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Protopic

Die Salbe Protopic dient zur äußerlichen Anwendung bei Symptomen infolge einer mittelschweren bis schweren Neurodermitis. Bei dem im Arzneimittel enthaltenen Wirkstoff handelt es sich um Tacrolimus. Dieser wirkt einerseits antientzündlich. Andererseits wird durch ihn die Barrierefunktion der Haut verbessert, weshalb Patienten auf zweifache Weise von diesem Präparat profitieren.    

Was ist Protopic?


Die Salbe Protopic dient zur äußerlichen Anwendung bei Symptomen infolge einer mittelschweren bis schweren Neurodermitis. Bei dem im Arzneimittel enthaltenen Wirkstoff handelt es sich um Tacrolimus. Dieser wirkt einerseits antientzündlich. Andererseits wird durch ihn die Barrierefunktion der Haut verbessert, weshalb Patienten auf zweifache Weise von diesem Präparat profitieren.

 

 

Wofür wird das Medikament verwendet?


Der in Protopic enthaltene Wirkstoff Tacrolimus wird der Gruppe der Makrolid-Immunmodulatoren zugeordnet. Ursprünglich wurde er im Rahmen von Leber- oder Nierentransplantationen eingesetzt, um eine Abstoßung des implantierten Organs zu verhindern. Heute spielt das Mittel vorrangig bei der Therapie von atopischen Ekzemen eine wesentliche Rolle.

Bei Patienten mit einer atopischen Dermatitis kann eine Überreaktion des Immunsystems dafür sorgen, dass Hautprobleme wie Entzündungen, Juckreiz, Rötungen und Trockenheit entstehen. Protopic bewirkt eine Verbesserung dieser krankhaften Immunreaktion des Körpers und lindert die krankheitsspezifischen Hautreaktionen. Neben der Behandlung der schubweisen Ekzeme verhindert der Wirkstoff überdies ein Wiederaufflammen der Erkrankung. In Salbenform wird mit dem Arzneimittel daher eine mittelschwere oder schwere Neurodermitis behandelt, wenn andere herkömmliche Behandlungen keine ausreichende Linderung verschafft haben.

 

 

 

 

Wie verwendet man Protopic?


Die Salbe wird sowohl morgens als auch abends dünn auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen. Im Anschluss sollten Sie sich sorgfältig die Hände waschen, vorausgesetzt diese wurden nicht behandelt. Die Applikation kann auf fast alle Hautbereiche inklusive Hals, Gesicht sowie Knie- und Ellbogenbeuge erfolgen. Stellen, die mit Verbänden oder Umschlägen behandelt werden, müssen ausgespart werden. Zudem sollten Sie den Kontakt der Salbe mit dem Naseninneren, der Mundhöhle und den Augen vermeiden. Führen Sie die Behandlung so lange durch, bis die Ekzeme vollständig abgeheilt sind. Sollte sich nach einer Behandlungsdauer von zwei Wochen keine Besserung der Symptomatik einstellen, halten Sie unbedingt Rücksprache mit Ihrem Arzt.

 

 

 

 

Dosierung


Soweit der Arzt keine andere Dosierung vorsieht, wird Kindern ab dem zweiten Lebensjahr eine Salbe mit geringer Dosis von 0,3 Milligramm Tacrolimus pro Gramm verabreicht. Personen ab 16 Jahren verwenden eine höher dosierte Salbe mit 1,0 Milligramm. In den ersten drei Wochen der Behandlung wird die Salbe zweimal täglich aufgetragen. Anschließend reicht eine eintägige Behandlung, bis die Abheilung der betroffenen Hautbereiche einsetzt.

 

 

 

 

Nebenwirkungen


Die meisten Patienten berichten über Hautreizungen in Form von Brennen und Juckreiz an der Applikationsstelle. Weiterhin können am Ort der Anwendung Nebenwirkungen wie Hautrötungen, Missempfindungen und Wärmegefühle auftreten. In der Regel verschwinden diese Symptome nach kurzer Zeit der Behandlung. Weitere Details und Angaben zu möglichen Nebenwirkungen entnehmen Sie dem Beipackzettel.

 

 

 

 

Wann darf man dieses Medikament nicht benutzen?


Sie dürfen die Salbe nicht verwenden, wenn Sie gegen den Wirkstoff Tacrolimus oder einen anderen Bestandteil des Arzneimittels überempfindlich reagieren. Eine Anwendung ist ferner ausgeschlossen bei Kindern unter zwei Jahren. Eine ausführliche Übersicht möglicher Wechselwirkungen von Protopic mit anderen Arzneimitteln finden Sie in der Packungsbeilage.

 

 

 

 

Schwangerschaft (falls zutreffend) / Fahrtüchtigkeit / Alkohol


Es liegen keine Hinweise dafür vor, dass die Anwendung während einer Schwangerschaft als ungefährlich eingestuft werden kann. Bei einer Schwangerschaft sollten Sie eine Behandlung mit Protopic nur nach ausdrücklicher Anweisung eines Arztes einleiten. Während Sie stillen, sollten Sie das Arzneimittel nicht verwenden.

Es gibt bisher keiner Untersuchungen darüber, inwieweit das Arzneimittel die Fahrtüchtigkeit beeinflusst. Da die Salbe jedoch zur äußerlichen Anwendung dient, sind Auswirkungen auf das Reaktionsvermögen eher unwahrscheinlich.

Während der Behandlung sollte grundsätzlich auf Alkohol verzichtet werden, da Patienten zu Rötungen der Gesichtshaut und Hautreizungen neigen, wenn sie alkoholische Getränke konsumieren. Eine ungünstige Auswirkung auf die Wirksamkeit des Präparats ist hingegen nicht bekannt.