Sind Knutschflecke gefährlich?

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    Schützen Sie sich vor Knutschflecken

    Kuscheln Sie oft mit Ihrem Partner? Hüten Sie sich dann vor Knutschflecken im Nacken. Sanfte Küsse machen nichts aus, doch Knutschflecken sollten Sie vermeiden. Diese sind nämlich wirklich gefährlich. Die Gefahr, die von einem Knutschfleck ausgeht, wurde erst kürzlich wieder deutlich, als ein mexikanischer Teenager an den Folgen eines dieser „Love Bites" gestorben ist.

    Was ist eigentlich ein Knutschfleck?

    Ein Knutschfleck entsteht durch kräftiges Ansaugen der Haut. Aufgrund des hierbei erzeugten Vakuums wird mehr Blut zu der Stelle des Knutschfleckes geleitet. Ist der Knutschfleck sehr stark ausgeprägt, kann dieser die Haargefäße in der Haut zerstören. Hierbei entsteht dann ein Hämatom unter der Haut.

    Dieses äußert sich, wie bei Hämatomen üblich, durch einen schmerzenden roten Fleck auf der Haut, der sich im weiteren Verlauf lila-blau bis grün verfärben kann. Ein Knutschfleck ist also alles andere als ein lustiges Anzeichen eines wilden Lustspiels.

    Auf einen Knutschfleck muss man daher nicht stolz sein. Abgesehen von den Schmerzen und dem unschönen blauen Fleck, bringt ein Knutschfleck nämlich noch das Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen mit sich. Also eigentlich nicht wirklich spaßig, oder?

    Blutgerinnsel

    Bei einem Hämatom kann es zu einer Schädigung der Haargefäße unter der Haut kommen. Handelt es sich um einen stark ausgeprägten Knutschfleck, der einen starken

    Bluterguss nach sich zieht, kann zudem ein Blutgerinnsel entstehen. Löst sich dieses Blutgerinnsel und wird über die Blutbahn fortgetragen, kann dieses sich irgendwo festsetzen und eine Hirn-, Lungen- oder Herzembolie verursachen.

    Dies ist vor einigen Jahren bereits einer Frau in Neuseeland widerfahren, welche aufgrund eines Knutschfleckes einen Herzinfarkt erlitt. Glücklicherweise überlebte die Frau den Vorfall. Weniger Glück hatte hingegen ein Teenager aus Mexiko. Für Ihn kam jede Hilfe zu spät.

    Erste Hilfe bei Knutschflecken

    Sind Sie in Kuschellaune? Dann bleiben Sie am besten bei „unschuldigen" Küssen oder Zungenküssen. Hat sich in einem unachtsamen Moment doch ein Knutschfleck abgezeichnet, gibt es einige Hausmittel, mittels derer sich die Folgen eingrenzen lassen:

    Knutschflecken schnell wegbekommen

    1. Kühlen Sie den Knutschfleck.

    Kalte Kompressen erweitern die Blutgefäße unter Ihrer Haut, wodurch Schwellungen und Hautrötungen gelindert werden können. Für ein optimales Ergebnis beginnen Sie mit dem Kühlen so schnell als möglich. Heiße Nacht in Aussicht?

    Sorgen Sie dafür, dass Sie Eiswürfel im Kühlschrank haben. Dann können Sie Ihre Knutschflecken schnell wegbekommen.

    2. Essen Sie gesund.

    Ein Mangel an Vitamin C und K hat einen negativen Einfluss auf die Kondition Ihrer Blutgefäße, wodurch Sie zum einen anfälliger werden für blaue Flecken und zum anderen der Heilungsprozess länger dauert.

    Nehmen Sie viel Blattgemüse, Milch und Eier zu sich, um Ihren Vitamin K-Haushalt zu steigern. Zitrusfrüchte, Kiwis und rote Paprika sind gute Vitamin C Quellen.

    3. Verwenden Sie Arnica-Gel.

    Die Heilpflanze Arnica beschleunigt den Heilungsprozess von Prellungen und blauen Flecken. Arnica-Salbe, -Creme oder -Gel sind in jedem herkömmlichen Drogeriemarkt erhältlich.

    Helfen diese Mittel nicht, bleiben Ihnen noch stark abdeckendes Make-up oder das Tragen eines Rollkragenpullovers.

    Wussten Sie schon?

    Zum Schluss noch einige interessante Fakten über Knutschflecken. Wussten Sie schon, dass:

    1. Es fünf bis zwölf Tage dauert bis die Folgen eines Knutschfleckes vollständig abgeklungen sind?
    2. Ein Knutschfleck in Form eines blauen Fleckes eher auftritt, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen oder Sie an einer Blutgerinnungsstörung leiden?
    3. Ein Knutschfleck, der länger als gewöhnlich anhält, auf einen Eisenmangel hindeuten kann?
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