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Wie Antibiotika auf die Darmflora wirken
  • Antibiotika

Wie Antibiotika auf die Darmflora wirken

Ihre Darmflora kann während der Einnahme eines Antibiotikums aus dem Gleichgewicht geraten. Sie können dadurch sogar erkranken. Andererseits können Sie auch einiges tun, um Ihre Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Das Problem: Antibiotika unterscheiden nicht zwischen „guten“ und „schlechten“ Bakterien. Für eine gesunde Darmflora braucht man jedoch beide. Da ist es gut, zu wissen, wie sich eine Antibiotikabehandlung auf die Darmflora auswirkt. Mehr darüber erfahren Sie hier. 

In diesem Blogartikel geht es um folgende Fragen: 

  • Woraus besteht die Darmflora? 
  • Was machen Antibiotika mit der Darmflora? 
  • Welche Folgen kann eine gestörte Darmflora haben? 
  • Was kann ich bei einer Antibiotikakur für die Darmgesundheit tun? 

Woraus besteht die Darmflora? 

Ihre Darmflora besteht aus mehr als 600 verschiedenen Bakterientypen, von denen die meisten Ihren Dick- und Dünndarm besiedeln. Dabei handelt es sich nicht nur um krankmachende, sondern auch um nützliche Bakterien. Solange im Darm ein Gleichgewicht herrscht, ist alles in bester Ordnung. Die Darmflora kann Stoffe abbauen, die der Körper selbst nicht abbauen kann. Auch kann sie Stoffe produzieren, wie z. B. Vitamin K.  

Was machen Antibiotika mit der Darmflora? 

Antibiotika greifen alle Bakterien in Ihrem Magen-Darm-Trakt an. Bei der Bekämpfung von Infektionen leisten sie ausgezeichnete Arbeit. Sie töten oder hemmen allerdings auch die nützlichen Bakterien. Das wiederum kann Ihre Darmflora stören.  

Welche Folgen kann eine gestörte Darmflora haben? 

Eine gesunde Darmflora sorgt dafür, dass wir nicht krank werden. Kippt jedoch das harmonische Gleichgewicht durch die Einnahme von Antibiotika, entsteht eine sogenannte Dysbiose. Die Folgen?  

  • Bauchschmerzen.
  • Stuhlgangprobleme (oft Durchfall).
  • Müdigkeit.
  • unangenehme Gerüche.
  • Nährstoffmangel.
  • Krankheitsanfälligkeit.
  • hohes Risiko für wiederkehrende Infektionen.
  • hohes Risiko, Allergien und Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu entwickeln.
  • hohes Risiko, chronische Darmentzündungen zu entwickeln. 

Was kann ich bei einer Antibiotikakur für die Darmgesundheit tun? 

Am besten beginnen Sie schnellstmöglich mit einer Darmsanierung, d. h. einem Wiederaufbau der Darmflora. Damit können Sie bereits während der Antibiotikabehandlung anfangen. Antibiotika greifen stark in die Darmflora ein. Besprechen Sie daher am besten zuvor mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, ob eine solche Behandlung wirklich notwendig ist. Lässt sich eine Antibiotikakur nicht umgehen? Dann braucht Ihre Darmflora (während oder nach der Behandlung) etwas Unterstützung. Hier leisten Probiotika wichtige Dienste. Probiotika sind lebende Mikroorganismen, die sich im Dick- und Dünndarm ansiedeln und die Produktion von gesunden Bakterien anregen.  

 Es gibt verschiedene Arten von Probiotika: 

  • Probiotika aus Lebensmitteln wie Joghurt, Kefir, Kimchi, Sauerkraut, bestimmte Teesorten, Buttermilch und Kombucha. 
  • Vitamin D: Dieses Vitamin sorgt für ein funktionierendes Immunsystem und senkt das Infektionsrisiko. 
  • L-Glutamin: eine Aminosäure, die die Darmwand schützt. Wenn die Eigenproduktion des Körpers nicht ausreicht, kann L-Glutamin auch über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden.  
  • Lactobacillus acidophilus: Dieses Probiotikum sorgt für einen gesunden Dünndarm. 
  • Bifidobacteria bifidum: Dieses Probiotikum verhindert das Eindringen von krankmachenden Bakterien. Außerdem unterstützt es die Aufnahme von Eisen, Zink, Magnesium und Kalzium. 
  • Streptococcus thermophilus: Dieses Probiotikum wird auch zur Herstellung von Joghurt verwendet und bei Laktoseintoleranz empfohlen. 
  • Enterococcus faecium kann helfen, wenn die Antibiotikabehandlung zu längerem Durchfall führt.  

Auch Ernährungsanpassungen können dazu beitragen, dass die Darmflora in Topform bleibt: 

  • Nehmen Sie ausreichend Ballaststoffe zu sich. 
  • Wählen Sie fermentierte Lebensmittel. 
  • Verzichten Sie weitgehend auf Zucker. 
  • Entgiften Sie Ihren Körper. 
  • Kommen Sie nach der Antibiotikabehandlung in Bewegung. 
  • Essen Sie Obst, das viel Vitamin C enthält. 
  • Sorgen Sie für frische Luft. 
  • Essen Sie Fisch oder nehmen Sie Omega-3-Präparate ein. 

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