sie die Therapie nicht vorzeitig abbrechen. 

Wie wenden Sie Voriconazol an? 

Tabletten: Nehmen Sie die Tabletten mit einem halben Glas Wasser ein. Die Einnahme auf leerem Magen erleichtert die Aufnahme des Arzneimittels ins Blut. Nehmen Sie die Tabletten frühestens 2 Stunden nach dem Essen ein. Warten Sie dann mindestens 1 Stunde, bis Sie wieder etwas essen. 

Lösung: Messen Sie die richtige Menge der Lösung mit einem Messbecher oder der mitgelieferten Spritze ab. Richten Sie die gefüllte Spritze auf die Innenseite der Wange und spritzen Sie die Lösung langsam in den Mund. Wenn Sie die Lösung einem Kind geben: Achten Sie darauf, dass das Kind aufrecht sitzt. 

Dosierung 

Halten Sie sich an die ärztlichen Anweisungen. Die genaue Dauer der Therapie hängt von der Art und Schwere der Infektion ab. Eine Therapie mit Voriconazol wird in der Regel für einige Wochen bis Monate verschrieben. Brechen Sie die Therapie nicht vorzeitig ab, auch wenn die Infektionssymptome abgeklungen sind. Denn das bedeutet nicht, dass alle Pilze oder Hefen verschwunden sind. 

Verteilen Sie die 2 Einnahmen möglichst gleichmäßig über den Tag, damit der Wirkstoffspiegel im Blut nicht zu weit absinkt.  

Nebenwirkungen 

Wie die meisten anderen Arzneimittel auch kann Voriconazol Nebenwirkungen verursachen. 

Zu den häufigen Beschwerden (bei mehr als 30 von 100 Behandelten) gehören u.a.: 

  • Sehverschlechterung, wie verschwommenes Sehen, visuelles Leuchten, Farbenfehlsichtigkeit, Überempfindlichkeit der Augen gegen Licht. Diese Beschwerden klingen in der Regel innerhalb von 1 Stunde wieder ab. Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn die Beschwerden länger anhalten. 

Seltener (bei 10 bis 30 von 100 Behandelten) treten u.a. auf: 

  • Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall, in seltenen Fällen Verstopfung oder Sodbrennen; 

  • Kopfschmerzen; 

  • Fieber; 

  • Hautausschlag; 

  • Ödem; 

  • Kurzatmigkeit oder Atemnot. 

Selten (bei 1 bis 10 von 100 Behandelten) treten u.a. auf: 

  • Angst, Depression, Erregung, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Verwirrtheit und Halluzinationen; 

  • Schwindel, Schwächegefühl, Ohnmacht; 

  • Zittern, Rückenschmerzen, Zucken oder Verspannen der Muskeln; 

  • epileptische Anfälle oder Krämpfe; 

  • Kribbeln oder Taubheitsgefühl, insbesondere in den Händen oder Füßen; 

  • Haarausfall; 

  • verminderte Leberfunktion oder Leberentzündung; 

  • Anämie, Infektionen oder Blutungen; 

  • Brustschmerzen, Herzklopfen oder Herzrhythmusstörungen; 

  • Schwellungen oder Entzündungen im Gesicht, in den Stirnhöhlen, am Zahnfleisch oder an der Zunge; 

  • verminderte Nierenfunktion; 

  • niedriger Kalium- oder Natriumwert im Blut. 

Sehr selten (bei weniger als 1 von 100 Behandelten) treten u.a. auf: 

  • Geschmacksstörungen; 

  • Ohrenklingeln, Hörstörungen; 

  • Bauchspeicheldrüsen- oder Bauchfellentzündung;  

  • Gallensteine; 

  • Bewegungsstörungen, z.B. unsicheres Gehen, Gleichgewichtsstörungen, Sturzneigung; 

  • Entzündung von Blut- oder Lymphgefäßen; 

  • Überempfindlichkeit gegen Voriconazol.  

In sehr seltenen Fällen kommt es zu schweren allergischen Reaktionen mit Engegefühl, Schwellungen im Gesicht, Ohnmacht oder Blasenbildung auf der Haut und im Mund. 

Bei der Anwendung dieses Arzneimittels kann eine höhere Empfindlichkeit der Haut gegen UV-Licht auftreten (Sonne, Sonnenbank, UV-Lampe). Die Einwirkung von Sonnenlicht, auch für kurze Zeit, kann zu Hautausschlag, Knoten- und Blasenbilden, Juckreiz, Hautrötung und starkem Sonnenbrand führen. Kinder sind besonders häufig betroffen. 

Nach einer Langzeitbehandlung besteht ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Meiden Sie direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere zwischen 10 und 15 Uhr. Schützen Sie Ihre Haut mit Kleidung, einschließlich Hut und Sonnenbrille, und benutzen Sie ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor.  

Schwangerschaft / Stillzeit / Alkohol / Fahrtüchtigkeit 

Informieren Sie den Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen, bevor Sie Voriconazol anwenden. Es gibt keine Hinweise auf Wechselwirkungen mit Alkohol. Die Anwendung von Voriconazol wirkt sich nicht auf Ihre Fahrtüchtigkeit aus.