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Was sind Entzündungshemmer?

Entzündungshemmer sind Medikamente, die sowohl eine schmerzlindernde und fiebersenkende, als auch eine entzündungshemmende Wirkung haben. Entzündungshemmer sind auch als Antirheumatika oder Antiphlogistika bekannt. So gibt es steroidale und nicht-steroidale Entzündungshemmer, die sogenannten NSAISs. Nicht-hormonelle Entzündungshemmer enthalten – wie der Name schon sagt – keine Hormone. Es sind verschiedene Arten von Entzündungshemmern erhältlich. Beispiele für nicht-steroidale Entzündungshemmer sind Advil, Aleve, Naproxen, Nurofen und Voltaren. Übrigens wirkt auch das bekannte Ibuprofen entzündungshemmend. Steroidale Entzündungshemmer sind beispielsweise Prednison und Triamcinolon.

Wie wirken Entzündungshemmer?

Entzündungshemmende Medikamente hemmen die Produktion von Prostaglandinen im Körper – Prostaglandine sind hormonelle Substanzen, die eine wichtige Rolle in der Schmerz-, Fieber- und Entzündungsregulierung unseres Körpers spielen. Dadurch werden Entzündungen gehemmt und die Schmerzsignale, die über die Nervenzellen an das Gehirn weitergeleitet werden, teilweise unterbrochen. Die Wirkung von NSAIDs ist äußerst effektiv und von kurzer Dauer: durchschnittlich 4 bis 8 Stunden.

Die Ursachen der Schmerzen und des Fiebers selbst werden (mit Ausnahme der Entzündung) dabei nicht behandelt. Gelenkentzündungen werden auch nur in leichtem Maße gehemmt, allerdings lediglich dann, wenn Sie die richtige Dosierung zuführen. Zudem kommt der Krankheitsverlauf nicht komplett zum Erliegen und mögliche Gelenkschäden können in der Regel nicht verhindert werden.

Wann werden Entzündungshemmer eingenommen?

Entzündungshemmende Mittel werden in verschiedenen Situationen zur effektiven Behandlung eingesetzt, sowohl zur Behandlung von akuten Schmerzen, als auch zur Behandlung von chronischen Beschwerden.

Kopf- und Menstruationsschmerzen, Schmerzen und dentale Eingriffe, leichte Rückenschmerzen, aber auch Beschwerden wie Migräne, Gicht, Rheuma und Arthrose können durch die Einnahme von Entzündungshemmern gelindert werden.

Laut der sogenannten Schmerzleiter, die durch die Weltgesundheitsorganisation WHO aufgestellt wurde, werden nicht- steroidale Entzündungshemmer wie Ibuprofen und Naproxen zu den einfachen Schmerzmitteln gezählt, die auf der ersten Stufe der Schmerzbehandlung eingesetzt werden können. Sobald diese Mittel den Schmerz nicht mehr effektiv behandeln können, wird auf die Mittel der zweiten Stufe gewechselt. Hier kommen dann beispielsweise Tramadol und Codein zum EInsatz. Diese Morphinpräparate wirken effektiv bei mittleren bis schweren Schmerzen oder bei chronischen Beschwerden.

Risiken und Nebenwirkungen von Entzündungshemmern

Die Einnahme von Entzündungshemmern birgt auch Risiken. So haben NSAIDs mehr Nebenwirkungen als die einfachen Schmerzmedikamente wie Paracetamol.

Die häufigsten Nebenwirkungen sind dabei Magen- und Darmbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Feuchtigkeitsansammlungen und der Verlangsamung der Blutgerinnung. Außerdem können Magengeschwüre entstehen und Nierenfunktionsstörungen auftreten, falls Sie bereits an Nierenbeschwerden leiden.

Im Falle einer Herzinsuffizienz wird von der Einnahme dringend abgeraten. Diese Mittel steigern nämlich das Risiko einer Herzinsuffizienz oder einer Intensivierung der Beschwerden.

Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten unter (fachmännischer) Aufsicht

Wie alle Medikamente, sollten Sie auch Entzündungshemmer nur unter professioneller Aufsicht einnehmen. Lesen Sie sich daher im Vorfeld sorgfältig die Packungsbeilage durch und halten Sie sich an die empfohlene Dosierung.

Einige Entzündungshemmer sind ohne ärztliches Rezept erhältlich, andere wiederum nicht. Nehmen Sie keine Entzündungshemmer ein, die anderen Personen verschrieben wurden. Nehmen Sie solche Mittel erst nach der Absprache mit Ihrem Arzt ein.

Machen Sie sich zudem bewusst, dass Entzündungshemmer lediglich eine vorübergehende Schmerzlinderung zur Folge haben. Versuchen Sie, gemeinsam mit Ihrem Arzt die Schmerzursache zu finden, damit Sie die Schmerzen effektiv behandeln können. Sie sollten zudem auf die Gefahr einer Abhängigkeit von Entzündungshemmern achten. Falls Sie die Entzündungshemmer über eine längere Zeit einnehmen, kann eine Gewöhnung eintreten. Dies hat zur Folge, dass eine höhere Dosierung benötigen, um dieselbe Wirkung zu erzielen.