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  • Erektionsprobleme

Gefährliche Potenzmittel: Worauf sollte man achten?

Verfasst von: Redaktion

Letzte Änderung: 

Die NVWA warnt vor Potenzmitteln mit versteckten Wirkstoffen. Einige Produkte werden online als Nahrungsergänzungsmittel, Libido-Booster oder natürliche Alternative angeboten, enthalten jedoch Substanzen, die nicht auf dem Etikett angegeben sind. Personen, die Erektionsprobleme behandeln möchten, sollten einen medizinisch verantwortungsvollen Weg wählen.

Was sagt die NVWA über gefährliche Potenzmittel?

Die NVWA sieht insbesondere Risiken bei Produkten, die über Webshops, soziale Medien oder ausländische Anbieter vertrieben werden. Solche Mittel werden häufig als libidosteigernde Nahrungsergänzungsmittel oder natürliche Alternativen beworben. Auf dem Etikett ist jedoch nicht immer angegeben, welche Inhaltsstoffe tatsächlich enthalten sind.

Das birgt Risiken. Man könnte annehmen, ein natürliches Mittel zu verwenden, während das Produkt Wirkstoffe enthält, die normalerweise nur unter medizinischer Aufsicht angewendet werden sollten. Auch die Dosierung ist oft unklar. Dadurch weiß man nicht, wie viel man einnimmt und ob das Mittel zur eigenen Gesundheit oder zur Einnahme anderer Medikamente passt.

Die Warnung richtet sich insbesondere gegen Produkte, die über Webshops, soziale Medien oder ausländische Anbieter verkauft werden. Solche Mittel wirken manchmal vertrauenswürdig, aber dies sagt wenig über ihre Zusammensetzung, Kontrolle oder Sicherheit aus.

Sind rezeptfreie Potenzmittel sicher?

Rezeptfreie Potenzmittel scheinen manchmal eine einfache Lösung zu sein, insbesondere wenn man nicht direkt mit einem Arzt über Erektionsprobleme sprechen möchte. Online-Anbieter nutzen dies häufig aus, indem sie mit Begriffen wie „natürlich“, „schnelles Ergebnis“ oder „ohne Arztbesuch“ werben.

Dennoch können rezeptfreie Potenzmittel gefährlich sein, wenn sie versteckte Inhaltsstoffe enthalten. In einigen libidosteigernden Mitteln wurden Substanzen wie Sildenafil oder Tadalafil nachgewiesen. Dabei handelt es sich um Wirkstoffe aus verschreibungspflichtigen Medikamenten gegen Erektionsprobleme.

Sildenafil und Tadalafil gehören zur Gruppe der PDE5-Hemmer. Diese Mittel fördern die Durchblutung des Penis bei sexueller Erregung. Sie verursachen also nicht automatisch eine Erektion, können jedoch den körperlichen Prozess unterstützen, wenn eine sexuelle Stimulation vorliegt.

Das Problem liegt nicht nur darin, dass solche Substanzen in einem Produkt enthalten sind. Das Hauptproblem besteht darin, dass sie nicht klar angegeben sind, die Dosierung unbekannt ist und kein Arzt die Einnahme überwacht. Dadurch könnte man ein Mittel verwenden, das ungeeignet ist, beispielsweise bei einer Herzerkrankung, niedrigem Blutdruck oder der Einnahme bestimmter Medikamente.

Versteckte Wirkstoffe können Nebenwirkungen hervorrufen, wie Kopfschmerzen, Schwindel, Magenbeschwerden, verschwommenes Sehen, Herzklopfen oder einen zu niedrigen Blutdruck.

Das Risiko steigt, wenn zusätzlich andere Medikamente eingenommen werden. Dies gilt insbesondere für Nitrate und andere Präparate, die Herz und Blutdruck beeinflussen. Daher ist eine medizinische Beurteilung bei Erektionsproblemen wichtig, auch wenn es unangenehm sein mag, darüber zu sprechen.

Was ist der Unterschied zwischen Nahrungsergänzungsmitteln, illegalen Mitteln und verschreibungspflichtigen Potenzmedikamenten?

Der Unterschied zwischen Nahrungsergänzungsmitteln, unzuverlässigen Potenzmitteln und verschreibungspflichtigen Potenzmedikamenten liegt vor allem in der Kontrolle, Dosierung und medizinischen Beurteilung. In der Tabelle sind die wichtigsten Unterschiede aufgeführt.

Art der Mittel

Was ist das?

Worauf sollten Sie achten?

Libido-steigerndes Supplement

Ein Produkt, das häufig als natürliches Mittel, Nahrungsergänzungsmittel oder Leistungssteigerer angeboten wird.

Die Zusammensetzung ist nicht immer verlässlich. Mitunter sind versteckte Wirkstoffe enthalten, die nicht auf dem Etikett angegeben sind.

Illegales oder unzuverlässiges Potenzmittel

Ein Mittel, das online ohne klare Herkunft, medizinische Kontrolle oder verlässliche Produktinformationen verkauft wird.

Sie wissen nicht genau, welche Substanzen enthalten sind, welche Menge Sie einnehmen und ob das Mittel in Kombination mit Ihrem Gesundheitszustand oder Ihren Medikamenten sicher ist.

Verschreibungspflichtige Potenzmedikamente

Ein Arzneimittel mit einem bekannten Wirkstoff und einer festgelegten Dosierung, wie Sildenafil oder Tadalafil.

Die Wirkung, Dosierung, Nebenwirkungen und Warnhinweise sind in der Packungsbeilage angegeben.

Medizinisch bewertete ED-Behandlung

Eine Behandlung, bei der ein Arzt Ihre Beschwerden, Ihre Gesundheit und Ihre Medikamenteneinnahme berücksichtigt.

Der Arzt beurteilt, ob Potenzmedikamente für Ihre individuelle Situation geeignet sind, und verschreibt kein Mittel, wenn dies nicht verantwortbar ist.

Ein Mittel, das als „natürlich“ bezeichnet wird, ist daher nicht automatisch sicher. „Natürlich“ sagt vor allem etwas über die Art und Weise aus, wie ein Produkt präsentiert wird. Es sagt nicht immer etwas über den tatsächlichen Inhalt oder die Risiken aus.

Wann ist medizinischer Rat bei Erektionsproblemen erforderlich?

Medizinischer Rat bei Erektionsproblemen ist empfehlenswert, wenn die Beschwerden häufiger auftreten, plötzlich beginnen oder mit anderen gesundheitlichen Problemen einhergehen. Erektionsprobleme können mitunter ein erstes Anzeichen für ein zugrunde liegendes Problem sein, beispielsweise im Zusammenhang mit den Blutgefäßen, dem Blutzucker, dem Blutdruck oder den Hormonen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Sie:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben;
  • Medikamente gegen Brustschmerzen oder Herzbeschwerden einnehmen;
  • bestimmte blutdrucksenkende Mittel verwenden;
  • bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben;
  • einen niedrigen Blutdruck haben;
  • an Diabetes leiden;
  • mehrere Medikamente einnehmen;
  • Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot oder Ohnmachtsanfälle verspüren.

Ein Arzt kann beurteilen, ob die Einnahme von Erektionsmedikamenten sicher ist. Zudem kann ein Arzt einschätzen, ob weitere Untersuchungen erforderlich sind. Dies macht eine medizinische Beurteilung nicht nur für die Behandlung von Erektionsproblemen wichtig, sondern auch für Ihre allgemeine Gesundheit.

Woran erkennt man einen unseriösen Anbieter von Erektionsmitteln?

Einen unseriösen Anbieter von Erektionsmitteln erkennt man häufig an großen Versprechungen und fehlender medizinischer Kontrolle. Seien Sie vorsichtig bei Websites oder Anzeigen, die eine schnelle Wirkung versprechen, ohne Fragen zu Ihrer Gesundheit zu stellen.

Achten Sie insbesondere auf folgende Anzeichen:

  • Das Mittel wird als „100 % natürlich“ und mit starker Wirkung beworben;
  • es gibt keinen medizinischen Fragebogen oder keine ärztliche Beurteilung;
  • rezeptpflichtige Mittel können direkt ohne Rezept bestellt werden;
  • der Anbieter nennt keine klaren Unternehmensdaten;
  • das Produkt wird über soziale Medien oder einen unbekannten ausländischen Webshop angeboten;
  • die Zutatenliste ist unklar oder fehlt;
  • es gibt übertriebene Behauptungen wie „wirkt immer“ oder „keine Nebenwirkungen“;
  • der Anbieter erklärt nicht, wann das Mittel besser nicht verwendet werden sollte;
  • es gibt keine klaren Informationen über Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

Ein zuverlässiger Weg beginnt nicht mit dem Versprechen einer schnellen Wirkung, sondern mit der Frage, ob ein Mittel sicher und für Sie geeignet ist.

Wie wählt man eine medizinisch verantwortungsvolle ED-Behandlung?

Eine medizinisch verantwortungsvolle ED-Behandlung beginnt mit der Beurteilung Ihrer Beschwerden, Ihrer Gesundheit und Ihres Medikamentenkonsums. Ein Arzt prüft, ob eine Behandlung mit Erektionsmedikamenten für Ihre Situation geeignet ist. Dabei zählt nicht nur die Beschwerde selbst, sondern auch Ihre medizinische Vorgeschichte.

Über Dokteronline können Sie eine Online-Konsultation für Erektionsprobleme anfordern. Sie füllen einen medizinischen Fragebogen aus. Ein angeschlossener Arzt beurteilt anschließend, ob eine Behandlung sicher ist. Wenn ein Mittel nicht geeignet ist, wird es nicht verschrieben.

Dies unterscheidet sich von Mitteln, die ohne klare Kontrolle online angeboten werden. Bei einer medizinisch geprüften Behandlung wissen Sie, welchen Wirkstoff Sie verwenden, in welcher Dosierung und unter welchen Bedingungen.

Fazit: Wählen Sie eine Behandlung, die medizinisch verantwortungsvoll ist

Erektionsprobleme können verunsichern, sind jedoch oft gut besprechbar und behandelbar. Die Warnung der NVWA zeigt, warum Vorsicht bei Mitteln geboten ist, die online als Nahrungsergänzungsmittel oder natürliche Alternativen verkauft werden. Verborgene Wirkstoffe, unbekannte Dosierungen und fehlende medizinische Kontrolle können Risiken bergen.

Eine medizinisch verantwortungsvolle ED-Behandlung berücksichtigt Ihre Beschwerden, Ihre Gesundheit und Ihren Medikamentenkonsum. So wählen Sie nicht nur ein Mittel, das wirken kann, sondern auch eine Behandlung, die zu Ihrer Situation passt.