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Progesteronmangel Symptome

Progesteron ist ein körpereigener Botenstoff, ein Hormon, das zahlreiche Aufgaben erfüllt und sich erst dann bemerkbar macht, wenn es fehlt. Diese Eigenschaft trifft für die meisten Hormone zu.

Die Symptome, die im Rahmen eines Progesteronmangels auftreten, können durch verschiedene Substanzen gelindert werden; im Rahmen einer Hormon-Therapie legt der Arzt/die Ärztin das Augenmerk auf einen ausgeglichenen Progesteron- Haushalt. Die Symptome des Progesteronmangels sind vielfältig; so können die Beschwerden intensiv, aber auch relativ gering ausfallen, sodass viele Betroffene gar nicht wissen, dass ein Progesteronmangel besteht.

Im Rahmen eines Progesteronmangels muss der Arzt oder die Ärztin jedoch nicht nur den Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht bringen, sondern auch überprüfen, aus welchen Gründen ein derartiger Mangel überhaupt entstehen konnte. Mitunter kann eine Gelbkörperschwäche vorliegen; auch genetische Faktoren können einen Grund für einen Progesteronmangel darstellen. Auch Medikamente können einen Progesteronmangel begünstigen.

Progesteronmangel kann Mann und Frau betreffen

Progesteron ist ein unverzichtbarer Botenstoff, der im Körper zahlreiche Aufgaben und Funktionen übernimmt. Progesteronmangel Symptome können nicht nur im höheren Alter – also im Rahmen der „Wechseljahre“ – auftreten, sondern auch schon zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Ein hormonelles Ungleichgewicht muss nicht immer altersbedingt sein. Betroffen sind nicht nur Frauen, sondern auch Männer. Vor allem ein stressvolles Lebensumfeld, wenig Schlaf und vorbestehende Erkrankungen, wie etwa eine Nebennierenschwäche, können die Gründe für einen Progesteronmangel darstellen.

Mögliche Beschwerden, die auf einen Progesteronmangel hinweisen

Vor allem Frauen sind von Progesteronmangel betroffen. Das Hormon wird in den Eierstöcken produziert; die Produktion beginnt im Verlauf der zweiten Zyklushälfte. Gebildet wird das Progesteron im Gelbkörper (Corpus luteum).

Aber auch Männer haben Progesteron, obwohl ein Progesteronmangel nur selten auftritt. Folgende Symptome eines Progesteronmangels können bei Männern und Frauen auftreten:

  • Schlafstörungen;
  • Vitalitätsmangel;
  • Herzrhythmusstörungen;
  • starkes Schwitzen;
  • Emotionale Unausgeglichenheit.

Die Liste der möglichen Symptome, die sich bei Frauen bemerkbar machen können, ist wesentlich umfangreicher. Zu den frauenspezifischen Syndromen gehören:

  • Myome;
  • Mastopathie;
  • Eierstockzysten;
  • Starke Zyklusblutungen;
  • Unerfüllter Kinderwunsch.

Mitunter können auch Fehlgeburten ein Hinweis sein, dass ein Progesteronmangel vorliegt. In vielen Fällen wird der Progesteronmangel im Rahmen von ärztlichen Kontrolluntersuchungen festgestellt, wenn ein unerfüllter Kinderwunsch besteht oder die Frau eine Fehlgeburt erleiden musste. Weitere Symptome für einen Progesteronmangel sind etwa:

  • Reizbarkeit;
  • Stimmungsschwankungen;
  • Kopfschmerzen;
  • Ungeduld;
  • Leichte Hitzewallungen;
  • Müdigkeit;
  • Geschwollene und schmerzende brüste;
  • Ein dicker (aufgeblähter) bauch;
  • Atemnot;
  • Regelschmerzen;
  • Gewichtszunahme;
  • Kurzatmigkeit;
  • Haarausfall;
  • Stärkere oder auch schwächere Menstruation;
  • Kürzere Menstruationszyklen; Zwischenblutungen;
  • Längere Blutungsdauer bzw. Schmierblutungen.

Diese Beschwerden müssen nicht in ihrer Gesamtzahl auftreten; mitunter können sich auch nur zwei oder drei Symptome bemerkbar machen, die eindeutig dafür sprechen, dass ein Mangel vorliegt. Der Arzt/Die Ärztin kann den Progesteronmangel im Rahmen diverser Tests feststellen, für die um den 19. bzw. 20. Zyklustag eine Speichelprobe entnommen wird.

Hormonersatztherapie bei Beschwerden

Bei ausgeprägten Progesteronmangel-Symptomen wird eine Therapie empfohlen, damit der Hormonhaushalt wieder ins Gleichgewicht kommt. Dazu verschreiben Ärzte und Ärztinnen vorwiegend natürliches Progesteron. Diese Bezeichnung ist jedoch irreführend, da es sich bei natürlichem Progesteron um ein chemisch hergestelltes Produkt handelt, das vor allem zur Linderung von Wechseljahresbeschwerden verabreicht wird. Als Ausgangsstoff werden vorwiegend Yams-Wurzel- Extrakte verwendet. Natürliches Progesteron ist in Cremes und Kapseln erhältlich. Die Cremes enthalten eine geringere Konzentration, allerdings sind sie besser verträglich, da der Wirkstoff direkt über die Haut und nicht über den Magen-Darm- Trakt aufgenommen wird.

Kapseln können mitunter zu Nebenwirkungen und anderen Beschwerden führen. Heute gibt es bereits Studien, die das synthetisch hergestellte Progesteron nur bedingt empfehlenswert finden.

Laut einigen Studien empfiehlt es sich, vorwiegend auf tatsächlich natürliches Progesteron zurückzugreifen. Synthetisch hergestelltes Progesteron soll mitunter das Brustkrebs-Risiko erhöhen. Die Studien zeigen aber auch auf, dass tatsächlich natürliches Progesteron sehr schnell abgebaut wird, sodass damit oftmals gar keine Wirkung erzielt werden kann. Bei starken Beschwerden bleibt daher oft keine andere Wahl, als synthetisch produziertes Progesteron zu verwenden.

Gibt es Nebenwirkungen?

Die Nebenwirkungen sind unterschiedlich und hängen auch oft davon ab, in welcher Darreichungsform Progesteron verabreicht wurde. Werden Tabletten verordnet, können Schwindel und Müdigkeit auftreten; manchmal kommt es auch zu einem Völlegefühl und Übelkeit. Diese Symptome treten aber nur sehr selten auf. Im Rahmen vaginaler Anwendungen sind Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schmierblutungen und auch Verdauungsbeschwerden möglich; selten klagen die Betroffenen über Spannungsgefühl und Schmerzen in den Brüsten.

Natürliche Behandlungsmöglichkeiten

Neben einer Hormonersatztherapie besteht auch die Möglichkeit einer natürlichen Behandlung. Dabei wird vorwiegend auf den Lebensstil der betroffenen Person geachtet. Mehr Bewegung, Sport und eine gesunde Ernährung können Beschwerden bereits lindern und die Progesteronproduktion ankurbeln. Auch Wasser, Lichttherapie und diverse Naturheilmethoden können die Beschwerden lindern. Zudem können Akupressur, Schüssler-Salze und Homöopathie dazu beitragen, dass mehr Progesteron gebildet wird.