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Zanidip

Zanidip

Zanidip senkt den Blutdruck und damit das Herz-Kreislauf-Risiko. Der Wirkstoff Lercanidipin gehört zur Arzneimittelgruppe der Calciumkanalblocker: Medikamente, die die Blutgefäße erweitern. Nach etwa 6 Wochen der Einnahme zeigt sich die Wirkung der Tabletten auf den Blutdruck. 

Zanidip ist ein Calciumkanalblocker; ein Medikament zur Behandlung von Bluthochdruck. Calciumkanalblocker erweitern die Blutgefäße, sodass der Blutdruck sinkt. Das wiederum vermindert das Herz-Kreislauf-Risiko. 

Was ist Zanidip? 

Zanidip senkt den Blutdruck und damit das Herz-Kreislauf-Risiko. Der Wirkstoff Lercanidipin gehört zur Arzneimittelgruppe der Calciumkanalblocker: Medikamente, die die Blutgefäße erweitern. Nach etwa 6 Wochen der Einnahme zeigt sich die Wirkung der Tabletten auf den Blutdruck. 

Wann wird Zanidip angewendet? 

Zanidip wird u. a. verschrieben bei: 

  • Bluthochdruck (Hypertonie): Bluthochdruck an sich verursacht keine Beschwerden, erhöht aber das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinsuffizienz. Bluthochdruck schädigt die Blutgefäße, da das Blut tatsächlich unter „Hochdruck“ durch diese hindurchströmt. Calcium bewirkt eine erhöhte Spannung der Gefäßwände. Zanidip blockiert das Calcium. Dadurch entspannen und erweitern sich die Blutgefäße. Der Druck lässt nach und der Blutdruck sinkt. Zanidip wird häufig erst verschrieben, wenn Entwässerungstabletten, Betablocker oder ACE-Hemmer (andere blutdrucksenkende Medikamente) nicht ausreichend wirken.  

Wie wird Zanidip angewendet? 

Richten Sie sich bei der Anwendung dieses Medikaments immer nach den ärztlichen Anweisungen. Allgemeine Richtlinien für die Einnahme von Zanidip: 

  • Nehmen Sie die Tablette unzerkaut ein. 
  • Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Sie mindestens 15 Minuten nach der Einnahme nichts essen. 
  • Nehmen Sie das Medikament täglich zur gleichen Uhrzeit ein, sodass Sie nicht so schnell eine Dosis verpassen. Der beste Zeitpunkt ist morgens vor dem Frühstück. 
  • Haben Sie doch eine Einnahme vergessen? Holen Sie diese dann nach, es sei denn, in weniger als 8 Stunden ist es Zeit für die nächste Dosis. Lassen Sie in diesem Fall die vergessene Einnahme aus und nehmen Sie die nächste Dosis zur gewohnten Zeit ein. 
  • In den ersten Tagen der Anwendung von Zanidip können sich Schwindelgefühle einstellen. Setzen Sie sich dann besser nicht ans Steuer. Im Allgemeinen klingt der Schwindel nach einigen Tagen ab. 
  • Verzichten Sie während der Behandlung mit Zanidip vorzugsweise auf Alkohol. Auch Alkohol erweitert die Gefäße, was zu Schwindelgefühlen führen kann.  
  • Nehmen Sie Zanidip nicht mit Grapefruitsaft ein und essen Sie keine Grapefruit bei der Einnahme, da dies das Risiko von Nebenwirkungen erhöht. Möchten Sie nicht auf Grapefruits verzichten? Dann beschränken Sie Ihren Grapefruit- bzw. Grapefruitsaftkonsum auf höchstens zweimal pro Woche. Auch sollten immer mindestens 3 Tage dazwischenliegen. 

Auf dem Beipackzettel finden Sie weitere Informationen über die Anwendung von Zanidip. 

Welche Dosierungen gibt es? 

Zanidip ist in Tabletten à 10 und 20 mg erhältlich. Ihr Arzt legt die richtige Dosierung fest. Allgemeine Richtlinien für die Einnahme von Zanidip: 

  • Erwachsene: Beginnen Sie mit 10 mg einmal täglich. Falls erforderlich, kann ein Arzt die Dosis nach einigen Wochen auf 20 mg einmal täglich erhöhen. Bei älteren Menschen mit Nieren- oder Leberproblemen ist mit einer Erhöhung auf 20 mg Vorsicht geboten. 

Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist Zanidip nicht geeignet. Über die Wirksamkeit und Sicherheit von Zanidip bei dieser Altersgruppe ist nicht genug bekannt.  

Auf dem Beipackzettel finden Sie weitere Informationen über die Dosierung dieses Medikaments. 

Welche Nebenwirkungen hat Zanidip? 

Bei der Anwendung von Zanidip können Nebenwirkungen auftreten. Zu den möglichen Beschwerden zählen beispielsweise: 

  • Kopfschmerzen, 
  • Herzrasen oder -klopfen, 
  • Anschwellen der Knöchel und Unterschenkel, 
  • Rötung oder Wärmeempfindung im Gesicht, 
  • Schwindel, 
  • Magen-Darm-Beschwerden, 
  • Müdigkeit und Muskelschwäche, 
  • Zahnfleischprobleme, 
  • Muskelschmerzen, 
  • Hautausschlag. 

Eine vollständige Übersicht über alle eventuellen Nebenwirkungen finden Sie auf dem Beipackzettel. Wenden Sie sich bei starken, anhaltenden oder schweren Nebenwirkungen an einen Arzt. 

Wann darf Zanidip nicht angewendet werden? 

Zanidip ist nicht für jedermann geeignet. Nehmen Sie Zanidip u. a. nicht ein bei: 

  • Überempfindlichkeit gegen Lercanidipin, gegen andere Medikamente aus der Arzneimittelgruppe der Calciumkanalblocker oder einen der Hilfsstoffe in der Tablette (z. B. Lactose); 
  • schweren Nieren- oder Lebererkrankungen; 
  • Herzerkrankungen.  

Sind Sie schwanger oder möchten Sie schwanger werden? Wenden Sie sich dann an Ihren Arzt. In diesem Fall sollten Sie Zanidip besser nicht anwenden. Dasselbe gilt, wenn Sie stillen möchten.  

Weitere Informationen über die Gegenanzeigen und weitere Warnhinweise finden Sie auf dem Beipackzettel. 

Kann Zanidip in Kombination mit anderen Medikamenten angewendet werden? 

Bei einigen Medikamenten tritt eine Wechselwirkung mit Zanidip auf. Eine gleichzeitige Anwendung kann beispielsweise die Nebenwirkungen verstärken oder die Wirksamkeit der Präparate vermindern. Bei Zanidip kommt es zu Wechselwirkungen mit u. a.: 

  • anderen blutdrucksenkenden Medikamenten, hierdurch kann der Blutdruck zu stark sinken;  
  • Mitteln gegen Prostatavergrößerung, z. B. Alfuzosin, Doxazosin und Terazosin; 
  • Cimetidin (Magenmmittel);  
  • Medikamenten, die den Herzschlag senken; 
  • Medikamenten gegen Epilepsie; 
  • Clarithromycin oder Erythromycin (Antibiotika); 
  • Fluoxetin oder Fluvoxamin (Antidepressiva); 
  • Antimykotika; 
  • Midazolam (ein Schlafmittel); 
  • Simvastatin (Mittel zur Senkung des Cholesterinspiegels); 
  • HIV-Medikamente. 

Fragen Sie Ihren Arzt um Rat, wenn Sie mit einem dieser Medikamente behandelt werden und daneben Zanidip anwenden möchten. Ihr Arzt kann Ihnen sagen, ob und wie Sie diese Medikamente kombinieren können. Weitere Informationen über Wechselwirkungen von Zanidip mit anderen Arzneimitteln finden Sie auf dem Beipackzettel. 

Wo ist Zanidip erhältlich? 

Zanidip ist nur in Apotheken und Online-Apotheken erhältlich. 

Ist Zanidip rezeptfrei erhältlich? 

Dieses Medikament ist verschreibungspflichtig. Zanidip ist nur mit einem ärztlichen Rezept erhältlich. 

Quellenangaben 

Datapharm. (2018, November). Zanidip 10 mg Tabletten. Patienteninformationsbroschüre. EMC (electronic Medicines Compendium). Verfügbar unter https://www.medicines.org.uk/emc/product/191/pil [27. Juni 2020] 

Niederländischer Apothekerverband. (2016, 13. November). Lercanidipin. Apotheek.nl. Verfügbar unter https://www.apotheek.nl/medicijnen/lercanidipine [27. Juni 2020] 

Niederländische Gesellschaft der Allgemeinmediziner. (2019, 06. Mai). Gegen Bluthochdruck nehme ich Medikamente | Thuisarts. Verfügbar unter https://thuisarts.nl/hoge-bloeddruk/ik-word-behandeld-voor-hoge-bloeddruk [27. Juni 2020] 

Institut für Gesundheitsleistungen Niederlande. (s.d.). Lercanidipin. Pharmakotherapeutischer Kompass. Verfügbar unter https://www.farmacotherapeutischkompas.nl/bladeren/preparaatteksten/l/lercanidipine [27. Juni 2020]