Ramipril

  • Bei Bluthochdruck
  • Auch bei Herzproblemen
  • Kann zu Schwindelgefühlen führen
  • Vorsicht mit Alkohol
  • Nicht während der Schwangerschaft verwenden

Über Ramipril

Der Wirkstoff Ramipril gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als „ACE-Hemmer“ bezeichnet werden (Angiotensin-Converting-Enzyme- bzw. Angiotensin-Umwandlungs-Enzym-Hemmer). Ramipril Sandoz wirkt, indem es

  • die körpereigene Produktion von Substanzen reduziert, die den Blutdruck steigen lassen;
  • Ihre Blutgefäße entspannt und weiter stellt;
  • es dem Herzen erleichtert, Blut durch den Körper zu pumpen.

Ramipril Sandoz wird angewendet zur:

  • Behandlung von Bluthochdruck (Hypertonie);
  • Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden;
  • Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen (sowohl bei Diabetikern als auch bei Nichtdiabetikern);
  • Behandlung einer Herzschwäche, wenn das Herz nicht genug Blut durch den Körper pumpt (Herzinsuffizienz);
  • Behandlung im Anschluss an einen Herzinfarkt (Myokardinfarkt) mit der Komplikation einer Herzinsuffizienz.

Anwendung/Wirkung

Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

Anwendung

  • Nehmen Sie das Arzneimittel jeden Tag immer zur gleichen Tageszeit ein.
  • Nehmen Sie die Tabletten als Ganzes mit ausreichend Flüssigkeit ein.
  • Die Tabletten dürfen nicht zerkleinert oder zerkaut werden.
  • Ramipril kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden.

Dosierung für Erwachsene

Behandlung von Bluthochdruck

  • Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird die einzunehmende Dosis anpassen, bis Ihr Blutdruck unter Kontrolle ist. Die Höchstdosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Wenn Sie bereits Diuretika (Wassertabletten) einnehmen, ist es möglich, dass Ihr Arzt die Diuretika-Menge vor Beginn der Behandlung mit Ramipril Sandoz verringert oder das Mittel ganz absetzt.

Senkung des Risikos, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden

  • Die übliche Anfangsdosis beträgt 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt kann dann entscheiden, die Dosis zu erhöhen. Die übliche Dosis beträgt 10 mg einmal täglich.

Senkung des Risikos oder Verlangsamung des Fortschreitens von Nierenfunktionsstörungen

  • Ihre Anfangsdosis beträgt entweder 1,25 mg oder 2,5 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen. Die übliche Dosis beträgt 5 mg oder 10 mg einmal täglich.

Behandlung von Herzinsuffizienz

  • Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen. Die Höchstdosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich aufzuteilen.

Behandlung nach einem Herzinfarkt

  • Die übliche Anfangsdosis beträgt 1,25 mg einmal täglich bis 2,5 mg zweimal täglich.

Ihr Arzt wird Ihre Dosis anpassen. Die übliche Dosis beträgt 10 mg täglich. Es empfiehlt sich, die Dosis auf zwei Gaben täglich aufzuteilen.

Ältere/junge Patienten

Der Arzt bzw. die Ärztin wird bei älteren Patienten mit einer geringeren Anfangsdosis beginnen und diese im Laufe der Behandlung langsamer erhöhen.

Für Kinder und Jugendliche von unter 18 Jahren ist dieses Medikament nicht geeignet.

Alkohol/Verkehrstüchtigkeit

Ramipril kann Schwindel verursachen, besonders zu Behandlungsbeginn oder wenn die Dosis erhöht wird. Wenn Sie sich schwindelig fühlen, dürfen Sie nicht am Verkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Alkohol kann Nebenwirkungen wie Schwindel auslösen oder verstärken. Also Vorsicht mit Alkohol.

Über- oder Unterdosierung

Haben Sie eine größere Menge dieses Mittels eingenommen als verordnet? Suchen Sie sofort einen Arzt auf oder begeben Sie sich in das nächstgelegene Krankenhaus.

Haben Sie eine Einnahme vergessen? Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, um die Einnahme nachzuholen.

Wann darf das Medikament nicht angewendet werden

Ramipril ist nicht für jeden geeignet. Dieses Arzneimittel darf nicht angewendet werden:

  • wenn Sie allergisch gegen einen der Bestandteile dieses Arzneimittels sind (siehe unter dem Abschnitt „Zusammensetzung“);
  • wenn Sie in der Vergangenheit eine schwere allergische Reaktion, ein sogenanntes angioneurotisches Ödem, hatten. Zu den Anzeichen gehören u. a. Schwellungen des Gesichts und im Rachen);
  • wenn Sie sich einer Dialyse oder einer anderen Form der Blutwäsche unterziehen, da Ramipril Sandoz, abhängig von dem verwendeten Gerät, möglicherweise nicht für Sie geeignet ist;
  • wenn Sie an einer Nierenerkrankung leiden, bei der die Blutversorgung der Niere eingeschränkt ist;
  • wenn Sie einen ungewöhnlich niedrigen oder schwankenden Blutdruck haben;
  • im Falle einer Schwangerschaft.

Wann ist besondere Vorsicht mit diesem Medikament geboten?

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Ramipril Sandoz einnehmen

  • wenn Sie eine Herz-, Leber-, oder Nierenerkrankung haben;
  • wenn Sie große Mengen an Körpersalzen oder -flüssigkeiten verloren haben (durch Erbrechen, Durchfall, außergewöhnlich starkes Schwitzen, eine salzarme Diät, die Einnahme von Diuretika [Wassertabletten] über lange Zeit oder wenn Sie Dialysepatient sind);
  • wenn Ihre Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche behandelt werden soll (Hyposensibilisierung);
  • wenn Sie ein Betäubungsmittel erhalten sollen (fragen Sie Ihren Arzt um Rat);
  • wenn Sie einen hohen Kaliumspiegel im Blut haben;
  • wenn Sie an einer Kollagenose, wie Sklerodermie oder systemischem Lupus erythematodes, leiden.

Schwangerschaft und Stillzeit

Sie müssen Ihrem Arzt mitteilen, wenn Sie vermuten, dass Sie schwanger sind (oder werden könnten). Ramipril Sandoz kann Ihr Kind schwer schädigen. Nehmen Sie dieses Arzneimittel nicht während der Schwangerschaft ein. Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, informieren Sie Ihren Arzt unverzüglich.

Nehmen Sie Ramipril Sandoz nicht ein, wenn Sie stillen.

Verwenden Sie noch andere Medikamente?

Medikamente können mit anderen Medikamenten in Wechselwirkung treten. Die Wirkung der folgenden Arzneimittel kann durch Ramipril beeinflusst werden:

  • Arzneimittel gegen Schmerzen und Entzündungen (NSAID bzw. NSAR)
  • Arzneimittel zur Behandlung von niedrigem Blutdruck, Schock, Herzversagen, Asthma oder Allergien, wie Ephedrin, Noradrenalin oder Adrenalin
  • Arzneimittel gegen Krebs (Chemotherapie)
  • Medikamente, die nach Organtransplantationen eingesetzt werden, wie z. B. Ciclosporin
  • Diuretika (Wassertabletten) wie z. B. Furosemid
  • Arzneimittel, die den Kaliumgehalt in Ihrem Blut erhöhen können, wie Spironolacton, Triamteren, Amilorid, Kaliumsalze und Heparin
  • steroidhaltige Arzneimittel gegen Entzündungen, wie Prednisolon
  • Allopurinol
  • Procainamid
  • Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes
  • Lithium

Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob und wie Sie diese Medikamente mit Ramipril kombinieren können.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Zu den möglichen Nebenwirkungen von Ramipril gehören u. a.:

  • Kopfschmerzen, Müdigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Ohnmacht, Hypotonie (ungewöhnlich niedriger Blutdruck), insbesondere beim Stehen oder plötzlichem Aufstehen
  • trockener Reizhusten, Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) oder Bronchitis, Kurzatmigkeit
  • Magen- oder Darmschmerzen
  • Hautausschlag mit oder ohne Hauterhebungen
  • Schmerzen im Brustkorb
  • Muskelkrämpfe oder -schmerzen
  • erhöhte Kaliumwerte im Blut

Eine vollständige Übersicht über die möglichen Nebenwirkungen finden Sie auf dem Beipackzettel. Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder mehr als ein paar Tage anhält. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht auf dem Beipackzettel angegeben sind.

Zusammensetzung

Welche Stoffe sind in diesem Produkt enthalten?

Ramipril Sandoz 1,25 mg

Jede Tablette zu 1,25 mg enthält 1,25 mg Ramipril.

Die sonstigen Bestandteile (Hilfsstoffe) sind: mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte (Mais- )Stärke, gefälltes Siliciumdioxid, Glycinhydrochlorid (E640), Glycerol-Dibehenat.

Ramipril Sandoz 2,5 mg

Jede 2,5 mg Tablette enthält 2,5 mg Ramipril.

Die sonstigen Bestandteile (Hilfsstoffe) sind: mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte (Mais- )Stärke, gefälltes Siliciumdioxid, Glycinhydrochlorid (E640), Glycerol-Dibehenat, gelbes Eisenoxid (E172).

Ramipril Sandoz 5 mg

Jede 5 mg Tablette enthält 5 mg Ramipril.

Die sonstigen Bestandteile (Hilfsstoffe) sind: mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte (Mais- )Stärke, gefälltes Siliciumdioxid, Glycinhydrochlorid (E640), Glycerol-Dibehenat, rotes Eisenoxid (E172).

Ramipril Sandoz 10 mg

Jede 10 mg Tablette enthält 10 mg Ramipril.

Die sonstigen Bestandteile (Hilfsstoffe) sind: mikrokristalline Cellulose, vorverkleisterte (Mais- )Stärke, gefälltes Siliciumdioxid, Glycinhydrochlorid (E640), Glycerol-Dibehenat.

Die Hersteller von Ramipril sind:

Lek S.A.

ul. Domaniewska 50 C

02-672 Warschau

Polen

Salutas Pharma GmbH

Dieselstraße 5

70839 Gerlingen

Deutschland

Sandoz GmbH

Biochemiestrasse 10

6250 Kundl

Österreich

Beipackzettel

Lesen Sie vor der Anwendung den Beipackzettel. Den offiziellen Beipackzettel von Ramipril Sandoz 1,25 mg, 2,5 mg, 5 mg und 10 mg können Sie hier herunterladen.

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